Gewerkschaftschronik
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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
11.11.1983 Bodio TI
Monteforno SA
WOZ

Monteforno SA
Streik
Volltext
Zugeständnisse der Monteforno-Direktion nach dem Streik. Konzernlogik in der Sonnenstube. Seit der Übernahme der Monteforno durch den Von-Roll-Konzern vor sechs Jahren wurde die Produktivität im Werk Bodio auf Teufel komm raus gesteigert: Personalabbau, Verweigerung' des Teuerungsausgleiches, Disziplinierung am schwarzen Brett. Vergangene Woche reichte es den Beschäftigten. Als im Oktober 1977 die Von Roll Gerlafingen die Übernahme der Aktienmehrheit der Monteforno-Stahlwerke bekanntgab, fragte man sich: was werden die Manager aus der deutschen Schweiz mit den unmodernen Anlagen im Tessin anfangen? Die Übernahme hatte ein wildes Karussell von Aktienschiebereien, internen Machtkämpfen. improvisierten Umstrukturierungen, Betriebsschliessungen und Wiedereröffnungen beendigt. „Es gibt keine Gründe zum Optimismus“, meinte ETH-Professor Angelo Rossi trotzdem, und prophezeite innert zwei Jahren 400 Entlassungen: das wäre immerhin knapp die halbe Belegschaft. Von anderer Seite wurde vermutet, dass die Von Roll die Produktion von Armierungseisen (40% der gesamtschweizerischen Leistung) in Bodio ganz aufgeben würde zu Gunsten von Gerlafingen, wo immerhin heute schon 20% der schweizerischen Leistung produziert werden. Gewerkschaften und PSA hofften immerhin, dass die Von Roll nicht einfach 33 Millionen Franken zum Fenster hinaus warf, besonders da es sich ja nicht nur um eigenes, sondern auch um Hoffroche-Kapital handelt. Allseits wurden verbindliche Erklärungen zur Erhaltung der Arbeitsplätze gefordert. (…). Peter Schrembs. WOZ, 11.11.1983.
WOZ > Moneforno. Streik. WOZ, 1983-11-11.
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24.06.1971 Bodio TI
Löhne
Monteforno SA
Vorwärts

Lohnerhöhungen
Monteforno SA
Streik
Volltext
Streik – Massregelung. Ein von der ganzen 800köpfigen Belegschaft - ausländischen und Schweizer Arbeitern - der Stahl- und Walzwerke der Monteforno SA in Bodio, dem grössten Industriebetrieb des Tessins, ausgerufener Streik ist nach zwei Tagen am vergangenen Donnerstagabend erfolgreich endet worden. Da die Unternehmungsleitung (Verwaltungsratspräsident ist Dr. Alliato-Nobile, Mailand, die von der Betriebskommission im Namen der Belegschaft vertretenen Forderungen (Erhöhung der Stundenlöhne um 70 Rappen, Ferienzulage von 240 Franken, Revision der Akkordarbeit und Bezahlung eines achten Feiertages) abgelehnt hatte, gleichzeitig aber den Aktionären zum Fabrikjubiläum mit der Ausgabe neuer Aktien ein Geschenk von vier Millionen Franken zuschob, legten die zur Mehrzahl gewerkschaftlich organisierten Arbeiter trotz Friedensabkommen die Arbeit nieder. Der von der ganzen Belegschaft befolgte Streik zwang die Monteforno-Konzernbosse zum Einlenken, Ein vom SMUV und dem christlichen Metallarbeiterverband ausgehandelter Kompromiss, die Monatslöhne inklusive Teuerungszulage um 7 Franken zu erhöhen, eine Spezialprämie von 150 Franken und den achten bezahlten Feiertag zu gewähren, wurde nach zweitägigem Streik von der Betriebsversammlung fast einstimmig angenommen. Es darf füglich bezweifelt werden, ob die 800 Stahlwerker denselben Erfolg realisiert hätten, wenn sie dem Appell der Gewerkschaftsführung, auf die Waffe des Streiks zu verzichten, gefolgt wären. Kurzstreik bei Arkina, Yverdon. (…).
Vorwärts, 24.6.1971.
Vorwärts > Streiks. Gewerkschaftsrechte. Vorwaerts, 1971-06-24.
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