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Anzahl gefundene Artikel: 29

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
04.03.2011 Schweiz
Le Courrier
Personen
PTT
Syndicom-Zeitung
WOZ
Nina Scheu
Postgesetz
Posttaxen
Volltext

Erste Erfolge. Die 16 Zeitungen, denen die Post die Posttaxenverbilligung gestrichen hat, wehren sich. Die betroffenen Zeitungen verlangten gemeinsam mit Impressum in einem offenen Brief, die Post solle sie wieder in die Liste der Förderungsberechtigten aufnehmen. Die Post reagierte schnell: In seiner Antwort vom 22. Februar macht Konzernleiter Jürg Bucher einen ersten Rückzieher. Nachdem der welschen Tageszeitung „Le Courrier“ bereits nach der ersten Intervention von Syndicom die Posttaxenverbilligung wieder gewährt wurde, lässt sich aus dem Antwortschreiben des Konzernleiters jetzt herauslesen, dass auch die anderen, erst kürzlich von der Liste der förderungsberechtigten Blätter gestrichenen Zeitungen wieder von der Verbilligung der Portokosten profitieren könnten. Zu ihnen gehört auch die Zürcher „Wochenzeitung“ (WOZ). Wörtlich schreibt Bucher: „Im Bereich der Regional- und Lokalpresse liegt kein höchstrichterlicher  Entscheid zum Begriff regional vor, weshalb die Post hier im Sinne eines Entgegenkommens bereit ist, bis  zur Inkraftsetzung des neuen Postgesetzes eine Übergangsregelung zu gewähren.“ Die Post will jetzt von Fall zu Fall entscheiden, wer berechtigt ist und wer nicht. (...). Nina Scheu.

Syndicom-Zeitung, Nr. 4, 4.3.2011.
Syndicom > Posttaxen. 4.3.2011.doc.

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12.01.2010 Schweiz
Personen
PTT
Moritz Leuenberger
Christian Levrat
Direktion
Levrat ist noch nicht zufrieden. Für SP-Partepräsident Levrat ist Bundesrat Leuenberger nicht aus dem Schneider. Weitere kritische Stimmen bleiben. Bundesrat Moritz Leuenberger stand gestern der Verkehrs- und Fernmeldekommission Red und Antwort. Nach Auskunft von Kommissionspräsident Christoffel Brändli (SVP, GR) hat der SP-Magistrat dabei glaubwürdig darlegen können, dass das Auswahlverfahren für den Präsidenten der Post-Verwaltung, Claude Béglé, normal verlaufen sei. Für SP-Präsident Christian Levrat bleiben trotz der gestrigen Erklärungen zentrale Fragen unbeantwortet. Nicht die Frage nach dem Auswahlverfahren, sondern die Frage nach der künftigen Strategie des Unternehmens ist entscheidend. (...) Michael Widmer. Berner Zeitung 12.1.2010
06.08.2004 Schweiz
PTT

Briefmarke
Post gibt erstmals eine Holzbriefmarke heraus. Die erste Briefmarke aus Holz, entworfen von der Schweizer Post, ist von zwei Berner Unternehmen hergestellt und verpackt worden. Bis am 7. September müssen sich Briefmarkenliebhaber noch gedulden: Dann gibt die Post eine Sondermarke zum Thema "Rohstoff Schweizer Holz" heraus - natürlich aus Schweizer Holz hergestellt. Mit Foto. Simon Fuhrer. Bund 6.8.2004
03.12.2002 Burgdorf
PTT


B-Post von der Wynigenbrücke. Zum zweiten Mal ziert ein Sujet aus Burgdorf eine Briefmarke der Pro Patria. Mit Foto. Bund 9.5.2003
28.12.1988 Schweiz
Personen
PTT
PTT-Union Schweiz
Hans-Ueli Ruchti
Arbeitszeitverkürzung
PTT
Volltext
Ausgepresste Zitrone. PTT-Präsident Dr. Hans-Werner Binz rief an der Jahresschlusskonferenz das PTT-Personal zur Besonnenheit auf. Kampfmassnahmen wegen der abgelehnten Arbeitszeitverkürzung wären kontraproduktiv. Gleichzeitig gab er bekannt, dass die Generaldirektion 15 Prozent der vom Parlament wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs bewilligten zusätzlichen Stellen vorläufig sperrt. Wenn Präsident Binz feststellt, dass sich das Personal nur mit guten Dienstleistungen bei Bevölkerung und Behörden jene Voraussetzungen schafft, um den negativen Parlamentsentscheid umzustürzen, so stellen wir einfach fest, dass das PTT-Personal und das gesamte Bundespersonal in den letzten Jahren unter teils misslichen Umständen beste Dienstleistungen erbracht haben, ohne dass die Mehrheit des Parlaments bereit war, dies zu honorieren. Im Gegenteil, Otto Fischer hat im Nationalrat ganz klar festgestellt, das Bundespersonal erhalte die Arbeitszeitverkürzung dann, wenn es sie verdient habe! Also nicht jetzt. Für seine Arbeit wird das Bundespersonal angemessen entlöhnt. Es wird also nicht wie der Bär im Bärengraben um das „Rüebli“ Arbeitszeitverkürzung einen Betteltanz aufführen! Die Gewerkschaften des Bundespersonals argumentieren mit guten Gründen für die Arbeitszeitverkürzung. Wenn die Argumente nicht mehr gehört werden, müssen sie sich genau überlegen, welche Massnahmen sie einleiten. Sie werden dabei auch sehr genau abklären, ob allfällige Massnahmen nicht die Falschen treffen, oder ob sie sich schliesslich zuungunsten des Personals auswirken. Die PTT legen 15 Prozent der für 1983 zusätzlich bewilligten (…). Hans Ueli Ruchti.
Berner Tagwacht, 28.12.1988.
PTT-Union > Arbeitszeitverkürzung. PTT. TW, 1988-12-28.
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14.12.1988 Luzern
PTT
PTT-Union

Ortszulagen
Volltext
PTT Union Luzern. Besondere Massnahmen. Die Sektion Luzern der PIT Union (Union schweizerischer Post-, Telephon- und Telegraphenbeamter) fordert für den Postkreis Luzern eine Ortszulage von 2000 Franken sowie eine Inkonvenienzzulage analog den Postzentren von Zürich, Genf, Basel, Bern und Lausanne. Wie an einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag ausgeführt wurde, versteht die PTT-Union dies als vorbeugende Massnahmen, um Entwicklungen wie in anderen Postzentren zu verhindern. Die PTT Union macht sich Sorge um die Entwicklung beim uniformierten Personal im Postkreis Luzern. In einem Brief an Kreispostdirektor Alphons Stadler vertritt sie die Meinung, „dass Massnahmen für den Postkreis Luzern, sowie im speziellen für die Zentren Luzern und Zug getroffen werden müssen, bevor diese im selben Sumpf versinken wie die Zentren von Zürich, Genf, Bern und Basel“. Gerade in jenen Städten sei der Personalmangel trotz Warnungen der Personalverbände heruntergespielt und verharmlost worden. „Das Resultat ist sattsam bekannt.“ Diese verhängnisvolle Entwicklung gelte es nun im Postkreis Luzern zu stoppen. Das sei man der Kundschaft, aber auch den Kollegen schuldig. Kreispostdirektor Stadler wird gebeten, „der Generaldirektion PTT die tatsächliche Situation zu schildern“ und die Forderungen der PTT-Union zu unterbreiten.
Berner Tagwacht, 14.12.1988.
PTT-Union > Ortszulagen. TW, 1988-12-14.
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04.11.1988 Bern
PTT
PTT-Union

Arbeitsbedingungen
Protestversammlung
PTT
Volltext
Berner PTT-Personalverbände protestieren gegen unhaltbare Zustände. Pöstler erwägen Dienst nach Vorschrift. Ähnlich prekäre Zustände wie sie in Zürich und Genf im vergangenen Jahr zu heftigen Demonstrationen des PTT-Personals geführt haben, herrschen auch in. anderen Schweizer Städten. In der Stadt Bern ist vor allem das Personal der Schanzenpost betroffen. Dauernde Ueberzeiten und unregelmässige Dienste ohne angemessene Mehrentschädigung vergällen den Postangestellten den ohnehin anstrengenden Arbeitsalltag, in welchem sie bisher ihre eigenen Interessen stets unter diejenigen des Kunden gestellt haben. Schon eine Viertelstunde vor Beginn der Protestveranstaltung ist der grosse Saal des Restaurants Schweizerbund gestossen voll, die Atmosphäre bereits rauchgeschwängert. Nachdenkliche Gesichter schauen hinter ihren Biergläsern hervor. Im Stimmengewirr herrschen die Männerstimmen bei weitem vor, aber auch einzelne Pöstlerinnen und Teleoperatricen haben sich an diesem Abend eingefunden, um gemeinsam zu beraten, mit welchen Mitteln sie ihre berechtigten Anliegen würden durchsetzen können. Gesprächsleiter Johann Schüpbach begrüsst alle und stellt mit Freude fest, dass „der Berner halt doch noch ein richtiger Gewerkschafter“ sei. Ein Telegramm, in welchem die Sektion Zürich Post ihren Berner Kolleginnen und Kollegen zur Protestveranstaltung alles Gute wünscht, wird mit tosendem Applaus verdankt. Vom Podium aus werden fünf Referate gehalten, welche die Situation in Bern und in den anderen Städten sowie mögliche Remeduren und Durchsetzungsmassnahmen beleuchtet werden. (…).
Berner Tagwacht, 4.11.1988.
PTT-Union > Protestversammlung Bern. TW, 1988-11-04.
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18.08.1988 Zürich
PTT
PTT-Union

Ortszulagen
Volltext
Sonderzuschlag für Bundesbedienstete in der Limmatstadt. Zürcher Pöstler sind enttäuscht. Ab 1989 erhalten die rund 14‘0000 Bundesbediensteten auf dem Platz Zürich wie heute schon ihre Kollegen in Genf einen Sonderzuschlag von jährlich 2000 Franken. Der Bundesrat hat am Mittwoch einen entsprechenden Beschluss gefasst und überdies beschlossen, dem Parlament mit dem zweiten Nachtrag zum PTT-Budget 520 zusätzliche Stellen zu beantragen. Mit der Zürcher Sonderzulage, die den Bund bzw. die Bundesbetriebe knapp 30 Mio. Franken kosten wird, hat die Landesregierung der besonders angespannten Personalsituation in der Wirtschaftsmetropole Rechnung getragen. Die Quoten der Stellenwechsel, d.h. der freiwilligen Austritte aus dem Bundesdienst, sind in Zürich am höchsten. Dasselbe gilt für die wegen Personalmangels nicht besetzten Stellen. Vor allem die PTT-Betriebe müssen einen erheblichen Teil der Stammfunktionen mit Aushilfepersonal bestreiten, was sich auf die Qualität der Dienst-leistungen auswirkt. Die Sonderzulage von 2000 Franken stützt sich auf die vom Parlament im Juni gutgeheissene Änderung des Beamtengesetzes. Der Bundesrat wird in einem späteren Zeitpunkt festlegen, nach welchen Kriterien ein Sonderzuschlag in anderen Grossstädten und Regionen ausgerichtet bzw. wieder aufgehoben werden kann. Personalsituation erörtert. Über den Fall Zürich hinaus erörterte der Bundesrat die Personalsituation beim Bund ganz allgemein, wobei nach Auskunft von Vizekanzler Achille Casanova die Lage der Regiebetriebe SBB und PTT im Vordergrund stand. Mit dem zweiten Nachtrag zum PTT-Budget (…).
Berner Tagwacht, 18.8.1988.
PTT-Union > Ortszulagen. TW, 1988-08-18.
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22.07.1988 Zürich
Demonstrationen Zürich
Personen
PTT
PTT-Union
Arnold Isler
Demonstration
Löhne
Volltext
PTT-Angestellte gingen in Zürich auf die Strasse. Erbittert und enttäuscht. In seiner ganzen Dienstzeit von 33 Jahren bei der Post habe er noch nie eine derart grosse Verbitterung und Enttäuschung beim Personal festgestellt wie heute, sagte der frühere Präsident der Sektion Zürich Post der PTT-Union, Peter Heeb, als einer der Redner an der Kundgebung in der ersten Juliwoche in Zürich. Gegen 4000 PTT-Bedienstete, aber auch weiteres Bundespersonal nahm an der Kundgebung teil. Hauptforderung: 2000 Franken Sonderzulage rückwirkend per 1. Januar 1988 für das gesamte auf dem Platz Zürich arbeitende Bundespersonal. In den ersten fünf Monaten des laufenden Jahres haben nicht weniger als 280 Zürcher Briefträger gekündigt. Kunststück, wenn man zum Beispiel im Zürcher „Volksrecht“ lesen konnte, dass einer dieser Pöstler als Tramführer bei der Stadt glatte 700 Franken pro Monat mehr verdient. Wie happig müssen da die von Wachstumsbereichen in der Privatwirtschaft ausgelegten Köder erst sein! Den Briefträgern und Briefträgerinnen oder den ebenfalls mit viel zu wenig Personal arbeitenden Telefonistinnen - um nur zwei Personalkategorien zu nennen - ist es nicht zu verdenken, dass sie ihren harten und nicht dementsprechend entlohnten Dienst aufkündigen und ihr Brot anderswo verdienen. Auch wenn dieses Anderswo eines Tages sich als nicht allzu sichere Sache erweisen könnte. Denn solche Boom-Erscheinungen haben erfahrungsgemäss zwei Seiten. Das Personal läuft davon. (…).Mit Foto.
Arnold Isler.
OeD, 22.7.1988.
PTT-Union > Demonstration. Loehne. OeD, 1988-07-22.
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21.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Briefpost
Schanzenpost
Volltext
Die Schanzenpost und ihr Innenleben diese Woche in der Berner Tagwacht. Ein Brief geht durch viele Hände. Über Förderbänder, in hängenden Säcken, rollenden Kisten, auf Rutschbahnen quer durch die Hallen, über den Köpfen, links und rechts: So rutschen, rollen, fahren Briefe und Pakete auf ihrem Weg durch die Schanzenpost. Hier sausen sie durch Maschinen, die Briefmarken kontrollieren, stempeln, codieren und in Fächer verteilen: fein sortiert für Zürich, Basel, Thun beispielsweise, vorsortiert für den Zustelldienst in Bern oder das Ausland. Dort sind sie bereits auf dem Weg wieder nach draussen, wieder in Säcke verpackt, zum (hoffentlich) richtigen Ort. Doch trotz neuester Maschinen, ständig fortschreitender Technologie und ausgeklügelter Betriebssysteme, die auf Raum und Ansprüche der Schanzenpost zugeschnitten sind, brauchts zwischen all diesen Arbeitsvorgängen Hände, die die Briefe und Pakete von einem Ort zum andern im Schanzenpost-Versand bringen. Da gibt beispielsweise Beatrice Mettler Briefe in die Videocodiermaschine ein, dort füttert Bettina Schmutz den Anschriftenleser. Gabi Ledermann verteilt nicht „formatgerechte“ Briefe, Eveline Manz und Susanne Mertenat versehen per Video die Briefe mit dem richtigen Balkencode. Mehrmals am Tag wechseln sie ihren Arbeitsplatz im Briefversand, eine Frau arbeitet nicht mehr als zwei Stunden am gleichen Ort. Und das wird auch als grossen Pluspunkt gewertet: „Je abwechslungsreicher, desto. besser.“ Bettina Schmutz ist seit sechs Monaten dabei. „Nicht den ganzen Tag am gleichen Ort zu stehen oder zu sitzen, das hat mich an diesem Job gereizt.“ (…). Dagmar Wurzbacher.
Berner Tagwacht, 21.7.1988.
Personen > Wurzbacher Dagmar. Schanzenpost. Briefzentrum. TW, 1988-07-21.
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19.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Betrieb
Schanzenpost
Volltext
Die Schanzenpost in Bern. Betrieb mit 1500 Leuten. Eigentlich nimmt mans für selbstverständlich: Jeden Morgen gibts liebe Grüsse und böse Rechnungen frisch ins Haus, jeden Morgen gibts das Neuste vom Neuen aktuell auf den Tisch. Hinter diesem Service steckt ein präziser Dienstleistungsservice; möglich machts zum Beispiel die Schanzenpost mit ihren 1500 Angestellten. Die Berner Tagwacht wird diese Woche Leute von der Post bei ihrer Arbeit begleiten. (vgl. Frontseite der heutigen TW). Die Berner Schanzenpost wurde in den frühen 60er Jahren erbaut und 1965 in Betrieb genommen. Sie kostete damals 120 Millionen Franken und hat die Aufgabe, den Postumschlag für die Stadt Bern und die Region zu besorgen. Dabei leistet sie täglich Erstaunliches: Umleitung von 120‘000 Paketen, Umleitung von einer Million Briefen, Sortierung von 500‘000 Briefen für die Stadt Bern, Sortierung von 35‘000 Paketen für Bern. In allen Betriebszweigen hat sich der Postverkehr seit 1965 mehr als verdoppelt. Heute arbeiten 1500 Personen in der Schanzenpost; ein grosser Teil der Arbeit „fällt nachts an, so dass viel ausserordentlicher Dienst geleistet werden muss. Diese Arbeit wird noch zusätzlich erschwert durch die Raumknappheit in der Schanzenpost, die in diesem Ausmass niemals erwartet worden war. Betriebschef der Schanzenpost ist der 62jäbrige Ruedi Käsermann. SP- und Gewerkschaftsmann, langjähriger Stadtrat und einjähriger Stadtratspräsident. Ihm zur Seite stehen sieben Amtsleiter. Käsermann verfolgte „mit Sorge,“ wie er sagt, die Personalentwicklung innerhalb der Post. (…). Mit Foto.
Berner Tagwacht, 19.7.1988.
TW > Schanzenpost. Betrieb. TW, 1988-07-19.
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19.07.1988 Bern
Berner Tagwacht
PTT

Betrieb
Reportagen
Schanzenpost
Volltext
^Die Schanzenpost und ihr Innenleben diese Woche in der Berner Tagwacht. Roter Kleber – eine Stunde Zustell-Zeit. Hektisch geht es kurz nach dem Mittag beim Eilzustellamt der Berner Schanzenpost zu und her. Flinke Hände stempeln und sortieren die soeben von der Bahnpost gebrachten oder abgeholten Briefe und Pakete mit den roten Aufklebern. Um zwei schwärmen 15 Expressbotinnen und -boten auf Mofas und in gelben Autos in die ganze Region Bern aus. Sie müssen wie jeden Nachmittag die Vorgabe ihres Chefs Heinrich Stettler erfüllen: Innert einer Stunde muss jede eilige Sendung - vom eingeschriebenen Brief bis zum Telegramm - beim Adressaten eingetroffen sein. Heidi Sieber ist seit einem Jahr bei der Eil- und Telegrammzustellung. Die 20jährige Postbotin ist eine von sechs Frauen, die für diesen 24-Stunden-Service in der Berner Schanzenpost arbeitet. Sie und ihre 40 männlichen Kollegen sorgen dafür , dass rund um die Uhr die durchschnittlich 3200 eiligen Sendungen pro Tag in der Stadt Bern und 14 Orten der Region (Bolligen, Bremgarten, Gümligen, Ittigen, Köniz, Liebefeld, Muri, Niederwangen, Ostermundigen, Schliern, Spiegel, Stettlen, Wabern und Worblaufen) rasch an ihren Bestimmungsort kommen. An diesem Juli-Nachmittag hat sie für die Tour im Gebiet Egghölzli-Brunnadernl Ostring nur ein Paket und elf Briefe, davon drei eingeschriebene. „Das ist im Vergleich zu Nicht-Ferien-Zeiten wenig.“ Bevor sie ins gelbe PTT-Auto steigt, ordnet Heidi Sieber die Briefe. „Wo finde ich die Firma X.?“, fragt sie den „Abfertiger“, den Abfertigungsbeamten, der die Touren zusammenstellt und die Eilsendungen möglichst gleichmässig (…).
Berner Tagwacht, 19.7.1988.
TW > Schanzenpost. Betrieb. Reportage. TW, 1988-07-19.
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11.07.1988 Bern
PTT
PTT-Union

Personalmangel
PTT
Volltext
Pöstler-Zorn. Nach der Pöstler-Demo von Zürich melden sich jetzt auch die Platzsektionen PPT-Union Bern mit einer offiziellen Stellungnahme. Sie verweisen darauf, dass sie seit Jahren auf die schlechte Personalsituation hingewiesen haben und schreiben wörtlich: „Wir Gewerkschafter erachten die PIT-Betriebe als Dienstleistungsunternehmen, das den Bedürfnissen und Anliegen der Kunden nach Möglichkeit entsprechen sollte. Weil unsere, bis heute ständig vorgetragenen Anliegen im Personalbereich nicht beachtet wurden, können die Bedürfnisse der PTT-Kunden nur noch mit grösster Mühe erfüllt werden.“ Berns PTT-Union verlangt deshalb vom Bundesrat, dass er die vom Parlament bewilligten Massnahmen sofort in Kraft setzt. Jede Verzögerung bedeute eine Verschlechterung auf diesem wichtigen Dienstleistungssektor. Die PTT-Union kommt in ihrem Communiqué auch auf die Stimmung unter den Angestellten zu sprechen. Sie schreibt: „ Die Verbitterung und Enttäuschung beim unteren/mittleren Personal ist gross. Einmal mehr muss zur Kenntnis genommen werden, dass z.B. in der kommenden Ämtereinreihung zuerst in den Chefetagen Verbesserungen vorgenommen werden und das übrige Personal hinten ansteht.“ Wenn der Exodus des Personal gebremst werden solle, müssten laut PTT-Union die bisherigen Kündigungen überprüft werden. Geschahen sie aus Lohngründen, wegen der Raumverhältnisse am Arbeitsplatz, wegen der unregelmässigen Arbeitszeit oder waren es Teilzeitarbeitskräfte, die weggingen. (…).
Berner Tagwacht, 11.7.1988.
PTT-Union > Personalmangel. TW, 1988-07-11.
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17.06.1988 Schweiz
Frauen
PTT

Gleichberechtigung
Gleichstellung
Volltext
Wo die PTT lieber Männer und wo Frauen beschäftigen. Kader „vorzugsweise“ männlich. Bei der Behandlung des PTT-Geschäftsberichtes im Nationalrat machte die Berner SP-Vertreterin Gret Haller auf eine PTT-interne Studie aufmerksam, in welcher für die einen oder anderen Funktionen entweder die Anstellung von Männern oder von Frauen empfohlen wird. Diese geschlechtsspezifischen Zuordnungen hätten heutzutage bei den PTT und auch anderswo nichts mehr zu suchen, meinte Gret Haller. Beim Anforderungsprofil für PTT-Ka¬der ist als Grundanforderung „vorzugsweise männlich“ erwünscht, weil die „durchschnittliche Verweildauer“ bei Männern offenbar grösser ist als bei Frauen. Gret Haller: Man könnte ja auch die Anstellungsbedingungen so schaffen, dass Frauen, selbst wenn sie familiäre Pflichten haben, „länger verweilen“ könnten; im übrigen gebe es auch Männer mit familiären Pflichten. • Für Büro- und Schalterpersonal haben die PTT auch geschlechtsspezifische Optionen: Es sollte „vorzugsweise weiblich“ sein, wegen der Eignung für die Einsatzgebiete; denn den Frauen wird Kontaktfähigkeit zugebilligt (offen, spontan, freundlich und taktvoll), was Gret Haller mit Stolz erfüllt und zur Zusatzbemerkung veranlasste, Frauen seien „durchschnittlich wohl auch hübscher“ . • Für den Postcheckdienst, eine Arbeit hinter dem Schalter, gibt es gemäss PTT-Studie keine Option mehr, sondern es ist ganz klar: Dafür kommen nur Frauen in Frage. Offenbar erfüllen nämlich nur Frauen die Eignungsanforderungen für solche Arbeitsplätze: „Manuell flink“ zu sein und ein „gutes Arbeitstempo“ vorzulegen. Schliesslich orten die (…).
Berner Tagwacht, 17.6.1988.
http://www.textverzeichnisse.ch/Portals/7/TW/Frauen.%20Gleichberechtigung.%20TW,%201988-06-17.pdf
12.10.1987 Schweiz
PTT
PTT-Union Schweiz

Arbeitsbedingungen
PTT
Volltext
Post-Kaderleute fordern Reallohnerhöhungen für 1988. Das PTT-Personal besserstellen. Die Post-Kaderleute sind sehr besorgt über die Personalsituation bei den PTT und wollen mehr Lohn. An einer Versammlung in Crans-Montana forderte die Vereinigung schweizerischer gradierter Postbeamter eine allgemeine Reallohnerhöhung für das Bundespersonal von mindestens zwei Prozent für Herbst 1988. Bundesrat Leon Schlumpf habe zwar Besoldungsmassnahmen in Aussicht gestellt, sich aber nicht konkret über Ausmass und Zeitpunkt geäussert, teilte die Vereinigung in einem Communiqué mit. Die Vorgesetzten im Postbetrieb verlangen nebst der Reallohnerhöhung für 1988 gezielte Lohnverbesserungen in Form einer Revision der Ämterklassifikation sowie Verbesserungen des Ortszuschlags. Die zunehmenden Austritte von PTT-Personal und die schwindende Attraktivität der Postberufe führten dazu, dass der Postbetrieb an vielen Orten nur noch mit ungenügend ausgebildeten Hilfskräften aufrechterhalten werden könne. Die Qualität der PTT-DienstIeistungen leide zwangsläufig, eine rasche Verabschiedung des Besoldungspakets sei dringend nötig. Der Vorsteher des Eidgenössischen Verkehrs- und Energiewirtschaftsdepartements (EVED) Bundesrat Leon Schlumpf, sprach sich in einer Grussadresse für eine leistungsfähige, unteilbare PTT aus. Die ertragsreichen Sparten dürften im Interesse der nationalen Versorgung nicht privatisiert werden. Er unterstützte die geplante Aktivierung des Postcheckdienstes, mit der die PTT versuchten, ihre Position im Massen-Zahlungsverkehr zu erhalten. Die PTT dürften sich hier nicht von den Banken verdrängen (...). Berner Tagwacht, 12.10.1987.
PTT-Union > PTT. Arbeitsbedingungen. TW, 1987-10-12.
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09.09.1987 Schweiz
PTT
PTT-Union Schweiz

Kündigungen
Löhne
Volltext
Alarmierende Zahl von Personalabgängen bei den PTT. In Grossstädten ein zu tiefer Lohn. Bei den PTT-Betrieben herrscht eine alarmierende Personalsituation. Im Ersten Halbjahr 1987 haben beim „Gelben Riesen“ in einzelnen Personalkategorien mehr als 100 Prozent mehr Angestellte gekündigt als im Vorjahr. Um der nach gewerkschaftlicher Meinung „katastrophalen Situation“ Einhalt zu gebieten, fordern PPT und Personalverbände gemeinsam Lohnerhöhungen von 5 Prozent. Der Bundesrat ist daran, ein Massnahmenpaket auf dem Gebiet der Besoldung und der Ämterklassifikation auszuarbeiten. Die PTT beschäftigen rund 59‘000 Angestellte. 1986 betrug die Zahl der Abgänge 3005, 14 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon kündigten 982 PTT-Angestellte (34 Prozent mehr als im Vorjahr), um eine neue Stelle anzutreten. Im ersten Halbjahr 1987 nahm der Trend stark zu: 630 PTT-Angestellte wechselten zu einem anderen Arbeitgeber, 28 Prozent mehr als im ersten Halbjahr 1986. Besonders alarmierend ist die Lage bei den Computerfachleuten: Im ersten Halbjahr 1987 verzeichneten die PTT 150 Prozent mehr Abgänge als im Vorjahr. Bei den Fernmeldespezialisten nahmen die Abgänge um 100 Prozent zu und beim Schalterpersonal um 80 Prozent. Nach Angaben von PTT-Sprecher Alfred Bissegger bestehen vor allem in den Grossagglomerationen Genf, Zürich, Basel und Bern beim Zustellpersonal grösste Rekrutierungsprobleme. Beim Auskunftsdienst sind gegenwärtig rund 100 TelefonistInnenstellen offen. Kürzere Spiesse. (…).
SoAZ, 9.9.1987.
PTT-Union > PTT. Kündigungen. SoAZ, 1987-09-09.
Ganzer Text
02.08.1987 Zürich
Platzunion
PTT

Personalmangel
PTT
Volltext
Die Platzunion Zürich schlägt Alarm. Bundeslöhne sind im Rückstand. In Zürich dreht sich bei den Bundesbetrieben die Spirale „Lohnrückstand-Rekrutierungssehwierigkeiten-Personalmangel-Kündigungen“ immer schneller. Die Platzunion Zürich ist stark beunruhigt über die sich weiter verschärfende Lage: Praktisch in allen Sparten herrscht Personalmangel, so dass Dienstleistungen und Bedienstete von PTT und SBB darunter leiden. Sie fordert Bundesrat und Parlament auf, rasch Massnahmen zugunsten des Bundespersonals zu treffen. „Zusammen mit den vier zuständigen Kreisdirektionen müssen wir feststellen, dass die Personalknappheit und damit die Sicherstellung bestimmter Dienstleistungen den problematischen Stand Anfang der siebziger Jahre bald wieder erreicht hat“, sagte Rene Weber, Präsident der Platzunion des eidgenössischen Personals Zürich, kürzlich an einer Pressekonferenz. Der Grund: Die Arbeits- und Lohnverhältnisse stellen zusammen mit der prekären Lage am Wohnungsmarkt die Bundesbetriebe vor ausserordentliche Rekrutierungsschwierigkeiten. Der Bund ist am ausgetrockneten Arbeitsmarkt im Grossraum Zürich überhaupt nicht mehr konkurrenzfähig. So schrieb die Fernmeldekreisdirektion Zürich auf Anfrage der Platzunion: „Unsere Lohnangebote entsprechen nicht mehr den Vorstellungen der Bewerber. Wir haben ebenfalls Austritte zu verzeichnen wegen lukrativeren Angeboten aus der Privatwirtschaft“. Die Kreispostdirektion Zürich antwortete unter anderem: „Im laufenden Jahr besonders beunruhigend ist der starke Anstieg der Abgänge wegen Stellenwechsels.“ Privatwirtschaft attraktiver. Mit eindrücklichen (…).
SoAZ, 2.8.1987.
PTT-Union > Arbeitskräftemangel. SoAZ, 1987-08-02.
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05.06.1987 Schweiz
PTT
PTT-Union Schweiz

Löhne
Petition
Volltext
PTT-Union reicht Petition ein. Mehr Personal und Anpassung der Besoldungen. Mit einer Petition zuhanden der PTT-Betriebe bekräftigt die PTT-Union ihre Forderungen zur Erhöhung des PTT-Personalbestandes und der Besoldungen. Zudem sei die Revision der Ämterklassifikation voranzutreiben und die Arbeitsmedizin auszubauen. Die von über 10‘800 PTT-Bediensteten unterschriebene Petition verlangt ferner, dass sich die PTT an der Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts beteiligen. Die PTT-Union hat am 18. Mai 1987 dem Präsidenten der Generaldirektion PTT eine Petition „Für eine angemessene Behandlung und Entlöhnung des PTT-Personals“ überreicht. Die von den Tessiner Sektionen der grössten PTT-Gewerkschaft lancierte Petition fordert: Anpassung des PTT-Personalbestandes an die Verkehrszunahme, umfassende Revision der Ämterklassifikation, Beteiligung der PIT an der Finanzierung des flexiblen Altersrücktritts, Ausbau der Arbeitsmedizin und Verbesserung der Besoldung. Innert kurzer Zeit sammelten die Kolleginnen und Kollegen der PTT-Union in ihren Reihen über 10‘800 Unterschriften aus allen Landesteilen. Paolo Sigel, Präsident der Sektion Mendrisiotto der PTT-Union, erklärte an der Pressekonferenz, mit der Petition wollten die Initianten und der Zentralvorstand der PTT-Union, der diese Aktion unterstützte, gleichzeitig die Öffentlichkeit auf die gerechtfertigten Forderungen der PTT-Bediensteten aufmerksam machen. Das Bundespersonal ist langsam aber sicher reallohnmässig in Rückstand geraten, sagte Georges Eggenberger, Generalsekretär der PTT-Union. (…).
OeD, 5.6.1987.
PTT-Union > PTT. Loehne. Petition. OeD, 1987-06-05.
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19.05.1987 Schweiz
PTT
PTT-Union Schweiz

Personalbestand
Petition
Stellenplan
Volltext
PTT-Union verlangt Erhöhung der PTT-Personalbestände. Auch Reallöhne sind anzuheben. Über 10‘800 Mitglieder der PTT-Union verlangen in einer Petition eine Erhöhung der PTT-Personalbestände und Reallohnerhöhungen für gewisse Ämterkategorien beziehungsweise die Revision der Ämtereinreihung. Weiter setzten sie sich für den vorzeitigen flexiblen Altersrücktritt für alle Besoldungsklassen und einen Ausbau der Arbeitsmedizin ein. Die Petition wurde gestern Montag in Bern dem Präsidenten der PTT-Generaldirektion Hans-Werner Binz überreicht. Die Petition wurde von den Tessiner Sektionen der Union Schweizerischer Poste, Telephon- und Telegraphenbeamten (PTT-Union) lanciert. Die Unterschriften stammen aus der ganzen Schweiz. Die Unterzeichner und Unterzeichnerinnen erwarten von der PTT-Generaldirektion, dass ihre Forderungen dem Eidgenössischen Parlament unterbreitet werden. Nach Ansicht der Petitionäre müssen die Personalbestände dringend erhöht werden, damit der ständige Verkehrszuwachs die Arbeitsrhythmen nicht noch mehr ansteigen lässt. Es sei nur gerecht, wenn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der PTT wenigstens teilweise von den hohen PTT-Gewinnen profitierten, die dank ihrer Arbeit erzielt würden, heisst es in der Petition. Fred Feitknecht, Zentralsekretär der PTT- Union, bezeichnete die Personalsituation bei den Postdiensten als prekär. In den letzten zehn Jahren habe der gewichtete Verkehr der gesamten Postdienste um 23,7 Prozent zugenommen. Im gleichen Zeitraum sei der Personalbestand jedoch nur um rund 12 Prozent gewachsen. Die PTT-Betriebe haben laut (…).
SoAZ, 19.5.1987.
PTT-Union > Stellenplan. Petition. SoAZ, 1987-05-19.
Ganzer Text
29.05.1984 Schweiz
PTT

Arbeitsbedingungen
Attacke der Briefträger. Gegen PTT-Generaldirektion. Die in der PTT-Union organisierten Briefboten wollen im Zusammenhang mit der ab 1986 geplanten generellen Einführung der täglich einmaligen Zustellung der Post "keine Verschlechterung der Arbeitszeiten akzeptieren". BT 29.5.1984
01.05.1984 Biel
PTT

Telefon
Am 1.5.1884 wurde in Biel das Telefon eingeführt, damals domiziliert an der Seevorstadt 66. 1930 wurde am Bahnhofplatz die erste automatische Zentrale in Betrieb genommen. BT Dienstag, 1.5.1984
01.08.1975 Biel
PTT

Entlassung
Politische Kündigungen erlaubt. Kein „Radikalenerlass“, aber „Sicherheitsrisiko“ beim Bund. NZ 1.8.1975.
15.10.1970 Biel
Jeunesse Progressiste
Personen
PTT
Käti Schäppi
Entlassungen
In der National-Zeitung erscheint der Artikel "Von besonderer Gefährlichkeit..." über die Entlassungsaffäre bei der PTT Biel.
13.10.1969 Biel
PTT

Entlassungen
Karl Dellberg (SP) reicht im Nationalrat einen „Dringliche Kleine Anfrage“ wegen der verfassungswidrigen Entlassung bei der Kreistelefon-Direktion Biel ein.
23.09.1969 Biel
Personen
PTT
Käti Schäppi
Entlassungen
Die Kreistelefon-Direktion Biet entlässt Käthi Schäpper und Margret Schaffer fristlos. Käthi Schäpper ist Mitglied der JP und Margret Schaffer die Schwester von Beat Schaffer. Dies waren die Entlassungsgründe.
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