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07.04.2016 Panama
Personen
WOZ
Jan Jirat
Offshoring
Steuerhinterziehung
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Panama Papers. Der Datenzugang bleibt beschränkt. Seit Sonntag stehen die sogenannten Panama Papers im Fokus der Weltöffentlichkeit. Dabei handelt es sich um ein gigantisches Datenleck, das 11,5 Millionen Dokumente umfasst. Diese stammen von der panamaischen Anwaltskanzlei Mossack Fonseca, die auch in Zürich und in Genf Ableger hat. Die Firma ist darauf spezialisiert, Offshorestrohfirmen für vermögende KundInnen aus der ganzen Welt zu kreieren. Die Berichterstattung über die Panama Papers ist zunächst eindrücklich: Insgesamt 376 JournalistInnen von über 100 Medienunternehmen aus 76 Ländern haben den Datensatz in den letzten Monaten analysiert und veröffentlichen seit Sonntag ihre Berichte. Diese koordinierte internationale Zusammenarbeit ist erfreulich und sinnvoll. Die Wirtschaft mit ihren Märkten und Finanzströmen läuft längst global ab, eine kritische journalistische Auseinandersetzung damit kann nur nationenübergreifend funktionieren. Eindrücklich ist aber angesichts der vielen Beteiligten auch, dass das Datenleck bis zum letzten Sonntag unter Verschluss gehalten wurde. Es ist nämlich über ein Jahr her, seit eine anonyme Quelle die „Süddeutsche Zeitung“ kontaktierte und ihr auf verschlüsseltem Weg die Dokumente über das Geschäftsgebaren der Kanzlei Mossack Fonseca übermittelte. Der Datensatz war derart gross, dass die „Süddeutsche“ diesen unmöglich alleine sinnvoll auswerten konnte. (…).
Jan Jirat.
WOZ online, 7.4.2016.
WOZ > Offshore. Steuerhinterziehung. WOZ online, 2016-04-07.
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07.04.2016 Panama
Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
Offshoring
Steuerhinterziehung
Volltext
„Panama Papers“: Das grösste Datenleck in Kürze. Was ist Panama? Panama ist ein trister Retortenstaat, den die US-Armee 1903 von Kolumbien abgehackt hat, um sich einen Kanal zu bauen. 1989 marschierte die US-Armee erneut ein, um ihn auszubauen. Anwälte und Banker haben dort ein Schwarzgeldparadies mit Hunderten von Firmen aufgezogen. Darunter die jetzt vom Datenleck betroffene Kanzlei Mossack Fonseca, die allein weit über 214‘000 Briefkastenfirmen für steuerflüchtige Konzerne, korrupte Politiker, Despoten usw. betreibt. Meist legal. Was tun Steuerparadiese? Sie machen Geldflüsse unsichtbar. Die halbe Wirtschaftsleistung fliesst durch „Offshore“- Plätze wie Panama, die Bahamas, Luxemburg, Delaware (USA) oder den Kanton Zug. Auch Bundespräsident Johann Schneider-Ammann bunkerte früher sein Familienvermögen in der Karibik, bis ihm der Kanton Bern ein günstigeres Angebot machte. Auch Bern ist Panama. Die Steueroasen entziehen den Staaten Hunderte von Milliarden. Die Folgen: zerfallende Staaten, Not, Kriege. Der Name Mossack Fonseca taucht auch bei jüngsten französischen Korruptionsskandalen auf, im Zusammenhang mit Geldwäsche und den Fussballverbänden Uefa/Fifa. Und die Schweiz? 16 Prozent der „Briefkastenfirmen-Gründungen“ von Mossack Fonseca wurden von Schweizer Banken und Treuhändern bestellt. Die Schweiz ist mit mehr als zwei Billionen Franken bis heute global grösster Fluchthafen. (…).
Oliver Fahrni.
Work online, 7.4.2016.
Personen > Fahrni Oliver. Offshoring. Steuerhinterziehung. Work online, 2016-04-07.
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