Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
31.12.1933 Biel
Archiv Schaffer
Personen
VPOD Biel
Emil Brändli
Rudolf Rindlisbacher
Faschismus
Lohnabbau
Notunterstützung
Staatschutz
Volltext
VPOD Biel Jahresberichte

VPOD Biel. Jahresbericht und Rechnungen pro 1933

Jeder verantwortliche Gewerkschaftsfunktionär hat heute mehr als je die Pflicht, nicht nur die Geschehnisse innerhalb der Grenzen seiner Gewerkschaft zu beobachten, sondern er muss, um auf der Höhe seiner Aufgabe zu bleiben, die Vorgänge in Wirtschaft und Politik auf schweizerischem und internationalem Gebiet verfolgen. Wenn er dies tut, wird er feststellen, dass sich zur Zeit Ereignisse abspielen, die geschichtliche Bedeutung haben. Die deutsche faschistische Revolution hat alle seit Jahrzehnten aufgebauten Kulturgüter der Arbeiterbewegung vernichtet. Die ungeheuren Abwehrkräfte, welche in den linken Arbeiterorganisationen schlummerten, kamen nicht zur Geltung. Kampflos fielen die mächtigen Parteien und Verbände der Gleichschaltung anheim. Mittelalterliche, barbarische Zustände sind das Resultat der Revolution dieser „Nationalsozialistischen Arbeiterpartei“. Die österreichische Arbeiterschaft hat der Reaktion einen heldenmütigen, bewaffneten Widerstand geleistet. Die ungleichen Macht- und Kampfmittel entschieden die Schlacht zu Ungunsten der Arbeiter. Mitbestimmend war die Unvollständigkeit des Generalstreiks, insbesondere das Versagen der Eisenbahner. Hunderte von Genossen sind zur Zeit eingekerkert und haben schwere Zuchthausstrafen zu gewärtigen. Gedenken wir ewig der tapferen Männer, die im Kampf und durch die Hand des Henkers ihr Leben einbüssten. Helfen wir auch den Frauen und Kindern, die ihre Ernährer verloren haben und sich heute in einer verzweifelten Lage befinden. 

VPOD Biel. Jahresberichte 1932-. Archiv Schaffer.

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05.02.1927 Winterthur
Arbeitslosenversicherung
VPOD

GV
Notunterstützung
Volltext

VPOD Winterthur. Die ordentliche Jahresgeneralversammlung vom Samstag, den 5. Februar 1927 war ziemlich gut besucht; jedoch konnte die Versammlung statt um halb 8 Uhr erst um 8 Uhr eröffnet werden. Wie es schien, fehlt verschiedenen Mitgliedern die Uhr. Die Traktandenliste war reichlich besetzt, waren es doch zehn Geschäfte, welche zu erledigen waren. Der Jahresbericht, welcher vom Sekretär unserer Sektion verfasst und verlesen wurde, fand Anklang und wurde bestens verdankt. (...). Der öffentliche Dienst, 4.3.1927.

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06.02.1925 Schweiz
Personen
VPOD Schweiz
Ernst Eichenberger
Notunterstützung
Rechtsschutz
Sterbekasse
Verbandsinstitutionen
Volltext
Die Selbsthilfeeinrichtungen des Verbandes. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, dass die Allgemeinheit, die ihren Ausdruck im Staat findet, sich der Alten und Krüppel, die nicht mehr arbeiten können, der Waisen, die heute noch so oft zum billigsten Angebot verdingt werden, der Kranken und der Verbrecher, die meist nicht „schlecht“, sondern geistig anormal sind, annimmt Doch ach, der Spruch „Einer für alle, alle für einen“, nimmt sich zwar schön aus, wenn er die Wände der öffentlichen Gebäude ziert, und er bildet ein prächtiges Thema für eine Festrede. Aber vom Aussprechen bis zum Verwirklichen ist ein weiter Weg. (...). Ernst Eichenberger.

 

Der öffentliche Dienst, 6.2.1925.
VPOD Schweiz > Verbandsinstitutionen. 6.2.1925.doc.

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30.03.1923 Norwegen
Schweden
Arbeitslosigkeit
IGB Internationaler Gewerkschaftsbund

Arbeitsbeschaffung
Löhne
Notunterstützung
Volltext

Die Arbeitslosigkeit in den skandinavischen Ländern. Für Norwegen beruhen die Angaben über die Zahl der Arbeitslosen teilweise auf Schätzung.  In den 50 Gemeinden, in denen sich ein öffentlicher Nachweis befindet, wurden am 25. Januar 1923 18‘682  Arbeitslose gezählt. Hierzu werden für die Gemeinden ohne Nachweis 60 Prozent hinzugerechnet, so dass man die Zahl der Arbeitslosen im Januar 1923 auf 29‘900 schätzt gegen 47‘800 zur selben Zeit des Vorjahres. Die Zahl der mit Notstandarbeiten Beschäftigten sind in diesen Zahlen nicht inbegriffen und werden auf 15‘000 geschätzt gegen 21‘000 im Vorjahr. (...). I.G.B.

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-03-30.
IGB > Arbeitslosigkeit. 1923-03-30.doc.

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18.01.1918 Bern
Typographia

Armut
Notunterstützung
Sozialhilfe
Volltext

Prämien-Obligationen-Anleihe der Typographia Bern.  (Eingesandt). Der gesamten Arbeiterschaft sind die Opfer bekannt, welche die Typographia Bern für die soziale Fürsorge ihrer Mitglieder und deren Angehörigen bringt: Kranken-, Sterbe-, Invaliden- und Arbeitslosenkasse, indem die wöchentlichen Beiträge Fr. 2.60 betragen. So hat die Typographia Bern seit ihrer Gründung im Jahre 1848 bis zum 31. Dezember 1916 an Unterstützungen die riesige Summe von 1‘500‘000 Franken ausbezahlt. Dazu gesellen sich die Ausgaben für Reiseunterstützung, Abreisegeld, Zeitungen, Bibliothek, Verwaltung, Kummerfonds, Vorträge, Beiträge für verschiedene Institutionen usw. Und dann nicht zu vergessen die Unterstützungen für die allgemeine Arbeiterbewegung des In- und Auslandes, sowohl aus der Kasse gespendet wie durch freiwillige Sammlungen zusammengesteuert, denn seit 1848 bis zum heutigen Tage hat sich noch keine Gewerkschaft umsonst in der Stunde der Not an die Typographia Bern gewendet. (...). Strassenbahner-Zeitung, 18.1.1918.

Prämien-Obligationen-Anleihe. 18.1.1918.pdf

30.07.1914 Zürich
Strassenbahner

Entlassung
Rechtsschutz
Notunterstützung
Sektion Burgwies. Am 30.7.1914 hielt unsere Sektion ihre Monatsversammlung ab, die von 29 Mann besucht war. Die Traktanden und das Protokoll wurden genehmigt. Der Obmann gab den Beschluss des Zentralvorstandes bekannt, wonach den Mitgliedern, welche mit den Beiträgen 3 Monate im Rückstand sind, ein Rechtsschutz- und Unterstützungsgesuch nicht mehr bewilligt wird. Für die ausgesperrten Uhrenarbeiter in Grenchen wurde eine Unterstützung von Fr. 50.- beschlossen. Der Obmann ersuchte die Kollegen, vom kommenden Winter an bei Kohlebedarf sich an den Lebensmittelverein Zürich zu wenden. Obmann Bünzli gab Aufschluss über die Angelegenheit Lustenberger in der Sektion Luzern. Das Vorgehen der Sektion Luzern, sowie der Verwaltung gegenüber Genosse Lustenberger wurde in der Diskussion scharf kritisiert. Die weitere Schritte wurden dem Verbandsvorstand überlassen. (…). Strassenbahner-Zeitung 14.8.1914
17.07.1914 Zürich
Strassenbahner

Notunterstützung
Die Sektion Badenerstrasse hat in letzter Zeit viel betrübliches durchzumachen. Vom Unglück schwer betroffen wurde unser Kollege M., welcher durch einen Unfall ein Knäblein verloren hat, während er selbst und ein zweites Kind schwer verletzt wurden. Das Mitleid mit den schwergeprüften Eltern ist allgemein. Die Sektion bewies anlässlich ihrer letzten Monatsversammlung, dass es ihr nicht gleichgültig ist, wenn eines ihrer Mitglieder leidet. Der Wunsch des Obmanns, man möchte dem Kollegen M. auch materiell beistehen, fand offene Herzen. Ja, es war eine Freude, zu sehen, wie gebefreudig sich die Mitglieder an der Sammlung beteiligten, kamen doch in wenigen Minuten annähernd 100 Franken zusammen. Ehre solchem Opfersinn. Auch ein anders Mitglied, unser G.K., hat schwere Zeiten durchzumachen. (…). Strassenbahner-Zeitung 17.7.1914
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