Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 24

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
05.09.2013 Schweiz
Personen
SP Schweiz
Work
Peter Bodenmann
Geschichte
Opportunismus
SP Schweiz
Volltext

125 Jahre SP Schweiz: Ex-SP-Präsident Peter Bodenmann zum Zustand der Sozialdemokratie. Die Linke ist alt und die Überwindung des Kapitalismus vorerst tot. Die Sozialdemokratie steckt tief in der Krise. Fast so tief wie der Kapitalismus auch. Dabei gäbe es allen Grund zur Hoffnung. Eine Analyse. Von Peter Bodenmann, 1990 bis 1997 Parteipräsident der SP Schweiz. Wer sich dem Zustand der Schweizer Linken nähern will, macht mit Vorteil einen Spaziergang rund um unser Land. Um zu begreifen, wie tief die Krise ist, in der die Sozialdemokratie zurzeit steckt. Und dies, obwohl sie in drei von vier relevanten Nachbarländern mit an der Macht ist. (...). Peter Bodenmann.

Work online, 5.9.2013.
Personen > Bodenmann Peter. SP. Opportunismus. Work. 2013-09-05.

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01.05.2012 BS Kanton
Schweiz
Friedensabkommen
Funke, Der
Juso
Personen
SMUV Schweiz
Renatus Galatti
Miguel Godoy
Konrad Ilg
Arbeitsfriede
Friedensabkommen
Opportunismus
Volltext
75 Jahre Arbeitsfrieden - und nun? Am 19. Juli 2012 wird der Arbeitsfrieden 75 Jahre alt. Ihm wird unter anderem das wirtschaftliche Gelingen der Schweiz, wie auch die guten Arbeitsumstände der Schweizer Arbeiterinnen zugeschrieben. Der Arbeitsfrieden soll Sinnbild dafür sein, dass es in der Schweiz keine Klassen gäbe, sondern nur „Partner", welche die Bedingungen für ihre Zusammenarbeit bei Tee und Kuchen regeln. Kritisiert man ihn, wird man bezichtigt, diese Idylle (...). Miguel Godoy.

Der Funke, Nr. 21, Mai 2012.
Funke, Der > Arbeitsfriede. 75 Jahre.doc.

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10.03.2011 Baden
Juso
Personen
SP
Hans-Jürg Fehr
Christian Levrat
Kaspar Surber
Cédric Wermuth
Nationalratswahlen
Opportunismus
Programm
Volltext

Cedric Wermuth. „Ich werde immer linker“. Im Abschiedsinterview als Juso-Präsident spricht Cedric Wermuth über seine Müdigkeit. Und äussert sich nochmals offensiv: zur kulturellen Dominanz des Neoliberalismus sowie zum Zustand der Medien - und warum sich die SP als „Sammlungsort“ verstehen müsse. (...). Interview: Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 10.3.2011.

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25.05.2007 Bern
Schweiz
Zürich
Gurtenmanifest
Personen
SP Schweiz
Work
Henri Huber
Tobias Kästli
Matthias Preisser
Simonetta Sommaruga
Gurtenmanifest
Opportunismus
Volltext

Schnee von vorgestern: Das Gurtenmanifest von Blair-Bewunderin Simonetta Sommaruga. Der „dritte Weg“ hat abgedankt Die Website des Gurtenmanifests gibt es längst nicht mehr. Doch die Konzepte von Simonetta Sommaruga und Konsorten holen auch SP-Mitglieder immer wieder gerne aus der Mottenkiste. Weiter nach rechts, Hinwendung zur Mittelschicht, „ideologischen Ballast“ abwerfen, Abschied vom Klassenbegriff, Globalisierung akzeptieren, mehr Markt und Wettbewerb, weniger Staat - was die Politauguren der SP nach der Niederlage bei den Zürcher Wahlen raten, ist weder neu noch besonders erfolgreich. Sondern unter dem Begriff „dritter Weg“  entweder bereits gescheitert oder gerade dabei abzudanken. Nämlich  in  Grossbritannien, wo Labour-Chef Tony Blair, einer der Vorreiter des „dritten Wegs“, Ende Monat geht. (...). Matthias Preisser.

Work. Donnerstag, 2007-05-25.
Work > Gurtenmanifest. 2007-05-25.doc.

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30.10.1987 Genf
Schweiz
Thun
Zürich
GBH
GDP
Personen
SGB
SMUV
WOZ
Fredi Aeberli
Pepo Hofstetter
Roland Kreuzer
Vasco Pedrina
Hans Schäppi
Friedensabkommen
Opportunismus
Sozialpartnerschaft
Volltext

Interne Tagung des Gewerkschaftsbundes zum Thema Arbeitsfrieden. Schweigen statt diskutieren. In der konservativen SMUV-Hochburg Thun diskutierten am vergangenen Dienstag hinter verschlossenen Türen GewerkschafterInnen über die Bilanz von 50 Jahren Arbeitsfrieden und die Zukunftsperspektiven. Die Befürworter der Sozialpartnerschaft entzogen sich weitgehend der Diskussion. Anlass für die Tagung des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes (SGB) war die Absicht linker Zürcher Sektionen, im Tages-Anzeiger ein ganzseitiges Inserat gegen den Arbeitsfrieden zu veröffentlichen (vgl. WOZ, Nr. 37/87). In einem geharnischten Brief hatte der SGB damals das Vorgehen der ZürcherInnen kritisiert und sie aufgefordert, die Diskussion um den Arbeitsfrieden nicht öffentlich zu führen, sondern „unter den im SGB zusammengeschlossenen Gewerkschaften innerhalb des SGB“. Dazu sollte die Tagung vom 27. Oktober zum Thema „Arbeitsfrieden Arbeitskonflikte“ dienen. (...). Pepo Hofstetter.

WOZ, 1987-10-30.
WOZ > Friedensabkommen. Pepo Hofstetter.doc.

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24.07.1987 Zürich
Friedensabkommen
Gewerkschaften
Personen
Widerspruch
Hans Baumann
Bernhard Degen
Vasco Pedrina
Hans Schäppi
Jakob Tanner
Arbeitsfriede
Opportunismus
Sozialpartnerschaft
Volltext

Realität eines Mythos. Arbeitgeberverband und Gewerkschaft feiern das 50jährige Bestehen des Friedensabkommens in der Maschinen- und Metallindustrie. Aus diesem Anlass setzt sich der soeben erschienene „Widerspruch“-Sonderband* kritisch  mit  dem schweizerischen Modell der Sozialpartnerschaft auseinander. 15 Autorinnen und Autoren - Historiker, Sozialwissenschafter und Gewerkschaftsfunktionäre - befassen sich mit verschiedenen Aspekten des Arbeitsfriedens und der schweizerischen Gewerkschaftspolitik. (...).

Der öffentliche Dienst. 1987-07-24.
Widerspruch >Friedensabkommen. Doc.

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18.07.1987 Schweiz
Friedensabkommen
Personen
SMUV Schweiz
Solothurner AZ
Hans Schäppi
Hans-Peter Tschudi
Ernst Wüthrich
Kapitalismus
Opportunismus
Sozialpartnerschaft
Volltext

Von der guten Absicht bis hin zu den geballten Forderungen. reg. In einer sogenannten repräsentativen Umfrage haben im Auftrag der Arbeitgeberzeitung in diesem Jahr 23 Prozent der Befragten das seinerzeitige Friedensabkommen als sehr sinnvoll bezeichnet. 48 Prozent taxierten es als sinnvoll, 19 standen dem Abkommen negativ gegenüber. Eigentlich Grund zum Optimismus. Heute leidet der Schweizerische Metall- und Uhrenarbeiterverband (SMUV) unter Mitgliederschwund. Und die Auseinandersetzungen um Matisa, Dubied und Bulova sind auch nicht gerade erfolgreich verlaufen. Hans Schäppi meinte unlängst, dass Filme, Broschüren und Festakte zum 50Jährigen nicht darüber hinwegtäuschen können, dass die gefeierte Friedenspolitik den Arbeitnehmern in der Schweiz nicht nur Vorteile gebracht hat. (...). Mit Fotos.

Solothurner AZ. Samstag, 1987-07-18.
Friedensabkommen > Sozialpartnerschaft. 1987-07-18.doc.

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05.09.1986 BS Kanton
Zürich
Gewerkschaftskartell
KPS
Personen
Solothurner AZ
SP Schweiz
Hermann Bobst
Rosa Grimm
Peter Huber
Josef Lang
Paul Thalmann
Willy Trostel
Arbeiterbewegung
Geschichte
Opportunismus
Sozialfaschismus
Volltext

Kommunisten und Sozialdemokraten in der Schweiz 1918-1935. Ein Stück wichtige Geschichte in Buchform. Aufgearbeitet. Es gab sie, die schwungvolle Schweizer Arbeiterbewegung, die das Bürgertum, das Fürchten lehrte. Die bewegten Jahre zwischen den Weltkriegen waren Jedoch auch geprägt vom Bruderkrieg zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten. Die Dissertation des Zuger Historikers Peter Huber, die kürzlich im Limmat-Verlag erschienen ist, schildert ein Kapitel Schweizer Geschichte, das in der bisherigen Forschung eher ein Mauerblümchendasein fristete. Als Quellenmaterial dienten dem Autor ausser Flugblattsammlungen vor allem Protokollbücher der Gewerkschaften, der SP-Sektionen und der Kommunistischen Partei der Schweiz. Mit 26 Genossinnen und Genössen, die damals die Rivalität zwischen Kommunisten und Sozialdemokraten miterlebt hatten, führte er Gespräche, welche zu den trockenen schriftlichen Quellen wertvolle Ergänzungen lieferten. (...). Jo Lang.

Solothurner AZ. Freitag, 5.9.1986.
Arbeiterbewegung Schweiz > KPS 1918-1935.doc.

KPS. 1918-1935.pdf

30.03.1983 Bern
Winterthur
Zürich
Arbeiterbewegung
Personen
Volkshaus
Robert Grimm
Arnold Isler
Betriebsschliessung
Eröffnung
Opportunismus
Volltext

Volkshäuser in der Schweiz. In rund zwei Dutzend Städten der Schweiz gibt es heute noch Volkshäuser. Viele haben den alten Namen behalten. Andere haben ihn gewechselt. So heisst zum Beispiel das Winterthurer Volkshaus heute Hotel Winterthur. Das Hotel Bern hat also bereits ein Vorbild. In der Westschweiz heissen  sie „maison du peuple“. Sie haben hüben und drüben der Saane vielfach eine sehr bewegte Geschichte. Ob sie alle noch heute „dem Kampf geweiht“ sind, wie das Robert Grimm bei der Eröffnung des Berner Volkshauses 1914 sagte, darf bezweifelt werden. In Gewerkschaftszeitungen erschien 1979 denn auch unter dem Titel „Volkshäuser und Arbeiterkultur“ ein geschichtlicher Abriss von Hans Jörg Rieger, der kurzum das, was heute mit den Volkshäusern geschieht, als „Volkshäuser im Niedergang“ betitelte. Rieger schrieb unter anderem: „Schwindende Besucherzahlen und eine geringere Benutzung der Säle führten - zusammen mit einem wachsenden Desinteresse - bald zu finanziellen Engpässen. (...). Mit Foto Volkshaus Bern.
Arnold Isler.

SMUV-Zeitung, 30.3.1983.
Volkshäuser Schweiz > Eröffnungen.doc.

Eröffnungen.pdf

28.05.1970 Schweiz
Zürich
Gewerkschaften
Personen
SGB
SMUV Schweiz
Typographia Schweiz
Fritz Heeb
W. I. Lenin
Rosa Luxemburg
Karl Marx
Arbeiterbewegung
Geschichte
Linksradikalismus
Opportunismus
Volltext

GUSS, Grundlagen- und Strategie-Seminar, Postfach 2?2, 8025 Zürich, 28.5.1970. Unsere Lage: Zur Frage der Gewerkschaften. Die Anfänge der Gewerkschaftsbewegung; Gewerkschaften als Versicherungen, Berufsverbände, Interessenverbände; Die Vertragspolitik; Die Organisationsstrukturen; Gewerkschaften und Neue Linke; Thesen; Literatur. Die Anfänge der schweizerischen Gewerkschaftsbewegungen. Die übliche Auffassung, dass die Gewerkschaften ursprünglich viel kämpferischer gewesen seien ist nur bedingt richtig. Schon im Wort bedeutet „Gewerk" soviel wie Zunft, die Organisationsform der Handwerker. Sie sind also schon seit Beginn nur einzelne Berufsgruppen erfassende Organisationen, also einer Einheitspolitik strukturell entgegengesetzt. Heute bestehen einerseits ganze Industriezweige umfassende Industrie-Gewerkschaften wie etwa der SMUV (130'000 Mitglieder) oder der VHTL (40'000 Mitglieder), daneben gibt es aber auch noch heute Berufsgewerkschaften, wie etwa die Seidenbeuteltuchweber (ca. 480 Mitglieder) oder die Lithographen mit etwa 4800 Mitgliedern.  Die ersten Gewerkschaften sind Hilfs- und Unterstützungsvereine, sind Kassengründungen gewesen. Auch das Gewerkschaftsleben entsprach mehr dem Stil eines Gesellenvereins - eines Männerklubs - und war einer modernen Industriegewerkschaft weit entfernt.

Guss Zürich, 28.5.1970.
GUSS Zürich > Gewerkschaften. 28.5.1970.doc.

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01.05.1955 Schweiz
Gewerkschaften
Personen
Sozialismus. Zeitschrift
Max Arnold
Gewerkschaften
Mitgliederwerbung
Opportunismus
Volltext
Die vierhunderttausend Gewerkschafter und wir. Vorbemerkung der Redaktion: Mit grosser Freude veröffentlichen wir hier „Die Stimme eines einfachen Arbeiters und Gewerkschafters“, der uns diesen Beitrag spontan zugestellt hat. Der Genosse hat durch tüchtige Arbeit in seinem Verbande eine Vertrauensstellung errungen. Seine Erfahrungen hat er in den folgenden schlichten Worten zusammengefasst: 400‘000 Werktätige sind in unserem Lande der Gewerkschaftsbewegung beigetreten in der Hoffnung, gerechten Anteil am Erarbeiteten zu erhalten. Viele von den 400‘000 sehen sich je länger je mehr in ihren Erwartungen enttäuscht und verlieren das Vertrauen in die Kampffähigkeit der Gewerkschaft. Viele Gewerkschafter sehen in der Gewerkschaft nur noch eine Versicherungsgesellschaft. Die Ursachen, dass das Vertrauen in die Kraft der Gewerkschaft immer mehr schwindet, liegen sicher in erster Linie bei der Führung der Gewerkschaft. Die enge Zusammenarbeit und der Burgfrieden mit dem Klassengegner zeigt immer mehr, wer von dieser Politik gewinnt. Während der Arbeiter darum bangen muss, seinen Lebensstandard zu halten, werden die Reichen immer reicher. Der Geschäftsleitende Sekretär des VPOD, Max Arnold, spricht allen ehrlichen Arbeitern aus dem Herzen, wenn er die Frage an Arthur Steiner und seine Getreuen stellt: (…).
Sozialismus, Nr. 5, Mai 1955,
Sozialismus, Zeitschrift > Gewerkschaften. Mitgliederwerbung. Sozialismus, Mai 1955.
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01.12.1953 Schweiz
Sozialismus. Zeitschrift
Typographia Schweiz

Geschichte
Opportunismus
Volltext
Zur Lage im Schweizerischen Typographenbund. Es wachsen keine Bäume in den Himmel. Diese Lehre musste die Führung des Schweizerischen Typographenbundes in den Gesamtarbeitsvertragsverhandlungen des Jahres 1953 entgegennehmen. Seit Jahrzehnten jeder kämpferischen Aktion ausweichend, immer wieder kompromissbereit, mit kleinen Teilerfolgen zufrieden, tat diese Verbandsführung alles und jedes, um den Mitgliedern zu beweisen, dass Streiks und ähnliche Mittel heute zu untauglichen Mitteln in der Auseinandersetzung zwischen Kapital und Arbeit geworden seien. Seit über 25 Jahren war es dem STB gelungen, jedem offenen Kampf auszuweichen. Trotzdem hatte er in seiner Vertragspolitik wesentliche Erfolge aufzuweisen. Sein Gesamtarbeitsvertrag gilt heute noch als einer der besten unter den schweizerischen Gewerkschaften. Von der starken Linksentwicklung nach dem ersten und zweiten Weltkriege profitierten eben auch die reformistischen Gewerkschaftsführer, da die Unternehmer aus Angst vor Lohnkonflikten und sozialen und politischen Spannungen (Generalstreik 1918) damals eher zu Zugeständnissen bereit waren. Diese drohende Aktivierung der schweizerischen Arbeiterschaft - eine politische Gefahr für Bürgertum und reformistische Gewerkschaftsführer - wurde in den letzten Jahren weitgehend überwunden, nicht zuletzt durch die aktive Hilfe der letzteren im Kampfe gegen linksstehende Arbeiter. (…). Typo.
Sozialismus, Nr. 12, Dezember 1953.
Sozialismus, Zeitschrift > Geschichte. Typographenbund. Sozialismus, Nr. 12. Dez. 1953.
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19.07.1937 Schweiz
Gewerkschaften
Kapitalismus
Personen
SMUV Schweiz
WOZ
Jakob Tanner
Friedensabkommen
Opportunismus
Sozialpartnerschaft
Volltext

Der schweizerische Arbeitsfriede - ein nationaler Mythos. Friede im Land. Während der letzten Jahrzehnte wurde das vorbildliche Sozialklima nicht nur als Gütezeichen für die ganze schweizerische Volkswirtschaft im Ausland vermarktet (pünktliche Lieferung, sichere Geldanlage). Der Arbeitsfrieden und insbesondere dessen Kernstück, das am 19. Juli 1937 unterzeichnete Friedensabkommen der Metall- und Maschinenindustrie, sind zu einem Stück schweizerischer Nationalidentität geworden. Die permanente Bereitschaft zu sozialfriedlichem Verhalten und Streikverzicht rangiert weit oben in der helvetischen Tugendskala. Auch dieses Jahr ergab die regelmässig im Auftrag der Arbeitgeber-Zeitung veranstaltete Umfrage wieder eine wuchtige Zustimmung (72%). Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der Arbeitsfrieden die schönsten Erinnerungen an vergangene Zeiten auf sich vereinigt. Der Nimbus eines tapferen und rettenden Schrittes von den Extremen her hin zur Mitte im Banne aussenpolitischer Bedrohung und Kriegsgefahr stammt aus den End-30er und den anfangs 40er Jahren. Er bewahrte seine Stahlkraft dann im Kalten Krieg (ab 1948) vor dem düsteren Hintergrund kommunistischer Welteroberungsaspirationen. (...). Jakob Tanner.

WOZ, 8.7.1983.
Friedensabkommen > Tanner Jakob. Friede im Land.doc.

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10.11.1936 BS Kanton
Genf
Thalwil
ZH Kanton
Zürich
KPS
Personen
SGB
SP Schweiz
Max Weber
Antikommunismus
Einheitsfront
Opportunismus
Volksfront
Volltext

Der Gewerkschaftsbund zur wirtschaftlichen undpolitischen Lage. Referat von Max Weber. Gehalten am Kongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes am 10./11. Oktober 1936 in Bern. Seit dem Gewerkschaftskongress in Biel sind drei ereignisvolle Jahre verstrichen. Die eidgenössische Wirtschaftspolitik war in dieser Zeit festgefahren in den Geleisen des Preis- und Lohnabbaus, und die Volkswirtschaft trieb immer mehr dem Abgrund entgegen. Unsere Gewerkschaftsbewegung hat in Verbindung mit anderen Gruppen, die gegen die Deflation eingestellt sind, ununterbrochen den Kampf geführt gegen diesen Wirtschaftskurs. Es gelang uns auch, die Abbaufahrt stark zu bremsen. Allein das war ein schwacher Trost angesichts der Tatsache, dass keine entscheidende Wendung erreicht werden konnte. (...).

Max Weber. Der Gewerkschaftsbund zur wirtschaftspolitischen und politischen Lage. Referat, gehalten am Kongress des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes am 10./11. Oktober 1936 in Bern. Broschüre, 32 Seiten A5.

Weber Max. Wirtschaftspolitik. 10.11.1936.pdf

05.08.1927 Schweiz
Gewerkschaften
Öffentlicher Dienst
VPOD Schweiz

Opportunismus
Programm
Volltext

Ziel und Weg. V.L. Ziel der gewerkschaftlichen Organisation ist  die Verbesserung der Existenzverhältnisse, die Hebung der sozialen und materiellen Lage der Mitglieder. Nicht in einem raschen Anlauf kann dieses Ziel erreicht werden, denn es ist weitgesteckt. Etappe um Etappe muss zurückgelegt werden. Schritt um Schritt müssen die einzelnen Positionen verbessert werden. (...).

Der öffentliche Dienst, 1927-08-05.
Gewerkschaften > Programm Gewerkschaften. 1927-08-05.doc.

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11.03.1927 Schweiz
Gewerkschaften
Öffentlicher Dienst

Gewerkschaften
Opportunismus
Volltext

Gewerkschaftsaufgaben. Die Stosskraft einer Gewerkschaft drückt sich nicht in erster Linie in ihren Mitgliederzahlen, nicht in den Mitgliederbeiträgen und auch nicht in den geleisteten Unterstützungen aus. Letztere sind wohl ein Zeichen gewerkschaftlicher Solidarität und echter Nächstenliebe, für den Kampfgeist der Gewerkschaft sind sie jedoch nicht ausschlaggebend. (...).

Der öffentliche Dienst, 1927-03-11.
Öffentlicher Dienst, Der > Gewerkschaften. 1927-03-11.doc.

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18.02.1927 Italien
Sowjetunion
Gewerkschaften
KPS
Öffentlicher Dienst
Vorwärts

Faschismus
Opportunismus
Reformismus
Volltext

Verrat! Wo? In den letzten Tagen kam aus Italien die sensationelle Mitteilung, die italienischen Gewerkschaften seien zu Mussolini übergelaufen. Die Art und Weise der Aufmachung dieser Mitteilung konnte einen schon stutzig machen, war doch eine Reihe  von Genossen mit bekannten Namen genannt, die in der italienischen Gewerkschaftsbewegung eine bedeutende Rolle spielen. Nun erfolgte allerdings ein bemerkenswertes Dementi des früheren Sekretärs  des italienischen Gewerkschaftsbundes, des Genossen d'Aragona. Man wird aus diesem Dementi den Schluss ziehen dürfen,  dass  die angebliche  Unterwerfung der italienischen Gewerkschaftsführer ein faschistischer Bluff war, wie wir  schon manche erlebt haben. (...).

Der öffentliche Dienst, 18.2.1927.

Italien. Gewerkschaften. 18.2.1927.pdf

07.09.1923 Schweiz
Arbeitszeit
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Holzarbeiterverband
SBB
SEV Schweiz

Arbeitszeitverlängerung
Opportunismus
Volltext

Die Arbeitszeit bei den S.B.B. Wir haben bereits erklärt, dass wir uns eines Urteils über die Stellungnahme des S.E.V. in der Frage der Arbeitszeitverlängerung enthalten wollen. Dass ein Teil der Eisenbahner selbst unbefriedigt ist, geht aus gelegentlichen Privatgesprächen hervor und lässt sich auch daraus schliessen, dass der Entscheid, die Vorlage des Bundesrates anzunehmen, nur mit 13 zu 12 Stimmen gefasst wurde. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-09-07
SEV > Arbeitszeit. 1923-09-07.doc.

Arbeitszeit. 1923-09-07.doc

06.07.1923 Schweiz
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Gemeinde- und Staatsarbeiter-Verband
Personen
Friedrich Engels
Karl Marx
Kapitalismus
Klassenkampf
Opportunismus
Volltext

Kampf oder Resignation? Seltsame Frage!  Und dazu noch gestellt in einem Gewerkschaftsblatt. Wie könnte ein vernünftiger Mensch all den Tausenden von Arbeitern, die in einer Organisation vereinigt sind und sich zu ihren Programmforderungen bekennen, im Ernste zumuten, auch nur eine Stunde ihres sorgenvollen Lebens auf den Kampf zu verzichten und sich in stummer Verzweiflung aus der Bewegung zurückzuziehen? Besonders in einer Zeit der Krisen und der wirtschaftlichen Depression muss in jedem einzelnen der feste, unbeugsame Wille erstarken, seine Pflicht als Mitglied einer kämpfenden Gemeinschaft voll und ganz zu erfüllen, nichts zu unterlassen und zu versäumen, was geeignet wäre, (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-07-06.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Klassenkampf. 1923-07-06.doc.

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22.12.1918 Schweiz
Oltener Aktionskomitee
Personen
SGB
Strassenbahner-Zeitung
Johann Siegenthaler
Arbeiterkongress
Generalstreik
Opportunismus
Volltext

Zum Arbeiterkongress. Wohl die bedeutendste Tagung, die je von der schweizerischen Arbeiterschaft abgehalten wurde, wird der am 22. und 23. Dezember in Bern stattfindende Arbeiterkongress sein. Dem hinter uns liegenden Generalstreik entsprungen, soll er in erster Linie die Lehren aus letzterer Aktion zusammenfassen, um kommenden neuen Kämpfen gerüsteter  gegenüberzustehen. Im besonderen wird der Kongress die Aufgabe haben, die der Neuzeit entsprungene, aber noch in der Luft hängende Kampfesorganisation, welche durch das sogenannte Oltener Aktionskomitee verkörpert wird, feste Gestalt zu geben. Sodann wird sich der Kongress darüber auszusprechen haben, ob die schweizerische Arbeiterschaft ihre bisherigen Kampfesmethoden, das heisst unablässiges Organisieren der Massen und  das systematische Kämpfen auf politischem und gewerkschaftlichem Gebiet, um so durch das Mittel des Stimmzettels und des disziplinierten Streiks den Sozialismus zu erringen, weiter beibehalten will, oder ob dieses Ziel durch die Empörung der Massen, die zur Gewalt greifen, erreicht werden soll. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-20. Standort: Sozialarchiv.
Arbeiterkongress > Generalstreik. 1918-12-22.doc.

 

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08.12.1918 Schweiz
SEV Schweiz
SMUV Schweiz
SP Schweiz

Generalstreik
Opportunismus
Volltext

Die Taktik des grössten Gewerkschaftsverbandes. Der am 8. und 9. Dezember 1918 in Bern abgehaltene Kongress des Schweiz. Metall- und Uhrenarbeiterverbandes billigte nach Kenntnisnahme über den Verlauf des Landesstreiks die vom Aktionskomitee getroffenen Massnahmen und fasste im weiteren zwei Resolutionen, die sagen, wie dieser weitaus grösste aller schweizerischen Gewerkschaftsverbände sich taktisch verhalten will. (...).

 

Strassenbahner-Zeitung, 1918-12-20. Standort: Sozialarchiv.
SMUV Schweiz > Generalstreik. 1918-12-20.doc.

 

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01.02.1918 Zürich
Gewerkschaftspresse
Grütliverein
Personen
SP Zürich
Strassenbahner Zürich
Louis Hausammann
Klassenkampf
Opportunismus
Sozialdemokratie
Volltext

Vorwärts oder rückwärts? In der Gewerkschaftsbewegung der zürcherischen Strassenbahner ist der Moment gekommen, da die Entscheidung fallen wird: Vorwärts oder rückwärts? Vorwärts auf der Seite einer fortschrittlich gewerkschafts-politischen Arbeiterbewegung, rückwärts auf der Seite einer von Kapitalismus und Imperialismus unterstützten  nationalen Gesellschaftsordnung, die der Grütlianer. Wie der Leser dieses Blattes wissen wird, haben die Strassenbahner Zürichs über ihre gewerkschaftlichen Beiträge zu entscheiden gehabt, und zwar lagen folgende Anträge zur Abstimmung vor: Ein Antrag der Mehrheit, der dahin lautete: „Der monatliche Beitrag beträgt 5 Fr., davon werden die Kosten der Zustellung von Arbeiterpresse und Angehörigkeit zur sozialdemokratischen Mitgliedschaft beglichen“. ein Antrag der Minderheit, der auf Fr. 3.50 und Fr. 4.- ohne jede Verbindlichkeit  tendierte. (...). Louis Hausammann. Strassenbahner-Zeitung, 1.2.1918.

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14.12.1917 Zürich
Personen
SMUV-Zeitung
Strassenbahner-Zeitung
Volksrecht
Johann Frei
Friedensaktionen
Landesverteidigung
Opportunismus
Pazifismus
Volltext

Erwiderung. Die Nummer 25 der „Schweizerischen Strassenbahner-Zeitung"  enthält einen Artikel über „Friedensaktionen und gewerkschaftliche Tätigkeit“. Ich möchte mich nur einlassen über die leicht misszuverstehenden Äusserungen über die Vorfälle in Zürich. Nach diesem Artikel wäre anzunehmen, die Vorfälle seien eins Verschulden der Pazifisten Dätwyler und Rotter, denn es heisst wörtlich: „Gewiss ist es richtig, wenn behauptet wird, die heutigen Lebensmittelpreise, die Lebensmittelknappheit, die rücksichtslosen Preistreibereien der Landwirtschaft und die völlig ungenügenden Massnahmen der Behörden seien daran schuld, dass es Dätwyler und Rotter fertig brachten, Tausende  von Personen auf die Strasse zu locken." Ich gehe mit dieser Behauptung vollauf einig und war das auch zur Zeit der Vorfälle schon meine Ansicht. Jedoch sage ich als Mitanseher der Vorfälle, dass nicht Rotter und Dätwyler schuld sind an den Opfern, sondern dass eine unverantwortliche Unvorsichtigkeit die Hauptschuld daran trägt. Ich komme zu den Beobachtungen der Vorfälle und betone nochmals, dass ich den Weg, den Dätwyler einschlug, nicht rechtfertige. (...).

Strassenarbeiter-Zeitung, 1917-12-14.
Strassenbahner-Zeitung > Opportunismus. 1917-12-14.doc.

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01.12.1917 Biel
Genf
La Chaux-de-Fonds
Zürich
Rüstungsindustrie
SMUV Schweiz
SMUV-Zeitung
Strassenbahner-Zeitung

Friedensaktionen
Militarismus
Opportunismus
Programm
Volltext
Waffenproduktion

Friedensaktionen und gewerkschaftliche Tätigkeit. Der Schweiz. Metall- und Uhrenarbeiterverband ist auf ungefähr 55‘000 Mitglieder angewachsen. Diese Zahl macht die Hälfte der Mitglieder aller dem Gewerkschaftsbund angeschlossenen Verbände aus. Dieser Umstand rechtfertigt es, dass man den Auffassungen Beachtung schenkt, die im grössten Gewerkschaftsverband der Schweiz in bezug auf wichtige Gegenwartsfragen vertreten werden. Einem bezüglichen Artikel der in der „Metallarbeiterzeitung" vom 1. Dezember erschienen ist, entnehmen wir die Abschnitte über Friedensaktionen und gewerkschaftliche Tätigkeit: (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1917-12-14.
SMUV Schweiz > Friedensaktionen. 1917-12-01.doc.

Ganzer Text

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