Gewerkschaftschronik
 Textverzeichnis minimieren

Sie sind hier: Textverzeichnisse > Stichwort > Matisa SA
Suchen Ortsverzeichnis Kapitelverzeichnis Personenverzeichnis Stichwortverzeichnis  

       
 
   
Anzahl gefundene Artikel: 4

1
 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
09.03.1983 Schweiz
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Matisa SA
Sozialplan
Streik
Volltext
Streik-Ende ohne Problem-Lösung… Einmal mehr wird im Streikfall Matisa in der Öffentlichkeit die Frage gestellt, wer ist jetzt „Sieger“, wer der „Besiegte“? Das einzige Streikziel. die Verhinderung der von der Firmenleitung in Aussicht genommenen Entlassungen von 82 der gegenwärtig noch 334 Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen, konnte nicht erreicht werden. Man blieb sowohl in den schweizerischen wie kanadischen Chefetagen hart und ist damit dem effektiven Abbauziel - einer Verbesserung der Fixkostensituation des Unternehmens im Hinblick auf eine spätere Veräusserung - wohl etwas näher gekommen. Dass man in der kanadischen Konzernzentrale dafür eine möglichst günstige Ausgangslage schaffen möchte, hat Canron-Exekutiv-Vizepräsident William Niles indirekt bestätigt, indem er ja darauf hinwies, Uebernahmeinteressenten seien natürlich an einer betriebswirtschaftlichen „Sanierung“ interessiert. Wie schnell und unter was für Umständen eine Veräusserung jedoch in Frage kommt, lässt sich zurzeit von Aussenstehenden kaum eruieren. Möglicherweise gehört das einzige auf dem gleichen Produktegebiet tätige europäische Unternehmen, die österreichische Platzer AG, aus Gründen der „Konkurrenzelimination“ in den Kreis potentieller „Bewerber“. Für die Matisa-Beschäftigten selbst ist dieses Pokerspiel. das vor dem Hintergrund einer seit vielen Jahren inkompetenten Firmenleitung abläuft, natürlich nicht durchschaubar, wurde ihnen und ihrer gewählten Arbeitnehmervertretung doch seit Jahren seitens der Direktion nur (…).
SMUV-Zeitung, 9.3.1983.
SMUV Schweiz > Matisa SA. Streik. Sozialplan. SMUV Schweiz, 1983-03-09.
Ganzer Text
04.03.1983 Crissier VD
Matisa SA
Solothurner AZ
Streik

Matisa SA
Streik
Volltext
Streik bei Matisa beendet - Arbeiter gaben auf. Nach mehr als zwei Wochen Dauer ist am Donnerstagmittag der Streik bei der Maschinenfabrik Matisa SA in Crissier VD zu Ende gegangen. Die Arbeiter akzeptierten die ursprünglich angekündigten 82 Entlassungen, dafür wurden die am Montag bekanntgegebenen 48 fristlosen Kündigungen zurückgenommen. Diesen Vorschlägen des kantonalen Schlichtungsamtes stimmte sowohl die Direktion als auch die Arbeiter zu. Bei den Streikenden fiel die Entscheidung in einer Urabstimmung mit 103 gegen 43 Stimmen bei 3 Enthaltungen. Die Matisa SA in Crissier VD stellt Einrichtungen für die Montage und den Unterhalt von Eisenbahngeleisen her. Am 15. Februar hatte sie die Kündigung von 82 Arbeitnehmern bekanntgegeben. Nur zwei Tage später beschlossen die Matisa-Arbeiter mit 56 gegen 53 Stimmen einen unbefristeten Streik und forderten, die Entlassungen seien zurückzunehmen und dafür sei Kurzarbeit für die ganze Belegschaft einzuführen. Ein Vermittlungsvorschlag des kantonalen Einigungsamtes wurde am Freitag letzter Woche mit 79 gegen 69 Stimmen zurückgewiesen. Am Montag dieser Woche wurden 48 Kündigungen mit sofortiger Wirkung bekanntgegeben. Danach wurde weiterverhandelt. Die Arbeiter verpflichteten sich am Donnerstag, bis spätestens um 15 Uhr die Streikposten aufzuheben und wieder zu arbeiten. Der nun angenommene Plan sieht weiter vor, dass keine der ausgesprochenen Kündigungen vor dem 30. April wirksam wird. Immerhin sollen freiwillige Abgänge erleichtert werden. Ausdrücklich wurde auch festgehalten, gegenseitig auf Repressionen zu verzichten. (…).
SoAZ, 4.3.1983.
SMUV Schweiz > Matisa SA. Streik. SoAZ, 1983-03-04.
Ganzer Text
02.03.1983 Crissier VD
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Matisa SA
Streik
Volltext
Streikende suchen eine kompetente Direktion. Dass selbst sorgfältig vorbereitete Traktandenlisten und damit auch entsprechende Verhandlungsschwerpunkte plötzlich „auf den Kopf gestellt“ werden müssen, erlebte unser oberstes Exekutivorgan am letzten Donnerstag anlässlich der ordentlichen Februarsitzung. Grund dafür war die Streikaktion der Produktions- und Montagebeschäftigten im westschweizerischen Gleisunterhalts-Maschinenbau-lJn1ernehmen Matisa SA in Crissier und Renens. Dieser zur kanadischen Canton-Gruppe gehörende Industriebetrieb - wir berichteten darüber bereits in der letzten Nummer der „SMUV-Zeitung“ - sieht seine Belegschaft seit Jahren in der Rolle reiner Befehlsempfänger und brachte es - dank völlig inkompetenter ausländischer Direktion und entsprechendem Führungsstil- immer wieder fertig, das Personal an den Rand der Verzweiflung zu bringen. Doch damit nicht genug, auch die betriebswirtschaftliche Situation verschlechterte sich dank der wacker wurstelnden „Manager“ kanadischer, amerikanischer und bundesdeutscher Provenienz zusehends, so dass das 1974 noch rund 930 Köpfe zählende Unternehmen sukzessive auf knapp 340 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - darunter gut die Hälfte im Administrativbereich - zusammenschmolz. Aber nicht einmal dieser Bestand ist gesichert, kündigte die Firmenleitung doch am vergangenen 12. Februar an, man werde in drei Tagen über weitere Massenentlassungen informieren. Diese neue Abbauwelle - so wurde dann bekannt - soll nicht (…).
SMUV_Zeitung, 2.3.1983.
SMUV Schweiz > Matisa SA. Streik. SMUV-Zeitung, 1983-03-02.
Ganzer Text
23.02.1983 Crissier VD
Matisa SA
SMUV-Zeitung

Entlassungen
Matisa SA
Streik
Volltext
Matisa erneut bestreikt! Unsere In der letzten Ausgabe der „SMUV-Zeitung“ geäusserten Befürchtungen über eine neue Entlassungswelle bei der Firma Matisa, Materiel Industriel SA in Crissier bei Lausanne, haben sich leider bestätigt. 82 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter - je zur Hälfte aus dem Produktions- und Administrativbereich - sollen auf die Strasse gestellt werden. Darüber hinaus wird die bereits laufende Kurzarbeit von 30 Prozent auf insgesamt 136 Beschäftigte ausgedehnt. Die seit Jahren bestehenden Schwierigkeiten bei diesem hochspezialisierten Gleisbaumaschinenunternehmen können sicher nicht nur der Weltwirtschaftskrise angelastet werden. Vielmehr ist es so, dass dort immer wieder falsche Leute am falschen Platz sitzen. Firmenleiter, die jeweils vom Mutterhaus - der Canron-Gruppe in Kanada - eingesetzt wurden, gaben sich laufend die Türklinke in die Hand. Dem Amerikaner Harold Koenig folgte der Schwede B. Blomqwist, welcher übrigens kaum ein Wort Französisch spricht. Er wird nun ad interim von Roger Short, einem weiteren Kanadier, ersetzt, dem als Verwaltungsdirektor der Bundesdeutsche Rainer von Schack zur Seite steht. Was dieser auch dem Personaldepartement vorstehende Führungsmann von der vertragsrechtlichen Situation seines Unternehmens weiss - die Matisa SA ist Mitgliedfirma des Arbeitgeberverbandes Schweizerischer Maschinen- und Metall-Industrieller (ASM) -, zeigte sich in einem „Tagesschau“-Interview am letzten Donnerstag, wo Rainer von Schack elementarste Kenntnisse über die MMI-Vereinbarung und die dazu gehörenden Verabredungen vermissen liess. Kein Wunder also, (…).
SMUV-Zeitung, 23.2.1983.
SMUV-Zeitung > Matisa SA. Streik. Entlassungen. SMUV-Zeitung, 1983-02-23.
Ganzer Text
1


  
Copyright 2007 by Beat Schaffer   Nutzungsbedingungen  Powered by dsis.ch    anmelden