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26.06.2020 Zürich
Personen
Rassismus
WOZ
Lorenz Nägeli
Rassismus
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Alltagsrassismus. Spätabends in der S-Bahn. Der öffentliche Raum ist der häufigste Tatort von rassistischer Diskriminierung. Der Fall dreier kurdischer Frauen, die in der S-Bahn von einem Mann angegriffen wurden, ist ein Fall von vielen. Bei den meisten kommt es nicht einmal zu einer Anzeige. Tatort S-Bahn: Am 8. Mai um 22.31 Uhr betreten drei kurdische Frauen im Zürcher Hauptbahnhof die S6 in Richtung Regensdorf. Fatos Cebir, Hülya Emec und eine Freundin, die anonym bleiben will, lassen sich im oberen Stock in einem Viererabteil nieder. Sie unterhalten sich auf Türkisch. Um 22.38 Uhr stoppt der Zug in Zürich Oerlikon. Ein Mann steigt zu, etwa Mitte vierzig, biertrinkend, aber gemäss Emec nicht betrunken. Bereits im ersten Vorbeigehen wendet sich der Mann an die drei Freundinnen: „Ihr seid hier in der Schweiz, hier wird Deutsch gesprochen“, sagt er in aggressivem Tonfall. Doch damit nicht genug. „Er bezeichnete uns als ‹Fotzen›“, ergänzt Cebir. Der Mann geht weiter, pöbelt einen weiteren Fahrgast an. Auch dieser passt mit seiner dunkleren Haut offenbar nicht ins rassistische Bild einer weissen Schweiz: „Als wir das Abteil wechselten, wandte sich der Angreifer erneut uns zu. Er beleidigte uns rassistisch, warf uns arabische Floskeln entgegen, sagte ‚Inschallah‘ und dergleichen.“Zögerliche Polizei. (…).
Lorenz Nägeli.
WOZ, 26.6.2020.
Personen > Naegeli Lorenz. Rassismus. WOZ, 2020-06-26.
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