Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 12

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
20.03.2015 Biasca
Giubiasco
Mendrisio
Ferriere Cattaneo SA
Personen
Work
Ralph Hug
Ferriere Cattaneo SA
Lohnkürzungen
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Waggonbauer Aleardo Cattaneo kürzt Löhne nicht. Büezer setzten sich durch. Erst spuckte er grosse Abbautöne. Doch dann musste der Swissmem-Vize Aleardo Cattaneo zurückkrebsen. Das sah von Anfang an schlecht aus für den Unternehmer Aleardo Cattaneo aus Giubiasco TI. Praktisch alle rund 80 Angestellten seiner Güterwaggonfabrik Ferriere Cattaneo SA erteilten seinen Plänen an einer Betriebsversammlung eine Abfuhr. Cattaneo wollte wegen des starken Frankens den Grenzgängern ihren Lohn um sieben, den einheimischen Angestellten um drei Prozent kürzen. Sonst, so drohte er, werde er die Produktion von Güterwaggons in die Slowakei verlegen und in der Schweiz Arbeitsplätze abbauen. Der Patron meinte damals gegenüber Work unverblümt: „Unser Ziel ist es, Gewinn zu machen.“ Jetzt ist Cattaneo leiser geworden. Angesichts des Widerstands hat er die Lohnkürzung aufgegeben. „Die Löhne bleiben“, bestätigte er auf Anfrage von Work. Sicher haben ihn auch die Streiks von Biasca und Mendrisio beeindruckt. Auch dort wehrten sich Büezer mit Erfolg gegen gekürzte Löhne. (…). Ralph Hug.
Work, 20.3.2015.
Personen > Hug Ralph. Ferriere Cattaneo SA. Löhne. Work, 20.3.2015.
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13.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Personen
Vorwärts
Thomas Schwendener
Exten SA
Lohndumping
Streik
Volltext
Ein kleiner Lichtblick. Es ist noch nicht ganz zwei Monate her, seit die Schweizer Nationalbank die Euro-Untergrenze öffentlich aufgekündigt und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Die Politik war sich damals einig: Jetzt kommen schwere Zeiten auf die Schweizer Exportindustrie und den Tourismus zu. Uneinjg war man sich bloss darin, wie darauf zu reagieren sei und wie gravierend die Auswirkungen sein würden. Mittlerweile haben viele Unternehmen - nicht nur in den Randregionen - entsprechende Schritte unternommen: Einstellungsstopp, Entlassungen, Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung. Man kann den Inhalt der Massnahmen in einem einfachen Satz zusammenfassen: Das Kapital versucht, sich auf Kosten der Proletarisierten schadlos zu halten. Das ist ein altes und bekanntes Spiel, das einem grundlegenden Muster folgt. Alles was die Unternehmen einsacken können, fehlt den Arbeitenden und alles was die Arbeitenden sich erkämpfen können, geht zu Lasten der Profite der Unternehmen. Wer in diesem Kampf momentan leider am längeren Hebel sitzt, liegt auf der Hand. Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick im Tessin: (…).
Thomas Schwendener.
Vorwärts, 13.3.2015.
Vorwärts > Exten SA. Streik. Vorwärts, 13.3.2015.
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05.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Personen
Work
Ralph Hug
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Nach acht Tagen Streik nimmt die Tessiner Kunststofffirma Exten die Lohnkürzungen zurück. Freudentränen in Mendrisio. Um 26 Prozent wollte Exten-Chef Luigi Carlini Grenzgängern den Lohn kürzen. Doch die Arbeiter streikten. Und setzten sich durch. Erleichterung, Umarmungen und Freudenrufe: Nach acht Tagen und sieben Nächten Streik sind die angedrohten Lohnkürzungen vom Tisch. Exten-Chef Luigi Carlini muss zurückkrebsen. Die Arbeiter können es noch gar nicht richtig fassen. Der starke Franken. Alles fing mit einem Brief an die Unia an. Es war ein verzweifelter Hilferuf: „Sie wollen unsere Löhne kürzen. Alle haben Angst vor der Entlassung, und niemand wagt zu protestieren“, stand darin, ohne Unterschrift. „Kommt und redet mit dem Chef!“ Wie sich herausstellte, hatte Exten-Chef Carlini brutale Lohnkürzungen angekündigt. 26 Prozent für die Grenzgänger, 16 Prozent für die Einheimischen. Begründung: der starke Franken. Carlini stellte die Büezer vor die Wahl: Entweder sie unterschrieben eine Änderungskündigung, oder er verlege die Arbeitsplätze, oder er müsse die Hälfte des Personals entlassen. Am 11. und 12. Februar sollten alle Angestellten einzeln in die Lohnkürzung einwilligen. Das hätte für die Grenzgänger ganze drei Monate Gratisarbeit im Jahr bedeutet, für die Einheimischen zwei Monate. Briefe der Gewerkschaft liess das Management von Exten unbeantwortet. Am 19. Februar morgens um halb sechs legten deshalb die Arbeiter der Nacht- sowie jene der Frühschicht die Arbeit nieder. (…). Francesco Bonsaver, Ralph Hug.
Work online, 5.3.2015.
Personen > Hug Ralph. Exten SA. Streik. Work online, 5.3.2015.
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02.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Exten SA: Streik beendet. Die Arbeiter der Plastikfolienfabrik Exten SA haben am Donnerstagabend ihren Streik unterbrochen, nachdem die Firma die Lohnkürzungen zumindest vorläufig zurückgezogen hat. Die Sozialpartner haben jetzt bis Ende April Zeit, Lösungen zu suchen. Nach einer Intervention der Tessiner Staatsrätin Laura Sadis, die auch dem kantonalen Einigungsamt vorsteht, einigten sich die Parteien auf folgende Punkte: Ddie Lohnkürzungen (26% für Grenzgänger/innen, 16% für Einheimische) werden suspendiert. Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Parteien, die bis am 30. April abgeschlossen sein müssen. Sofortiger Streikabbruch und Zusage der Firma, gegenüber den am Streik Beteiligten keine Massnahmen zu ergreifen.
Unia Tessin, 2.3.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Lohnkürzungen. Streik. Unia Tessin, 2.3.2015.
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23.02.2015 Mendrisio
Exten SA
Streik
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Exten SA Mendrisio: Petition zur Unterstützung der Streikenden. Streik gegen Lohnsenkungen geht weiter. Seit dem 19. Februar stehen die Maschinen der Plastikfolienfabrik Exten SA in Mendrisio (TI) still. Die rund 100 Beschäftigten wehren sich gegen massive Lohnsenkungen von bis zu 26 Prozent, die der Betrieb unter dem Vorwand der Frankenstärke durchsetzen will. Verhandlungen haben bisher zu keinem Resultat geführt. Gestern wurde im Tessin zur Unterstützung der Streikenden eine Petition lanciert. Der Streik geht auch morgen weiter. Die Lohnsenkung, welche die Firma Exten SA durchsetzen will, ist eine Zumutung: Grenzgänger/innen sollen 26 Prozent weniger verdienen, Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz 16 Prozent. Konkret bedeutet das, das Einheimische übers Jahr gerechnet von insgesamt 13 Monatslöhnen über zwei, Grenzgänger/innen über drei verlieren. Dabei sind die Löhne schon jetzt erbärmlich tief: Ein Dreher mit Wohnsitz im Ausland würde neu noch auf lumpige 2400 Franken, einer mit Wohnsitz in der Schweiz auf 2‘700 Franken kommen. Die Beschäftigten unterstehen keinem Gesamtarbeitsvertrag und sind deshalb schlecht geschützt. Sie wurden einzeln vor die Wahl gestellt, entweder die Lohnkürzungen zu akzeptieren, „oder wie schliessen den Betrieb“. Gleichzeitig weigerten sich die Direktion, Zahlen vorzulegen, um ihre Massnahme zu begründen. (…).
Unia Tessin, Medienmitteilung, 23.2.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Streik. Lohnkürzungen. Unia Tessin, 2015-02-23.
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19.02.2015 Mendrisio
Exten SA
Streik
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Volltext
Streik gegen Lohnkürzungen in Tessiner Firma. Seit heute Morgen um 5 Uhr streiken die rund 100 Beschäftigten der Firma Exten SA in Mendrisio. Sie wehren sich gegen massive Lohnkürzungen, welche die Firma unter dem Vorwand der Frankenstärke durchsetzen will. Die Firma Exten SA produziert Plastikmaterialen und beschäftigt rund 100 Personen. Im Januar kündigte die Direktion den Beschäftigten massive Lohnsenkungen von 16% für Einheimische und 26% für Grenzgänger/innen an und begründete dies mit der Stärke des Frankens gegenüber dem Euro. Ein Dreher mit Wohnsitz im Ausland, der bisher 3‘200 Franken pro Monat (x13) verdiente, würde noch auf 2‘368 Franken kommen, ein Einheimischer auf 2‘688 Franken. Vogel friss oder stirb. Die Unternehmensleitung weigerte sich, Zahlen auf den Tisch zu legen, um den Entscheid zu belegen. Die Belegschaft stellte sie vor vollendete Tatsachen: „Wenn ihr die neuen Verträge nicht unterzeichnet, wird der Betrieb geschlossen“. Belegschaft beschliesst Streik. Als Reaktion beschloss gestern die Belegschaft, die Arbeit einzustellen und auf folgenden Forderungen zu beharren: Mit Fotos. (…).
Unia Tessin, 19.2.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Streik. Lohnkürzungen. Unia Tessin, 2015-02-19.
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24.01.2014 Mendrisio
Schweiz
Personen
Sonntagsarbeit
Unia Schweiz
Work
Vania Alleva
Marco Geissbühler
Arbeitsgesetz
Ladenöffnungszeiten
Volltext

Am Volk vorbei: FdP-Ständerat Fabio Abate und der Bundesrar wollen durch die Hintertür mehr Sonntagsarbeit einführen. Gutachter urteilt: Gesetzeswidrig! Der Bundesrat will Einkaufszentren am Sonntag öffnen. Doch zwei Rechtsprofessoren urteilen: Das verstösst gegen Gesetz und Verfassung der Schweiz. Einkasufszentren für „Einkaufstouristen“ sollen am Sonntag öffnen dürfen, ohne dass eine Bewilligung für Sonntagsarbeit eingeholt werden muss. So verordnet es der Bundesrat. Er folgt dabei einem Vorstoss des Tessiner FdP-Ständerates und Lobbyisten Fabio Abate. Das ist ein weiterer Trick, um heimlich die Sonntagsarbeit in der Schweiz einzuführen. (...).Marco Geissbühler.

Work, 24.1.2014.
Personen > Geissbühler Marco. Ladenöffnungszeiten. Sonntagsarbeit. Work. 2014-01-24.

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23.01.2014 Mendrisio
Schweiz
Personen
SGB
Luca Cirigliano
Ladenöffnungszeiten
Sonntagsarbeit
Volltext

Schluss mit undemokratischer Einführung von Sonntagsarbeit! Es braucht keine "Lex Foxtown". Das Seco will offenbar den generalisierten Sonntagsverkauf über den Verordnungsweg, und somit an Volk und Kantonen vorbei, einführen. Es entspricht damit dem Druck einer starken Lobby um den Betreiber des Shopping-Centers „Foxtown“ in Mendrisio. Die Gewerkschaften bekämpfen diese Absicht, auch juristisch. Ein Gutachten der Universität Neuenburg gibt ihnen Recht. Die überwiesene Motion Abate will neu den Sonntagsverkauf von Luxusgütern in Grenz- und Tourismusgebieten zulassen. Das ist ein weiterer grosser Schritt hin zum allgemeinen Sonntagsverkauf. Der Bundesrat resp. das Seco will die Änderungen nun bloss in einer Verordnung und nicht im Gesetz festlegen. So soll jegliche direktdemokratische Kontrolle und die Opposition der Kantone als der eigentlich Zuständigen verunmöglicht werden. Rechtsstaatlichkeit wäre geritzt. (...).
Luca Cirigliano.

SGB, 23.1.2014.
SGB > Ladenöffnungszeiten. Sonntagsarbeit. SGB. 2014-01-23.

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10.05.2013 Mendrisio
TI Kanton
Emigranten
Löhne
Personen
Work
Matthias Preisser
Grenzgänger
Lohndumping
Normalarbeitsvertrag
Volltext

Das Tessin hat sich zur Sonderproduktionszone entwickelt. Auf dem Buckel der ltaliener. Vornehmlich im Mendrisiotto haben sich gezielt Firmen angesiedelt, um mit mies bezahlten Grenzgänge3rn Kosten sparen wollen. Nun geht der Kanton gegen den Lohndruck vor. Ohne Grenzgängerinnen und Grenzgänger würde im Tessin nicht viel funktionieren: Ihre Zahl ist in den vergangenen 10 Jahren um zwei Drittel auf 55‘000 Personen angestiegen. Jede und jeder vierte Arbeitnehmende kommt heute jeden Tag aus Italien zur Arbeit ins Tessin. In der Industrie ist ihr Anteil mit 50 Prozent gar doppelt so gross. Auch im Dienstleistungsbereich arbeiten im Tessin immer mehr Grenzgängerinnen und Grenzgänger. (...). Matthias Preisser.

Work, 10.5.2013.
Personen > Preisser Matthias. Lohndumping. TI Kanton. 2013-05-10.

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05.02.2010 Mendrisio
Personen
Work
Mariangela Parisi
Todesfall
Jetzt ist Verkäuferin Mariangela Parisi tot. Einkaufstempel Fox Town: Seit Jahren ist in Mendrisio TI bekannt, wie gefährlich der Arbeitsweg ist. Ein erstes Auto, dann noch ein zweites. Mariangela Parisi war sofort tot. Nun fordern die Arbeitskolleginnen Taten zur Beruhigung des Verkehrs. Der 5. Januar ist ein kalter, dunkler Abend. In der Industriezone von Mendrisio TI wirkt er wahrscheinlich noch etwas düsterer. Es ist 19.15 Uhr, als die Verkäuferin Mariangela Parisi nach einem anstrengenden Arbeitstag zu ihrem Auto hastet. Die 42.jährige Italienerin will heim nach Venegono Superiore, einem Dorf südlich von Varese (I). (...). Mit Fotos von Didier Ruef und Foto von Mariangela Parisi. Sina Bühler. Work 5.2.2010
03.06.1992 Mendrisio
Armut


Wenn das Geld nicht zum Bezahlen der Steuern reicht. In Mendrisio leben laut Steueramt erschreckend viele Arme. Ein Fünftel der Bevölkerung nicht steuerbar. Mit Foto. Tessiner Zeitung 3.56.1992
19.07.1918 Locarno
Lugano
Mendrisio
TI Kanton
Drahtseilbahn
Schifffahrt
Strassenbahner

Löhne
Streik
Volltext

Kampf im Tessin. Die Aktion des Personals der tessinischen Nebenbahnen, von der in der letzten Nummer eine Notiz Kenntnis gab, erweiterte sich zu einer Aufsehen erregenden Bewegung. Es handelte sich vor allem um Lohnforderungen, über deren Dringlichkeit angesichts der bestehenden Löhne keine Zweifel bestehen konnten. Bei der Locarno-Ponte Prolla-Bignasco-Bahn beträgt der Jahresgehalt Fr. 1600.-, bei den elektrischen Strassenbahnen in Locarno Fr. 1756.-, bei der Drahtseilbahn nach Madonna del Sasso Fr. 1820.-, bei der Bahn Biasca-Aquarossa Fr. 1720.-. Die nachfolgenden Verkehrsunternehmungen zahlen als Monatslöhne: die Dampfschiffgesellschaft des Luganersees Fr. 145-210.-, die Monte Bre-Bahn Fr. 145.-, die Bahn Chiasso-Riva San Vittale Fr. 145.-. Die Forderungen lauteten: 15% Gehaltserhöhung, im Minimum 300 Franken, 250 Franken Familienzulage, 60 Franken für jedes Kind. (...).

 

 Strassenbahner-Zeitung, 19.7.1918. Standort: Sozialarchiv.

TI Kanton > Strassenbahner > Streiks Tessin 19.7.1918.doc.

 

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