Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 88

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06.11.2018 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Gütertransport
SBB-Cargo
Volltext
SBB Cargo: Wagenladungsverkehr. Wie kommen die Gespräche über die Zukunft des Wagenladungsverkehrs im Rahmen der Interessengemeinschaft WLV voran? Der Verband der verladenden Wirtschaft lobt SBB Cargo für ihr offenes Ohr. Im März kündigte SBB Cargo an, die Hälfte ihrer noch 340 Zustellpunkte des Einzelwagenladungsverkehrs (EWLV) zu überprüfen, weil deren Auslastung von durchschnittlich zwei Wagen pro Tag für einen wirtschaftlichen Betrieb nicht genüge. Man müsse mit den Kunden über Zusammenlegungen oder flexible, nicht mehr tägliche Bedienung auf Bestellung sprechen. Zu diesem Zweck wurde die Interessengemeinschaft Wagenladungsverkehr (WLV) gegründet, bestehend aus SBB Cargo, dem Verband der Verlader, Anschlussgleis- und Wagenbesitzer VAP und dem VöV als Vertreter aller Verkehrsunternehmen. Eine positive Zwischenbilanz dieser Gespräche zogen VAP-Generalsekretär Frank Furrer und Hans-Peter Hadorn, Präsident der Kommission Güterverkehr des VöV, vor den Bahnjournalisten Schweiz an deren Inforeise zum Güterverkehr am 25. Oktober im Swissterminal in Frenkendorf (BL). Rahmenbedingungen verbessern. Frank Furrer ging zuerst auf den ständigen Rückgang des EWLV in den letzten Jahren ein. Als Gründe nannte er einerseits die allgemein schwierigen Rahmenbedingungen für den Schienengüterverkehr wegen fehlender Netzkapazitäten und Anlagen. Sowie wegen seiner Benachteiligung gegenüber dem Personenverkehr nicht nur bei den Trassen, sondern z.B. auch bei den vom Bund finanzierten Agglomerationsprogrammen: (…). Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > SBB-Cargo. Warentransport. SEV, 2018-11-06.
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28.08.2018 Genf
Personen
Schifffahrt
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
CGN Genf
Volltext
Zunehmende Regelverstösse auf den Schweizer Seen. Stress für die Schiffsführer/innen. Der Sommer 2018 ist schön und heiss und ladet zum Baden, Paddeln und Bötlen. Viele missachten dabei leider die einfachsten Grundregeln. Ein Albtraum für unsere Kolleg/innen der Kursschifffahrt… Von allen Schiffsbetrieben ist zu hören, dass Kapitäne täglich mehrfach heikle Notfallmanöver vollführen müssen, um gefährliche Situationen zu entschärfen, in die sich Badende, Paddlerinnen, Kanufahrer und andere „Wasserratten“ durch unbewusste oder bewusste Missachtung von Sicherheitsregeln begeben. Ein besonderes Problem ist das zum Teil waghalsige, ja selbstmörderische Verhalten gewisser Badender an den Landestegen. Dagegen hat die Genfersee-Schifffahrtsgesellschaft (CGN) im Juli denn auch eine Sensibilisierungskampagne lanciert. Immer weiter hinaus. Aber auch ausserhalb der 300-Meter-Uferzone, wo Matratzen und Gummiboote nichts mehr zu suchen haben und Schwimmwesten vorgeschrieben sind, tummeln sich immer mehr Hobbymatrosen unter völliger Missachtung nautischer Grundregeln. „Schwimmerinnen und Paddler wagen sich phänomenal weit hinaus, schneiden uns den Weg ab und sind sich keiner Gefahr bewusst. Beim ersten gröberen Windstoss ist die Notfallzentrale überfordert“, sagt CGN-Kapitän Mathias Gay-Crosier, der die SEV-Sektion Lac Léman präsidiert. Ständig müssten die (...).
Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, 28.8.2018.
Personen > Sancey Yves. CGN. Betriebsunfälle. SEV, 2018-08-28.
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16.07.2018 Schweiz
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Philipp Hadorn
Interview
SBB-Cargo
Stellenabbau
Volltext
„Dieser Abbau kann und muss gestoppt werden“. Am 29. Juni informierte SBB Cargo die Sozialpartner im Begleitausschuss über den Stand des im Februar vom SBB-Verwaltungsrat abgesegneten Abbaus von Arbeitsplätzen und Bedienpunkten: Die Zahl der Mitarbeitenden soll von rund 2200 im Februar 2018 auf noch rund 1400 im Jahr 2023 fallen. Und von den aktuell übrig gebliebenen rund 340 Bedienpunkten soll die Hälfte überprüft werden. Kontakt.sev hat beim zuständigen SEV-Gewerkschaftssekretär Philipp Hadorn nachgefragt, wo der Abbau zurzeit steht und ob sich dieser noch stoppen lässt. Kontakt.sev: Welche Infos hat SBB Cargo dem Begleitausschuss vom letzten Freitag zum Abbau gegeben? Haben schon Mitarbeitende die Stelle verloren oder sind über den Verlust ihrer Stelle orientiert worden? Philipp Hadorn: Das Reorganisationsprogramm Struko (Reduktion der Strukturkosten) ist aus Sicht von SBB Cargo auf Kurs. Von 674,5 Vollzeitstellen (FTE) 2015 sind Ende April 2018 noch 474,6 ordentlich besetzt. Bis Ende Jahr folge noch der Abbau von weiteren knapp 23 FTE. Ebenfalls für 23 Mitarbeitende konnte keine geeignete Lösung gefunden werden. Sie wurden ans Arbeitsmarktcenter (AMC) übergeben. Auch Frühpensionierungslösungen mussten erarbeitet werden. Die Überprüfung der Bedienpunkte im Hinblick auf erste Schliessungen auf den Fahrplanwechsel 2018/2019 ist in voller „Talfahrt“, was wohl der „Rückzugs- und Optimierungspolitik“ von SBB Cargo entspricht. (…). Fragen: Markus Fischer
SEV, 16.7.2018.
Personen > Hadorn Philipp. SBB-Cargo. Stellenabbau. SEV, 2018-08-16.
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04.04.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Volltext
Die rund 70 Pensionierten hörten nicht nur zu, sondern brachten sich auch aktiv ein. Branchentagung Pensionierte des Unterverbands VPT. Die Rechte spart bei den Kleinen. Die politische Grosswetterlage mit einem Parlament und einem Bundesrat rechts der Mitte, welche Liberalisierung, Wettbewerb, Privatisierung und Sparen priorisieren, hat auch Folgen für die Pensionierten. So will die Parlamentsmehrheit bei den Ergänzungsleistungen massiv sparen. Das Thema "Ergänzungsleistungen" der Branchentagung der VPT-Pensionierten vom 15. März in Olten war aktuell, denn gleichentags beriet der Nationalrat die EL-Reform und erhöhte die Kürzungen des Ständerats von 352 auf 700 Mio. Viel zu tiefe Mietzinsmaxima. "Besonders wichtig wären höhere Mietzinsmaxima, denn seit ihrer letzten Anpassung 2001 sind die Mietzinsen im Schnitt um rund 24% gestiegen", sagte SGB-Zentralsekretär Reto Wyss. Doch der Nationalrat will sie nur in Städten leicht erhöhen (für Alleinstehende von 1100 auf 1200 Franken), auf dem Land aber nicht. Und neu sollen die Kantone sie gar um 10% senken können. Einziger positiver Punkt der Reform ist nur noch, dass man ab 58 Jahren beim Verlust der Stelle neu Anrecht darauf haben soll, in der Pensionskasse zu bleiben und eine Rente zu erhalten. Dies hatte schon die im September verworfene "Altersvorsorge 2020" vorgesehen, die von rechts mit dem Argument bekämpft wurde, dass Bedürftige ja EL beantragen könnten. (…). Markus Fischer.
SEV, 4.4.2018.
SEV > Ergänzungsleistungen. SEV, 2018-04-04.
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04.04.2018 Schweiz
Frauen
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Frauen
Schwangerschaft
Volltext
Eine Mutter kämpft für ihr Recht. Seit 2014 haben alle arbeitenden Mütter in der Schweiz Anrecht auf bezahlte Stillpausen am Arbeitsplatz. Doch die Genfer Verkehrsbetriebe TPG sträubten sich neulich noch gegen die Anwendung dieses Bundesrechtes. Die junge Tramführerin Esperanza Muñoz wurde im August 2017 Mutter. Da sie nach der Wiederaufnahme der Arbeit weiter stillen wollte, erkundigte sie sich über ihre Rechte. Ihr Arzt bescheinigte, dass sie aus gesundheitlichen Gründen und im Interesse des Stillens während dessen Dauer vom Fahren zu dispensieren sei.* Als sie das Arztzeugnis im November dem Arbeitgeber vorlegte, antwortete der Rechtsdienst, dass die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes zum Stillen für sie nicht gälten, da sie dem Arbeitszeitgesetz (AZG) unterstehe. Sie suchte Rat beim SEV und einem Anwalt. Der verwies die TPG auf Artikel 17 des AZG, der klarstellt: "«Für den Gesundheitsschutz, die Beschäftigung, die Ersatzarbeit und die Lohnfortzahlung bei Mutterschaft gelten die Bestimmungen des Arbeitsgesetzes (…)." Trotz der klaren Rechtslage und dem Arztzeugnis verlangten die TPG aber von der stillenden Mutter, ab 15. Januar wieder zu fahren. Also ging sie an diesem Tag in die Garage, damit man ihr nicht Fehlen am Arbeitsplatz vorwerfen konnte, jedoch in Zivilkleidung, da ihr das Arztzeugnis vom Fahren abriet. Dank der Unterstützung des SEV lenkten die TPG schliesslich ein, wiesen ihr bis auf Weiteres eine Büroarbeit zu und gestanden ihr täglich maximal 90 bezahlte Minuten (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV > Frauen. Stillpause. SEV, 4.4.2018.
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08.02.2018 Schweiz
Löhne
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Lohnerhöhungen
Volltext
Konzessionierte Transportunternehmen. Lohnverhandlungen 2018 bei den KTU: Versuch einer Bilanz. Der SEV führt schweizweit mit über 60 konzessionierten Transportunternehmungen (KTU) Lohnverhandlungen. 2018 sind substanzielle allgemeine Lohnerhöhungen die Ausnahme, doch die in den Lohnsystemen vorgesehenen individuellen Aufstiege werden zumeist gewährt. Hinzu kommen in vielen KTU Einmalprämien und diverse Verbesserungen, etwa bei Zulagen. Gewisse KTU leisten ausserordentliche Beiträge an die Pensionskasse. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) forderte für 2018 allgemein 1,5 bis 2 Prozent mehr Lohn mit folgender Begründung: Die Teuerung hat wegen der Abschwächung des Frankens erstmals seit fünf Jahren etwas zugelegt (auf 0,7% im Oktober). Die Krankenkassenprämien steigen 2018 weiter um durchschnittlich rund 4%. Die Beiträge an die Pensionskassen nehmen ebenfalls laufend zu, weil die Sparkapitalien zurzeit nur geringe Erträge abwerfen und weil die Lebenserwartung zunimmt. Zudem erleben wir gerade einen Konjunkturaufschwung: Davon muss das Personal auch etwas haben. Keine allgemeine Lohnforderung für die KTU möglich. Der SEV kann die SGB-Lohnforderungen für die KTU nie einfach übernehmen, weil diese – anders als Privatfirmen in anderen Branchen – öffentliche Abgeltungen erhalten. Diese sind zudem je nach Finanzlage der 26 Kantone und des Bundes, die den Verkehr bestellen, unterschiedlich gross, aber überall knapp genug. Und die KTU an sich sind sehr (…). Markus Fischer.
SEV, 8.2.2018.
SEV > Lohnerhöhungen. SEV, 2018-02-08.
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21.11.2017 Lugano
NLM Lugano
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Françoise Gehring
Anstellungsbedingungen
NLM Lugano
Volltext
Die Schiffsleute vom Lago Maggiore warten seit dem Streik noch immer auf konkrete Zusagen,
trotz Garantien der Tessiner Regierung. Aufreibende Geduldsprobe für das NLM-Personal. Die Zeit vergeht, doch die Angestellten der Langensee-Schifffahrtsgesellschaft NLM warten noch immer auf die Umsetzung der Zusicherungen, die ihnen der Kanton in seiner Rolle als Vermittler und Garant im Juli zur Beendung des Streiks gemacht hat: Weiteranstellung aller Mitarbeitenden inkl. Saisonniers, Weiterführung der bisherigen Lohnbedingungen im Jahr 2018 und Aushandlung eines GAV für 2019. Das muss das neue Konsortium von NLM und SNL (Luganersee) umsetzen. Doch das Treffen vom Montag mit Agostino Ferrazzini, Chef der SNL und des Konsortiums, räumte die Sorgen des Personals nicht grundsätzlich aus. Blenden wir kurz zurück: Am 11. Oktober fand im Grossratsgebäude in Bellinzona eine Sitzung zur Zukunft des Schifffahrtsangebots auf dem Lago Maggiore statt. Es resultierte eine Medienmitteilung, die klar festhielt, dass die Weiteranstellung des NLM-Personals ab 1. Januar gesichert sei. Die Società Navigazione Lugano (SNL) vertraten CEO Agostino Ferrazzini, Galionsfigur des künftigen Konsortiums von NLM und SNL, und Alen Vukic. Doch einen Monat später haben die NLM-Angestellten, die seit ihrer Entlassung im Juli auf Nadeln sitzen, noch immer keine Bestätigung ihrer Übernahme durch das Konsortium erhalten. Der Nebel über ihrer beruflichen Zukunft hat sich noch immer nicht gelichtet. Das (…). Françoise Gehring, Markus Fischer.
SEV, 21.11.2017.
SEV > NLM. Anstellungsbedingungen. SEV, 2017-11-21,
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08.11.2017 Granges-Marnand
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Yves Sancey
Betriebsunfälle
Volltext
Der Lokführerfehler allein hätte nicht zum Zusammenstoss führen dürfen. Die SBB hat das Unglück von Granges-Marnand mitverursacht. Der Lokführer, der 2013 die Zugkollision in Granges-Marnand durch Abfahren bei Rot verursacht hat, ist am 31. Oktober zu einer bedingten Geldstrafe verurteilt worden. Auf die Anklagebank hätte aber auch das SBB-Management gehört, weil es das Unglück durch Sparmassnahmen und Inkaufnahme von Sicherheitslücken mitverursacht hat. Das Regionalgericht in Yverdon sprach den Lokführer der fahrlässigen Tötung schuldig, anerkannte aber entlastende Punkte: im Dienstfahrplan der Lokführer sind Kreuzungsstellen nicht mehr enthalten, die Zugabfertigung wird nicht mehr doppelt kontrolliert und das Lokpersonal steht unter hohem Druck. Der erfahrene Lokführer (Jg. 1959) fuhr am 29. Juli 2013 um 18.43 mit seinem Regionalzug bei rotem Signal los, wie die Schweizerische Sicherheitsuntersuchungsstelle (Sust) in ihrem Bericht schreibt. Sie hält ihm zugute, dass er die Signalfarbe möglicherweise atmosphärisch bedingt nicht gut sah. Den in Gegenrichtung nahenden Regioexpress sah er wegen in der Kurve abgestellter Wagen zuerst nicht, sodass er die Notbremsung zu spät auslöste. Die Frontalkollision tötete den RE-Lokführer (Jg. 1982) und verletzte 25 Passagiere, davon 6 schwer. Die Staatsanwaltschaft klagte nur den (selber leicht verletzten) Regionalzuglokführer an und stellte die strafrechtlichen Ermittlungen gegen die SBB ein. Für den SEV ist diese aber mitschuldig, weil sie das Unglück durch (…). Yves Sancey, Markus Fischer.
SEV, kontakt.sev, 8.11.2017.
SEV > Betriebsunfälle. SBB. SEV, 2017-11-08.
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07.11.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Kurs
Personalkommission
Volltext
Peko-Tagung des SEV. Viel Skepsis zur neuen Mitwirkung bei der SBB. Rund 90 SEV-Mitglieder, die in SBB-Personalkommissionen aktiv sind, diskutierten am letzten Freitag in Bern über die Veränderungen bei der Mitwirkung, die SBB und Gewerkschaften im Juni vereinbart haben. Die Grundstimmung war sehr kritisch. „Ziel der Tagung ist, Fragen zur neuen Mitwirkung zu beantworten und herauszufinden, wo die grössten Probleme zu erwarten sind. Diese will der SEV an weiteren Veranstaltungen thematisieren, um Lösungen zu finden“, sagte SEV-Vizepräsident Manuel Avallone einleitend. Zur Umsetzung der neuen Mitwirkung hielt er fest, dass diese gemäss Vereinbarung nur in Kraft tritt, falls der GAV SBB/SBB Cargo neu ausgehandelt wird. Liefe der GAV unverändert weiter, bliebe die Mitwirkung unverändert. Wahrscheinlicher sei aber, dass Anfang 2019 ein neuer GAV in Kraft tritt. Dann werden im ersten Semester 2019 alle Peko neu gewählt und starten am 1. Juli 2019. Bis dahin würden die jetzigen Peko nach den jetzigen Regeln weiterarbeiten. Viele Fragen und Sorgen. Gewerkschaftssekretär Jürg Hurni stellte die Vereinbarung im Plenum vor. Darauf folgte eine Diskussion in Gruppen und die Präsentation der Resultate wieder im Plenum. Viele Mitglieder der Peko befürchten, dass diese durch die Reduktion der Sitzzahl geschwächt werden. Sie forderten, dass die sprachliche und geografische Abdeckung gewährleistet bleibt (wie es die Vereinbarung verlangt) und dass genügend Zeit für die Peko-Arbeit zur Verfügung stehen muss. Jürg Hurni stellte klar, (…). Markus Fischer
SEV, kontakt.sev, 7.22.2017.
Personen > Fischer Markus. Peko. Tagung. SEV, 2017-11-07.
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01.11.2017 Schweiz
Personen
SBB-Cargo
SEV Schweiz
Markus Fischer
Besitzverhältnisse
SBB-Cargo
Volltext
Bericht des Bundesrats zum künftigen Eignermodell für SBB Cargo. Bund soll und muss Eigner von SBB Cargo bleiben. Der Bundesrat kommt bei seinem Vergleich von Eignermodellen für SBB Cargo zum Schluss, dass der Bund aus volkswirtschaftlichen, verkehrs- und staatspolitischen Gründen Mehrheitsaktionär von SBB Cargo bleiben muss. Die Gewerkschaft des Verkehrspersonals SEV begrüsst die Einsicht, dass eine Privatisierung nicht zielführend wäre. Der SEV findet aber, dass neben dem vom Bundesrat favorisierten Verbleib von SBB Cargo im Konzern SBB auch das Modell einer direkten Unterstellung unter den Bund weiterzuverfolgen ist. „SBB Cargo gehört in die Hand des Bundes, weil Mobilität für Mensch und Güter Bestandteil einer Grundversorgung ist“, erklärt Philipp Hadorn, der beim SEV für SBB Cargo zuständig ist und als Nationalrat über die Vorlage ‚Organisation der Bahninfrastruktur’ (OBI) mitentscheiden wird, mit welcher der bundesrätliche Bericht zusammenhängt. „Kann der SBB-Konzern den Güterverkehr als Service public nicht mehr sicherstellen, hat der Bund in die Bresche zu springen.“ Zum Vorschlag des Bundesrats, private Minderheitsbeteiligungen an SBB Cargo zuzulassen, stellt Philipp Hadorn folgende Bedingung: „Sollten Kunden oder andere Dritte Miteigner von SBB Cargo werden können, gilt es diese auch an den Investitionen und am Betriebsrisiko zu beteiligen.“ Bitte keine Schnellschüsse. Philipp Hadorn sieht keinen sofortigen Änderungsbedarf beim Eignermodell von SBB Cargo, um den (…). Markus Fischer.
SEV, Medienmitteilung, 1.11.2017.
Personen > Fischer Markus. SBB-Cargo. Besitzverhältnisse. SEV, 2017-11-03.
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10.10.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Barbara Lehmann
Konzession
SBB
Volltext
Aufteilung der Fernverkehrskonzession gefährdet das Schweizer Bahnsystem. SEV appelliert an die Kantone. Im Dezember läuft die Fernverkehrskonzession der SBB aus. Die BLS macht ihr bekanntlich mehrere Linien streitig. Das Bundesamt für Verkehr muss entscheiden, ob es die Konzession aufteilen will oder nicht, und führt dazu aktuell eine Konsultation durch. Der SEV fordert deshalb die Kantone in einem Brief auf, gegen die Konzessionsaufteilung Stellung zu nehmen. Im Brief erläutert der SEV, warum bei einer Aufteilung der Fernverkehrskonzession langfristig alle verlieren: die Bahnen, die Kantone, der Bund, die Kundschaft und vor allem auch das Personal der Bahnen: Wettbewerb und Konfrontation bedrohen ein gut funktionierendes System ohne Not. Die Kooperation der Bahnen hat sich in der kleinräumigen Schweiz mit ihrem dicht befahrenen Netz und ihrem bestens ausgebautem Taktfahrplan bisher gut bewährt. Fernverkehr muss wie bisher aus einer Hand geplant, gesteuert und betrieblich koordiniert werden. Eine Aufteilung würde die Komplexität des Betriebs erhöhen, namentlich bei Störungen und Baustellen, deren Zahl eher noch steigen wird. Erfahrungen in andern Ländern, z.B. in Schweden, haben gezeigt, dass Anbieterwettbewerb im Bahnsystem die indirekten Kosten erhöht: bei der Beschaffung und dem Einsatz von Rollmaterial (auch Dispo-Züge), beim Rollmaterialunterhalt, bei den Standorten für Abstell- und Dienstlokale oder beim Personal (Dienstpläne). Die Anstellungs- und Arbeitsbedingungen (…). Daniela Lehmann, Markus Fischer
SEV, kontakt.sev. 10.10.2017.
SEV > SBB. Konzession. SEV, 2017-10.10.
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26.09.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
SBB
Volltext
Zulagen
Manuel Avallone ist froh, dass Belohnungen einfacher werden. SBB gibt Kadern mehr Spielraum für Belohnungen. Stellvertretungen besser honorieren. SBB-Vorgesetzte haben nun genug Spielraum, um Mitarbeitende, die sie vorübergehend vertreten, angemessen zu entschädigen. Der SEV fordert die Kader auf, diesen Spielraum auch wirklich zu nutzen. „Per sofort können Vorgesetzte über Belohnungen bis maximal 500 Franken für ausserordentliche Leistungen von Mitarbeitenden selber entscheiden“, schreibt die SBB-Konzernleitung im Newsletter „Flash Kader SBB“ vom 11. September. Und für Belohnungen von über 500 bis höchstens 2000 Franken sei nur noch die Zustimmung des nächsthöheren Vorgesetzten nötig. Bisher brauchten die Vorgesetzten für Belohnungen jeglicher Höhe zusätzlich eine Bewilligung durch das HR, die nun bei Belohnungen bis 2000 Franken entfällt. „Der SEV ist sehr erfreut, dass die SBB dem Kader mehr Spielraum für Belohnungen gibt“, sagt SEV-Vizepräsident Manuel Avallone. „Dies deshalb, weil wir immer wieder zu hören bekommen, dass Mitarbeitende, die ihre Vorgesetzten vertreten, während diese in den Ferien, im Militär, krank oder unfallbedingt abwesend sind, nicht angemessen entschädigt werden.“ Stellvertretungen schlecht honoriert, trotz GAV-Artikel 96. Bis 2006 kannte die SBB für die Verwendung in einer höher eingereihten Funktion eine spezielle Zulage, die mit dem GAV 2007 abgeschafft wurde, „unter anderem mit der Begründung, dass die Stellvertreter/innen nicht den ganzen Job ihrer (…). Markus Fischer.
SEV, kontakt.sev, 26.9.2017.
SEV > Zulagen. SBB. SEV, 2017-09-26.
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21.08.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV
Markus Fischer
Stellenplan
Volltext
Fragwürdige Umsetzung neuer Berufsbilder beim Personenverkehr SBB. SEV lehnt Rückstufungen ab. 2774 Mitarbeitende des Bereichs Operating des Personenverkehrs SBB erhalten auf Ende Jahr neue Stellenbeschriebe, basierend auf neuen Berufsbildern. Für 727 bringt die neue Funktion ein höheres Anforderungsniveau, für 227 ein tieferes. Der SEV und die Personalkommission lehnen die Rückstufungen ab, weil er den Verdacht hat, dass die Anforderungen real gar nicht sinken, sondern nur auf dem Papier – das heisst in den Stellenbeschrieben. Und diese will die SBB nicht offenlegen… „Wir halten fest, dass die Auswirkungen auf die Mitarbeitenden nicht transparent dargestellt wurden“, schreibt der SEV in seiner Stellungnahme vom 14. Juli zu den Stellenzuteilungen und Neueinreihungen aufgrund des Projekts „Berufsbilder Operating“. Dieses hatte Operating (OP) den Sozialpartnern erstmals im Juni 2016 vorgestellt und der Personalkommission (Peko) ab September 2016 zur Mitsprache vorgelegt. Doch alle Inputs und Änderungseingaben der Peko wurden vollumfänglich ignoriert und in einer nicht nachvollziehbaren Stellungnahme vom Geschäftsbereich abgelehnt. Im Rahmen des Projektes wurden zuerst neue Berufsbilder für die Berufsfelder Kaizen, Instandhaltung, Cleaning (Reinigung), Rangier und Logistik erarbeitet. Auf dieser Grundlage erstellten im Frühling 2017 HR-Spezialisten Stellenbeschriebe und legten deren Anforderungsniveaus fest. Danach teilten sie in einem ersten Schritt die Teamleiter/innen den (…).
SEV, kontakt.sev, 21.8.2017.
SEV > Stellenplan. Rückstufungen. SEV, 2017-08-21.
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11.07.2017 ZH Kanton
Personen
SEV Schweiz
SEV/ZPV
Markus Fischer
Petition
Verkehrsplanung
Volltext
Petition des Ostschweizer Zugpersonals. Der Geschäftsbereich Verkehrsmanagement (VM) will die Regionen Zürich und Ost unter einer Führung zusammenlegen. Dies bereitet dem Zugpersonal in der Region Ost grosse Sorge, da es einen Abzug der Linienvorgesetzten und Einteiler/innen nach Zürich befürchtet – und durch die physische Trennung ein unpersönlicheres Verhältnis zu diesen wichtigen Leuten. Gerade bei der Einteilung würde das gegenseitige Geben und Nehmen dadurch erschwert. Die betroffenen Sektionen des SEV-Unterverbands des Zugpersonals ZPV lancierten daher Ende Mai eine Petition mit zwei Forderungen: Linienvorgesetzte bleiben physisch vor Ort, und die Einteilung bleibt in der Region Team Ost. „Seit die Einteilungen vor Ort gemacht werden und in jedem Depot jemand persönlich vor Ort erreichbar ist, hat sich die Personalzufriedenheit diesbezüglich verbessert“, führt die Petition aus. Dank persönlichem Kontakt würden gute Lösungen für alle gefunden. „Das Erhalten von Büroarbeitsplätzen vor Ort gewährt auch Mitarbeitenden einen temporären Arbeitsplatz, wenn sie vorübergehend nicht auf dem Zug arbeiten können.“ Innert zehn Tagen unterschrieben praktisch alle betroffenen rund 200 Zugbegleiter/innen und ein paar aus Zürich, sodass die Geschäftsleitung VM per Post 220 Unterschriften erhielt. Am 22. Juni schrieben VM-Leiter Linus Looser und die Leiterin Region Zürich/Ost, Claudia Bossert, zurück, die VM-Region Ost werde nicht aufgehoben, die Regionen würden „in erster Linie auf der Führungsebene (…). Markus Fischer.
SEV kontaklt.sev, 11.7.2017.
SEV > ZPV Ostschweiz. Petition. SEV, 2017-07-11.
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14.06.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Markus Fischer
Personalkommission
SBB
Volltext
SEV-GAV-Konferenz SBB/SBB Cargo genehmigt Verhandlungsresultat zur Mitwirkung. Ja zur Reform der Peko – ohne Begeisterung. Mit 68:44 bei 8 Enthaltungen sagten die Delegierten Ja zur Reform der Personalkommissionen, die auf eine Stärkung der Peko-Fläche hinausläuft. Zu Neinstimmen führten vor allem Sorgen um die Peko der Stufe Division. Einleitend blendete SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, der die Verhandlungsgemeinschaft (VG) von SEV, VSLF, Transfair und KVöV bei den Verhandlungen zur Peko-Reform anführte, zurück: Der SEV wollte die Peko-Fläche (auf Antrag des TS) schon im GAV 2011 stärken, doch wurde das Thema dann ausgeklammert, wie auch bei den Verhandlungen zum GAV 2015: 2014 hielten die Sozialpartner im „Beschluss 33“ fest, bis Ende Juni 2016 neue Grundlagen für die Mitwirkung auszuhandeln, diese aber erst mit dem nächsten GAV in Kraft zu setzen. Also frühestens 2019. Nicht Sparen, sondern bessere Mitwirkung als Ziel. Die SBB provozierte anfänglich mit radikalen Kürzungsideen, erklärte dann aber, keine Sparübung zu wollen. Auf dieser Basis einigten sich die Sozialpartner auf folgende Reformziele: mehr Nähe zum Personal dank Stärkung der Peko Fläche, mehr Effizienz und Fokussierung auf definierte Themen und Projekte/Reorganisationen. Avallone betonte, dass der SEV den Kontakt zu den Peko aller Stufen suchte und deren Forderungen in die Verhandlungen einbrachte. Am 14. Oktober 2015, dem Tag nach dem Verhandlungs-Kick-off, (…). Markus Fischer.
SEV kontakt, 14.6.2017.
SEV > Personalkommission. SBB. SEV, 2017-06-14.
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24.05.2017 Schweden
Personen
SEV Schweiz
SJ Schwedische Staatsbahn
Markus Fischer
Infrastruktur
SJ Schwedische Staatsbahn
Volltext
Rückfall ins Marktchaos des 19. Jahrhunderts. Wenn das Bahnsystem auseinanderfällt. Der schwedische Journalist und Buchautor Mikael Nyberg berichtete am SEV-Kongress über die Folgen der Bahnmarktöffnung und der Trennung von Betrieb und Infrastruktur in seinem Land. Wenn Besteller, Operateure und Unterhaltsfirmen alle nur für sich schauen, leidet die Qualität von Angebot, Rollmaterial, Infrastruktur und Service bis hin zu Sicherheitsproblemen. Und die Bürokratie floriert. „Das schwedische Bahnexperiment mag für die EU ein Vorbild sein, doch bei uns ist es ein Desaster“, erklärte Mikael Nyberg. „Wir sind als erstes Land Europas ins Marktchaos des 19. Jahrhunderts zurückgekehrt.“ Nachdem im Bahnwesen zuerst der Markt regiert hatte, sei Ende 19. Jahrhundert klar geworden, dass es viel Koordination und Planung braucht, damit ein Netz richtig funktioniert. Deshalb wurden Monopole geschaffen: In den USA wurden alle Systemkomponenten vertikal in private Bahngesellschaften integriert, in Europa eher verstaatlicht. Die schwedische Staatsbahn SJ, die ab Mitte 19. Jahrhundert Linien betrieb, vergrösserte ihren Anteil am gesamten Bahnverkehr bis 1931 auf 40% und bis 1960 auf 95%. 1988 aber lagerte das schwedische Parlament die Infrastruktur in die Gesellschaft Banverket aus, die 2010 mit der Strassenbaubehörde zu Trafikverket zusammengelegt wurde. Bis heute gehört die Infrastruktur dem Staat, doch ihr Unterhalt wird ausgeschrieben. Jeder optimiert seine Kosten. 2001 wurden die SJ-Divisionen Personenverkehr und Cargo in die selbstständigen Unternehmen SJ AB und Green Cargo AB umgewandelt und (…). Markus Fischer.
SEV, Aktuell, 24.5.2017.
Personen > Fischer Markus. SJ Schwedische Staatsbahn. Infrastruktur. SEV, 2017-05-24.
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18.05.2017 Schweiz
Personen
Postautobetriebe
SEV Schweiz
Syndicom
Vivian Bologna
Markus Fischer
Arbeitszeit
Arbeitszeitgesetz
Volltext
Postautoregion West. Mobilisierung hat sich gelohnt. Die Petition des Fahrpersonals auf Initiative des SEV und mit Unterstützung von Syndicom hat Früchte getragen: Es wurden Verbesserungen erreicht und der soziale Dialog wieder lanciert. „Es ist ein Etappensieg, der zu begrüssen ist, doch müssen wir wachsam bleiben“, sagt SEV-Gewerkschaftssekretär Christian Fankhauser, der zusammen mit Syndicom- und Peko-Vertretern mit der Leitung der Postautoregion West verhandelt hat. Hier die wichtigsten Punkte, die dank der Petition vom Februar mit 70 Unterschriften verbessert werden konnten: „Zur Verbesserung der Diensttouren wird die Peko in den Prozess eingebunden. Ziele sind Touren von maximal acht Tagen, gefolgt von mindestens zwei freien Tagen“, erklärt Fankhauser. „Angestrebt werden Dienstschichten von maximal zwölf Stunden mit maximal drei Dienstantritten und mindestens 7½ bezahlten Arbeitsstunden.“ Das Mittel der bezahlten Stunden pro Arbeitstag soll steigen. Für das Fahrpersonal wird der Pikettdienst, der gemäss Arbeitszeitgesetz (AZG) illegal ist, durch Reservedienst in der Garage ersetzt. Weiter sollen Abweichungen vom AZG künftig nicht mehr so allgemein vereinbart werden wie bisher. Solche Abmachungen werden nun genau protokolliert und die Protokolle Syndicom vorgängig vorgelegt. Was die Toiletten an den Endstationen der Linien betrifft, ist eine Bestandesaufnahme geplant, und Massnahmen sind eingeleitet. Postauto hat sich verpflichtet, zusammen mit den Peko-Mitgliedern darüber zu wachen, dass die sanitären Anlagen eingerichtet werden. Auch soll mit den Werkhöfen eine Erneuerung der (...). Vivian Bologna, Markus Fischer.
SEV, 18.5.2017.
SEV > Postautobetriebe. Arbeitszeit. SEV, 2017-05-18.
Ganzer Text
16.05.2017 Schweiz
Personen
RailFit
SEV Schweiz
Markus Fischer
GA
RailFit
Volltext
SBB-Topkader gehen nicht mit dem guten Beispiel voran beim Sparen. Railfit20/30: Wer Wasser predigt, muss Wasser trinken. Den „normalen“ Pensionierten den Railcheck streichen, selber aber das 1. Klasse-GA auf Lebzeiten behalten? Wo bleibt das Vorbildbewusstsein? Die „Basler Zeitung“ machte am 29.April darauf aufmerksam, dass SBB-Topkader nach der Pensionierung weiterhin auf Lebzeiten von einem Gratis-GA 1. Klasse profitieren, während die normalen Pensionierten ab diesem Jahr auf den 100-Franken-Railcheck verzichten müssen – als Beitrag zum Sparprogramm Railfit20/30. Unfair und unsensibel. „Die Kleinen sollen bluten, während die Grossen ihre Pfründe behalten: Schreit das nicht zum Himmel?“, fragte die „BaZ“ je ein Mitglied der Kommissionen für Verkehr und Fernmeldewesen (KVF) von National- und Ständerat. Diese reagierten empört: „Dieses Verhalten ist gegenüber den einfachen Angestellten nicht fair … Die Mehrverantwortung wird im Lohn abgegolten, den die Konzernleitungsmitglieder erhalten… Die SBB-Spitze agiert unsensibel, zumal ihre hohen Löhne bereits in der Kritik stehen…“ Bei 75 ehemaligen SBB-Mitarbeitern, die derzeit Anspruch auf ein 1. Klasse-Gratis-GA im Wert von 6300 Franken hätten, betrage das Sparpotenzial 472000 Franken pro Jahr, rechnet die „BaZ“ vor. Schlechte Vorbilder. Die Zeitung fragte auch beim SEV nach: „Für mich ist das Verhalten des obersten Kaders ein Armutszeugnis“, wird Vizepräsident Manuel Avallone zitiert, „leider passt es zum generellen Eindruck, (…). Markus Fischer.
SEV, 16.5.2017.
Personen > Fischer Markus. GA. Railfit. SEV, 2017-05-16.
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16.05.2017 Schweiz
Domo-Reisen
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Markus Fischer
Barbara Spalinger
Domo-Reisen
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BAV spielt mit dem Feuer – SEV schlägt Alarm. Ab Mitte Juni will das Busunternehmen Domo Reisen drei Fernbuslinien testen: St. Gallen- Genf, Chur-Sion und Basel-Lugano. Das Bundesamt für Verkehr hat die Versuche genehmigt und versichert, diese stellten für seinen definitiven Entscheid kein Präjudiz dar. Publik wurden die Versuche am 3. Mai durch einen Artikel von blick.ch. Das BAV verzichtete auf eine offizielle Kommunikation seiner Bewilligung für Domo Reisen, ab Mitte Juni drei Fernbuslinien zu testen. Der SEV verurteilte am folgenden Tag in einer Medienmitteilung das gefährliche Spiel des BAV in Sachen Fernbusse. Das Bundesamt lässt die Möglichkeit einer Konzession für Domo Reisen in der Schwebe. Das Carunternehmen hat eine Bewilligung für den Betrieb von Fernbuslinien beantragt mit dem Ziel, die Bahn auf Strecken zu konkurrenzieren, die nicht zu den unrentabelsten gehören. BAV in der Kritik und im Scheinwerferlicht. Neben dem SEV hat auch der VCS auf die Ankündigung dieser Tests reagiert. Angesichts der Kritik versucht das BAV, die Tragweite der Versuchsfahrten von Domo Reisen herunterzuspielen: „Formell haben wir keine Bewilligung für solche Versuche erteilt. Wir brauchten das gar nicht zu tun, weil das Unternehmen bereits über eine Verkehrslizenz in der Schweiz verfügt. Es hat uns informiert, dass es im Rahmen seines Konzessionsgesuchs Versuche durchführen will“, präzisierte eine BAV-Sprecherin. „Der Umstand, dass wir solche Versuche zulassen, ist keineswegs ein Präjudiz für unseren Entscheid, ob wir eine Konzession erteilen oder nicht.“ Die einzigen Bedingungen, die das BAV Domo-Reisen (…).
SEV, 16.5.2017.
SEV > Domo-Reisen. BAV. SEV, 1017-05-16.
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03.05.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Mitgliederwerbung
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Werbepreis 2016 geht an Andreas Müller. Wer pro Jahr mindestens zwei Mitglieder wirbt, erhält vom SEV nicht nur ein Prämiengeschenk (siehe Box), sondern nimmt auch an der Verlosung eines Hotelwochenendes teil. Für das Jahr 2016 geht dieser Preis an Andreas Müller, Schichtleiter bei der SBB-Logistik Bern, der letztes Jahr vier Mitglieder geworben hat. Die Werbeverantwortliche Elena Obreschkow übergibt Werber Andreas Müller den Hotelgutschein. Hinter den Schliessfächern des Bahnhofs Bern schirmt eine Schiebetür das Reich der SBB-Logistiker vor unbefugten Zutritten ab. Andreas Müller öffnet sie für Elena Obreschkow, denn die SEV-Werbeverantwortliche bringt ihm schliesslich den Preis des Werber/innen-Wettbewerbs 2016: einen Gutschein für ein Wochenende für zwei Personen im Grandhotel Giessbach am Brienzersee. Andreas Müller führt sie an der Rampe zum Bahnhofuntergrund vorbei und an mehreren Lieferwagen entlang nach hinten ins Herz der Berner SBB-Logistik: eine Halle mit Paletten, Postsortierregalen und einem mit Glas abgetrennten Büro, wo zwei Login-Auszubildende grüssen. Von dort aus leitet Andreas Müller in der Spätschicht (19 bis 3 Uhr) sechs Mitarbeitende, in der Frühschicht (5 bis 12 Uhr) und in der Mittelschicht (12 bis 19 Uhr) etwas weniger. Denn vor allem in der Nacht laden die Logistiker SBB-interne Sendungen sowie Kundengepäck in und aus Zügen oder in und aus Lastwagen. Zudem wird im Raum die Company Mail, also die SBB-interne Post, sortiert. "Vor ein paar Jahren hatten wir hier noch sechs Reihen (…). Markus Fischer.
SEV kontakt, 3.5.2017.
Personen > Fischer Markus. Werbung. SEV, 2017-05-03.
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02.05.2017 Schweiz
Personen
SBB
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Markus Fischer
Pensionskasse
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Wahlen
Stiftungsratswahl bei der Pensionskasse SBB. „Diesmal haben wir etwas unternommen“. Bei der Gesamterneuerungswahl der Arbeitnehmervertretung im Stiftungsrat der Pensionskasse SBB hat der SEV seine vier Sitze verteidigt, der VSLF und der KVöV ihre Sitze ebenso. Damit gehen alle sechs Sitze an die GAV-Sozialpartner der SBB. SEV-Vizepräsident Manuel Avallone, zuständig für die SBB, ist froh über diesen Wahlausgang. Manuel Avallone, die Sozialpartner der SBB behalten ihre Sitze im Stiftungsrat der Pensionskasse SBB. Bist du darüber erleichtert? Ja, sehr, denn diese Wahlen waren äusserst wichtig. Zurzeit haben ja alle Pensionskassen Mühe, das Rentenniveau halten zu können. Die tiefen Kapitalzinsen von fast 0 Prozent und die Altersstruktur der aktiven Versicherten sind für die Pensionskasse SBB eine grosse Herausforderung. Deshalb ist es wichtig, dass das Personal im Stiftungsrat durch kompetente Personen vertreten wird, die sich für die Gesamtheit des Personals einsetzen. Ich bin froh, dass die gemeinsame Liste der Sozialpartner überzeugt hat. Nachdem wir beim ersten Anlauf im Herbst zwei Sitze verloren hatten, war dies nicht selbstverständlich. Nach dieser ersten Wahl legte der SEV Rekurs ein, weil mit internen Mails auf unzulässige Weise für eine andere Kandidatenliste geworben wurde, worauf der Stiftungsrat dem SEV recht gab und die Wahl wiederholen liess. Damit stand der SEV unter Druck: Er durfte nicht nochmals verlieren. Hätten wir unsere Sitze nicht halten (…). Vivian Bologna, Markus Fischer.
SEV kontakt, 2.5.2017.
Personen > Bologna Vivian. SBB. Pensionskasse. Wahlen. SEV, 2017-05-03.
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18.04.2017 Schweiz
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Andrea Hämmerle
Interview
SBB
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Andrea Hämmerle nimmt Abschied von der (aktiven) Verkehrspolitik. „Die Fernverkehrskonzession aufzuteilen wäre fatal“. Nach fünf Jahren im Verwaltungsrat SBB tritt Andrea Hämmerle im Mai seinen Personalvertretersitz an Fabio Pedrina ab. Wir sprachen mit dem Bündner Verkehrspolitiker über aktuelle Herausforderungen der SBB. kontakt.sev: Wie kann man in einem strategischen Gremium die Interessen der Arbeitnehmenden vertreten? Andrea Hämmerle: Themen, die das Personal betreffen, sind im Verwaltungsrat (VR) zum Beispiel das Mandat für die Aushandlung des GAV, die Officine in Bellinzona oder nun Railfit20/30. Bei solchen Themen habe ich mit Daniel Trolliet als Vertreter der Arbeitnehmenden natürlich deren Interessen vertreten. Stehen die zwei Personalvertreter gegenüber den sieben anderen VR-Mitgliedern nicht auf völlig verlorenem Posten? Die Zusammensetzung des VR der SBB ist sehr gut. Es herrscht ein super Diskussionsklima, auch wenn man unterschiedliche Meinungen hat. Und es kommt nur sehr selten vor, dass wir abstimmen und einfach jemand in die Minderheit versetzt wird. Wir versuchen, einen Konsens zu finden, ohne Abstimmung. Beim Sparprogramm Railfit macht sich der SEV Sorgen, dass zu viele Stellen abgebaut werden, sodass der Druck auf das Personal steigt, was auch für seine Gesundheit schlecht wäre. Nimmt man diese Bedenken im VR genug ernst? Ich habe den Eindruck, dass dem VR die Bedeutung des Personals bewusst ist, besonders der Personalzufriedenheit. (…). Markus Fischer.
SEV, kontakt, 18.4.2017.
Personen > Fischer Markus. Andrea Hämmerle. Interview. SEV, 2017-04-18.
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05.04.2017 Lugano
NLM Lugano
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Pietro Gianolli
NLM Lugano
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Die Luganersee-Schifffahrtsgesellschaft (SNL) will nicht mehr über die GAV-Erneuerung verhandeln. SNL setzt GAV auf den Grund. SEV und Syna haben von den Kollegen der SNL erfahren, dass die Direktion sie zusammengerufen hat, um ihr Vorhaben mitzuteilen, ein Firmenreglement auszuarbeiten. Die Wechsel an der Unternehmensspitze, insbesondere die Ernennung von Agostino Ferrazzini zum Präsidenten des Verwaltungsrats im Jahr 2014, haben einen entschieden neuen Wind ins Unternehmen gebracht. Davon zeugen verschiedene Veränderungen in der Werft, auf den Schiffen und beim Angebot im Allgemeinen. Die neue Führung hat inzwischen angekündigt, die Anstellungsbedingungen, die seit 2006 in einem Gesamtarbeitsvertrag geregelt sind, ebenfalls verändern zu wollen. Vor allem wünscht die Direktion im Lohnsystem eine Leistungskomponente. Gestützt auf ein Mandat der Personalversammlung handelten SEV und Syna Anfang 2016 entsprechende GAV-Anpassungen aus. Doch im März 2016 unterbrach die Direktion die Gespräche und teilte Ende Juni mit, den GAV auf Ende 2016 kündigen zu wollen. SEV und Syna forderten sofortige Verhandlungen zur Erneuerung des Vertrags. Doch die ersten Gespräche mit der Direktion begannen erst Ende Oktober und die eigentlichen Verhandlungen erst Ende Januar 2017. Diese waren offen und konstruktiv und führten bis Mitte März sehr nahe an einen Abschluss heran. Doch dann rief die Direktion das Personal zusammen und teilte ihm mit, die Anstellungsbedingungen neu nur noch in einem Firmenreglement festlegen zu wollen. Die Gewerkschaften haben bis Redaktionsschluss keine offizielle Mitteilung erhalten, aber alles deutet darauf hin, dass (…). Pietro Gianolli, Markus Fischer.
SEV kontakt, 5.4.2017.
SEV > SNL. GAV. SEV, 2017-04-05.
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04.04.2017 Schweiz
AHV
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
AHV-Renten
AHV-Revision
Rentenalter
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Nach der über zweistündigen engagierten und alle Aspekte umfassenden Debatte resultierte ein klares Mehr von 5:1 für die „Altersvorsorge 2020“. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund unterstützt die „Altersvorsorge 2020“. Klares Ja für die Stärkung der AHV. Mit 98 zu 21 Stimmen bei einer Enthaltung hiessen die SGB-Delegierten am 24. März die „Altersvorsorge 2020“ klar gut und empfehlen den Arbeitnehmenden ein Ja bei der Volksabstimmung am 24. September – trotz der Erhöhung des Rentenalters der Frauen von 64 auf 65. Denn die Vorteile der Reform, vor allem die Stärkung der AHV, machten diese „Kröte“ wett – auch für die Frauen. Neben den 120 Delegierten hatte der SGB am 24. März auch die Medien ins Hotel Ador in Bern geladen, die Debatte über die Rentenreform mitzuverfolgen. Einleitend durften eine Befürworterin und ein Gegner je 10 Minuten sprechen. Mehr AHV und Besserstellung der Teilzeitarbeitenden in der 2. Säule. Die für die Sozialversicherungen zuständige SGB-Zentralsekretärin Doris Bianchi legte dar, warum die Reform trotz der Erhöhung des Frauenrentenalters auf 65 und der Senkung des Umwandlungssatzes in der beruflichen Vorsorge von 6,8 auf 6% mehr Vor- als Nachteile bringt: Zusätzliche 840 Franken AHV-Rente pro Jahr für Alleinstehende oder bis zu 2712 Franken für Ehepaare verbessern die Renten bei tiefem Einkommen spürbar – vor allem für die rund 500‘000 erwerbstätigen Frauen, die nur in der AHV versichert sind, und für die vielen Frauen mit kleinen Pensionskassenrenten. (…). Markus Fischer.
SEV kontakt, 4.4.2017.
Personen > Fischer Markus. AHV-Revision. SGB. 2017-04-04.
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22.03.2017 Schweiz
ETF Europ. Transport-Föderation
Personen
SEV Schweiz
Vivian Bologna
Markus Fischer
Giorgio Tuti
ETF Europ. Transport-Föderation
Präsident
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Europäische Transportarbeiter-Föderation (ETF). „Nach der Wahl schlief ich noch besser“. Am 9. März ist Giorgio Tuti an die Spitze der Eisenbahnsektion der ETF gewählt worden. Der SEV-Präsident blickt in unserem Interview auf diese Wahl zurück und nach vorne auf die Herausforderungen, die ihm dieses neue Amt in den nächsten vier Jahren bringen wird. Gross ist die Zahl der Gewerkschaften, die davon träumen, ihren Präsidenten an der Schlüsselstelle eines Dachverbandes zu platzieren. Nach dem ETF-Kongress von Ende Mai in Barcelona wird Tuti quasi als höchster Eisenbahngewerkschafter Europas amten. Wie hat er diese Wahl erlebt? Giorgio, hast du in der Nacht vor der Wahl gut geschlafen? Ja, und in der Nacht danach noch besser (lacht). Auch wenn du der einzige offizielle Kandidat warst, war diese Wahl nicht nur eine Formalität… Es handelte sich um eine wirkliche Wahl. Niemand hat gegen mich gestimmt oder sich der Stimme enthalten. Diese Einstimmigkeit macht natürlich Freude, bedeutet aber auch einen gewissen Druck, denn ich stehe nun gegenüber jenen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben, in der Schuld. Worauf ist dieses Vertrauen zurückzuführen? Einerseits auf meine klaren Positionsbezüge in den letzten Jahren im Exekutivausschuss der ETF und in der Eisenbahnsektion. Andererseits auf das Image des SEV in Europa. Die Arbeit, die unsere Gewerkschaft in der Schweiz leistet, insbesondere in der Verkehrs- und Vertragspolitik, hat einen guten Ruf und Auswirkungen auf nationaler und internationaler Ebene. Der SEV ist glaubwürdig, das hat meine Kandidatur begünstigt. Geholfen hat mir (…). Vivian Bologna, Markus Fischer.
SEV, 22.3.2017.
Personen > Tuti Giorgio. Präsident ETF. SEV, 2017-03-22.
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