Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Kapitel > Nahrungsmittel
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 11

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
18.12.2018 Italien
Nahrungsmittel
Personen
SEV Schweiz
Françoise Gehring
Betriebsunfälle
Gesundheitsschutz
Nahrungsmittel
Todesfall
Volltext
Der bittere Preis der Tomaten. Wie die italienische Wochenzeitung L’Espresso schreibt, sind in den letzten sechs Jahren über 1500 Erntehelfer ums Leben gekommen. In der allgemeinen Gleichgültigkeit. Die Werbung für Tomaten und Tomatensaucen ist schmeichelhaft und überzeugend; sie zeigt idyllische Bilder von glücklichen Familien, die um einen Tisch sitzen, während nebenan in der Küche der süssrote Sugo spritzig blubbert. Die warme Frucht der Erde, die an lange Sommerabende erinnert, hat aber eine brutale Kehrseite: Es sind die Menschen – ausländische wie italienische –, die an der Ausbeutung zugrunde gehen. Die Tomatenernte, aber auch jene der Clementinen, rechnet sich in Toten. Personen, getötet von der Hitze, der Erschöpfung, der Verzweiflung. Aber auch von jenen, die es nicht zulassen, dass die Erntehelfer sich für sich selbst und andere einsetzen. Der malische Gewerkschafter Soumayla Sacko wurde am 2. Juni 2018 in Kalabrien umgebracht, weil er für die Rechte dieser Arbeiter kämpfte. Derweil der Kameruner Jean Pierre Yvan Sagnet – diplomiert am Politechnikum Turin und 2017 von Staatspräsident Sergio Mattarella mit dem Verdienstzeichen geehrt – eine Bewegung gegen die illegale Anwerbung von Landarbeitern im Umfeld des Gutshofs Boncuri angeführt hat, die zur Festnahme von 16 Personen führte. Sie gehörten einer kriminellen Organisation an, die in der Gegend von Rosarno, Nardò und andern Orten in Apulien aktiv war. Der Fernsehsender „Arte“ hat seiner Geschichte einen Dokumentarfilm gewidmet: (…). 
SEV, 18.12.2018.
SEV > Betriebsunfälle. Gesundheitsschutz. SEV, 2018-12-18.
Ganzer Text
17.03.2017 Deutschland
DGB
Junge Welt
Nahrungsmittel

Arbeitsbedingungen
Nahrungsmittel
Volltext
„Schattenwelt“ in der Fleischfabrik. Wurstgigant Tönnies expandiert. Arbeiter werden ausgebeutet, berichtet der DGB. Die Tönnies Holding ist Deutschlands grösster Schlachtbetrieb für Schweine. Am Mittwoch legte das „Familienunternehmen“ in Rheda-Wiedenbrück seine Jahresbilanz vor. Der Umsatz der Wurstmagnaten ist um 13 Prozent auf 6,35 Milliarden Euro gestiegen. Bereinigt um den Zukauf des dänischen Konkurrenten Tican waren es allerdings nur 0,8 Prozent. „Die Zeiten des überdimensionalen Wachstums in Deutschland sind vorbei“, zitierte die „Süddeutsche Zeitung“ (Donnerstag) Firmenpatriarch Clemens Tönnies. Nach Angaben des Verbandes der Fleischwarenindustrie sank der Pro-Kopf-Verbrauch 2015 auf 59,2 Kilo. Weil die Monopole aber weiter wachsen wollen, stehen – begünstigt durch die niedrigen Zinsen – Übernahmen an. In Russland sieht sich Tönnies nach einem weiteren Schlachter um. Zur Veröffentlichung der Bilanz wurde der Presse auch eine Führung durch das Werk angeboten, um den reibungslosen Arbeitsablauf vorzuführen. Vorenthalten wurden den Journalisten allerdings Schilderungen von Beschäftigten, auf die der Deutsche Gewerkschaftsbund aufmerksam macht. In einer am 6. Februar veröffentlichten Studie erklärt Szabolcs Sepsi, Koordinator für die Fleischindustrie bei der Beratungsstelle „Faire Mobilität“, in den vergangenen Jahren habe ein „enormer Konzentrationsprozess“ stattgefunden. Sechs Konzerne beherrschten den Markt. In den Schlachthöfen und Zerlegebetrieben arbeiteten oft mehrere hundert oder tausend Menschen. Aber nur eine Minderheit der dort Tätigen seien bei diesen Unternehmen angestellt. (…). Jennifer Weichsler.
Junge Welt, 17.3.2017.
Junge Welt > Nahrungsmittelindustrie. Arbeitsbedingungen. Junge Welt, 2017-03-17.
Ganzer Text
30.03.2016 Schweiz
Juso
Nahrungsmittel
Personen
Fabian Molina
Nahrungsmittel
TISA
Volltext
Nein zur Konzerndiktatur – Ja zur Ernährungssouveränität! Anlässlich der Einreichung der Initiative für Ernährungssouveränität richtete Fabian Molina folgende Worte an die Anwesenden. Mit der neoliberalen Wende in den 80er Jahren setzte auch im Bereich Landwirtschaft eine Liberalisierungswelle im Interesse der grossen Agrarfirmen ein, die zerstörerische Konsequenzen für Mensch und Natur hat. Zahlreiche südliche Länder wurden gedrängt Schutzzölle abzubauen und ihre Märkte zu öffnen, damit die oft selbst hochsubventionierten Grosskonzerne, meist aus den USA oder Europa, neue Absatzmärkte finden. Diese Politik hatte und hat auch für die Landwirtschaft im Norden verheerende Auswirkungen. Der ungerechte Freihandel beschleunigte den Strukturwandel und vergrösserte die Ungleichheit. Auch nimmt die Intensivierung der Landwirtschaft zu, der Einsatz von Gentechnik wird immer salonfähiger und die Arbeitsbedingungen geraten zusätzlich unter Druck. Weltweit profitieren davon nur ein paar wenige. Heute droht neues Ungemach: (…). Fabian Molina.
Juso, 30.3.2016.
Personen > Molina Fabian. Tisa. Landwirtschaft. Juso Schweiz, 2016-03-30.
Ganzer Text
16.10.2012 Schweiz
Armut
Initiativen Schweiz
Juso
Nahrungsmittel
Personen
Work
Josef Lang
Christian Levrat
David Roth
Adrian Soller
Nahrungsmittel
Nahrungsmittel-Initiative
Spekulation
Volltext

Juso-Initiative will Spekulation mit Nahrungsmitteln stoppen. Spiel mir das Lied vom Tod. Spekulanten treiben Lebensmittelpreise dramatisch in die Höhe. Sie zwingen damit 40 Millionen Menschen zusätzlich in den Hunger. Und CS und UBS machen mit bei diesem dreckigen Geschäft. Reis, Mais, Soya oder Weizen sind zum Essen da. Doch Banken, Rohstoffkonzerne und Fonds haben aus Lebensmitteln Spekulationsmittel gemacht. (...). Adrian Soller.

Work. Freitag, 19.10.2012.
Juso > Nahrungsmittel. Initiative. 19.10.2012.

Ganzer Text

 

22.06.2012 Schweiz
Nahrungsmittel
Personen
Work
Michael Stötzel
Ernährung
Volltext
Eine Handvoll Saatgutkonzerne kontrolliert unser Essen. Berner Rosen von der Agrochemie. Eine neue Studie zeigt: Das meiste Gemüse auf unseren Tellern stammt von den Agrochemiekonzernen Monsanto und Syngenta. Zum Beispiel die Tomate: Weltweit sind über 4000 Sorten bekannt. Doch bis in die Regale der Grossverteiler schaffen es nur die, die profitabel produziert werden und optisch stimmen. Sorten, die zu anfällig sind, zu klein, zu schrumpelig, verschwinden. Ausser sie werden gefördert. (...). Michael Stötzel.

 

Work, Freitag, 22.6.2012.
Personen > Stötzel Michael. Nahrungsmittel, 22.06.2012.doc.

Ganzer Text

27.04.1923 Schweiz
Arbeitsamt
Nahrungsmittel
Strassenbahner-Zeitung

Lebenshaltungskosten
Preise
Teuerung
Volltext

Steigende Preise. Den Behördenmitgliedern, die so gerne vom Preisabbau faseln, um damit die Lohnkürzungen zu begründen, kann der nachstehende Bericht vor Augen gehalten werden. Er ist keineswegs tendenziös aufgebauscht, stammt er doch von einer Amtsstelle, die sicher noch nie in den Verdacht übertriebener Arbeiterfreundlichkeit gekommen ist. Das Eidgenössische Arbeitsamt berichtet nämlich über die Kosten der Lebenshaltung im März folgendes: „Der Berichtsmonat weist eine lebhaftere Preisbewegung auf als der Vormonat. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-04-27.
Strassenbahner-Zeitung > Lebenshaltungskosten. 1923-04-27.doc.

Ganzer Text

03.03.1922 Sowjetunion
Zürich
Gemeinde- und Staatsarbeiter Zürich
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Nahrungsmittel
Personen
Otto Müri
Hunger
Volltext
Gemeinde- und Staatsarbeiter Zürich. An die Mitglieder der Sektion Zürich, städt. Arbeiter und Angestellte und der übrigen Verbandssektionen! Die Generalversammlung der Sektion Zürich vom 8. März 1922 beschlossen auf Antrag des Vorstandes einstimmig, in allen Depots und Gruppen Sammellisten aufzulegen, deren Ertrag zur Bekämpfung der Hungersnot in Russland verwendet werden soll. Der Schlusstermin der Sammlung wurde auf den 31. März festgelegt. Das Ergebnis wird gruppenweise im  Verbandsorgan publiziert und das Geld dem Verband überwiesen werden. Bereitwillig hat hier die Generalversammlung eine Ausnahme von der Regel gemacht und (...). Otto Müri.

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 10.3.1922.
Gemeinde- und Staatsarbeiter Zürich > Hungersnot. Sowjetunion. 1922-03-03.doc.

Ganzer Text

15.06.1918 Schweiz
Brotamt
Nahrungsmittel
Personen
Strassenbahner-Verband
Johann Siegenthaler
Brotkarte
Rationierung
Volltext

Für die Zusatzbrotkarte. Für die Zusatzbrotkarte wurde folgende neue Eingabe an die kompetente Amtsstelle gerichtet: Basel, den 15. Juni 1918. An das eidgenössische Brotamt in Bern. Sehr geehrter Herr Vorsteher! Unterzeichneter Verband hat bei Einführung der Brotkarte an Ihre Amtsstelle das Gesuch gerichtet, es möchte das Fahrpersonal der Städtischen Strassenbahnen bei der Zuteilung der Brotrationen unter die Kategorie der Schwerarbeiter eingereiht werden. Das Gesuch wurde damals von Ihnen mit der Begründung abgelehnt, dieses Personal falle nicht unter den Begriff Schwerarbeiter. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 21.6.1918. Standort: Sozialarchiv.

Ganzer Text

02.11.1917 Schweiz
Landwirtschaft
Nahrungsmittel
Strassenbahner-Zeitung

Ernährung
Nahrungsmittelpreise
Volltext

Zum Kartoffelmangel. Die Kartoffelernte war in diesem Herbst in der Schweiz zu gross, als dass es den Leuten in den Kopf gehen will, dass  jetzt Kartoffelmangel herrschen kann. In sozialdemokratischen wie auch in bürgerlichen Blättern ist auf diesen schreienden Widerspruch sowie auf die Tatsache hingewiesen worden, dass man sich in der Schweiz mit deutschen Kartoffeln begnügen muss. Nun kommt der „Genossenschafter", das Organ der ostschweizerischen landwirtschaftlichen Genossenschaften, und höhnt gegen die Zeitungen, die sich erlaubten, der Kartoffelfrage wegen ihr Missfallen zu äussern, also: (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1917-11-02.
Strassenbahner-Zeitung > Kartoffelmangel. 1917-11-02.doc.

Ganzer Text

05.10.1917 Schweiz
Erster Weltkrieg
Nahrungsmittel
Strassenbahner-Zeitung

Ernährung
Geschichte
Volltext
Wucher

Städtische Lebensmittelversorgung im Mittelalter. Wer da glaubt, dass die während des gegenwärtigen Krieges eingeführte behördliche Regelung der Lebensmittelversorgung etwas Neues, Niedagewesenes sei, der irrt sich. Während des ganzen Mittelalters haben in den Städten Einrichtungen bestanden, die den heutigen ähnlich sind. Das Wort Rabbi Ben Akiba: „Alles schon da gewesenl" kommt einem unwillkürlich in den Sinn, wenn man die heutige Kriegswirtschaft mit der mittelalterlichen Stadtwirtschaft vergleicht. Die mittelalterliche Stadt befand sich in einer fortwährenden Sorge um ihre wirtschaftliche Existenz. Die Kriege und Fehden lösten einander ab, und wenn zeitweilig Ruhe im Land war, so bereiteten die schlechten Verkehrsverhältnisse grosse Schwierigkeiten in der Lebensmittelversorgung. Da herrschte nicht selten eine Knappheit an Lebensmitteln, die in Hungersnot ausartete. So ergab es sich denn ganz von selbst, dass Massnahmen getroffen wurden, die die Herstellung und den Verbrauch von Lebensmitteln regelten. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1917-10-05.
Strassenbahner-Zeitung > Lebensmittelversorgung. Geschichte. 1917-10-05.doc.

Ganzer Text

12.01.1917 Schweiz
Helvetische Typographia
Nahrungsmittel
Strassenbahner-Zeitung

Lebenshaltungskosten
Preise
Teuerung
Volltext

Ein bitterböses „Neujahrskindli". Ein bitterböses „Neujahrskindli“ ist dem Schweizer Volk aus Bern beschert worden. Das Volkswirtschaftsdepartement hat eine Steigerung der Butterpreise um 50 Rappen per Kilo verfügt. Der Doppelzentner Käse, erster Qualität, ist um Fr. 40.- gesteigert worden und selbst der Magerkäse muss jetzt mit Fr. 2.- das Kilo bezahlt werden. Gleichzeitig kündigte das Militärdepartement einen Aufschlag von Fr. 4.- auf dem Doppelzentner Weizen und Fr. 2.- auf dem Doppelzentner Mais an. Man fragt sich, ob dies notwendig war. Zugegeben, dass die Preise auf dem Weltmarkt höher sind als der Verkaufspreis des Bundes. (...).

Strassenbahner-Zeitung, 1917-01-12. Standort: Sozialarchiv.
Strassenbahner-Zeitung > Lebenshaltungskosten. 1917-01-20.doc.

 

Lebenshaltungskosten. 1917-01-12.pdf

1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden