Gewerkschaftschronik
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28.06.2019 Le Sentier VD
Personen
Work
Anne-Sophie Zbinden
Frauenstreik
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Das Vallée de Joux hallt. «Oli, oli, oli, ola, 14 juin nous y voilà», klingt’s durch das Vallée de Joux. Das ¬Juratal liegt zwar etwas abseits, aber beim Frauenstreik mittendrin. Rund 500 Uhrenarbeiterinnen haben sich in Le Sentier VD zu einer verlängerten Mittagspause versammelt. Trotz Regen und frostigen Temperaturen erhitzen sich die Frauengemüter: für gleiche Löhne, bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, mehr Frauen in Kaderpositionen. Löhne rauf. Elsa (22) und ihre Freundin Virginie (41) sind seit frühmorgens auf den Beinen. Die beiden Arbeiterinnen haben ihre Kolleginnen mobilisiert und sich die Nägel lila lackiert. Elsa sagt: „In der Uhrenbranche beträgt der Lohnunterschied zwischen Männern und Frauen sogar 25 Prozent.“ Ihre Freundin Virginie doppelt nach: „Die Löhne müssen jetzt endlich rauf! Wir sind wütend, aber das heute, das ist ein Fest!“ Und weiter geht’s im Takt, oli, oli, ola… Wo alles begann. Da ruft Unia-Frau Camille Golay in die Menge: „Auch Liliane Valceschini war wütend. Und wir sind wütender denn je!“ Tosender Applaus, Hunderte Frauenfäuste recken in die Luft. Denn Liliane, Frauenstreikerin der ersten Stunde, ist eine von ihnen. Die Frau, die 1991 den ersten Frauenstreik ins Rollen brachte (Work berichtete), war ebenfalls Arbeiterin im Tal der Luxusuhren. Im Valée de Joux hat vor 28 Jahren alles begonnen. Und deshalb ist heute auch Unia-Chefin Vania Alleva hier. Um am Tag der Tage diesen symbolischen Ort zu würdigen, wie sie sagt. Und: „Wir müssen weiterkämpfen!“ (...). Anne-Sophie Zbinden.
Work online, 28.6.2019.
Personen > Zbinden Anne-Sophie. Frauenstreik Vallée de Joux. Work online, 2019-06-28.
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09.12.2016 Le Sentier VD
Richemont SA
Unia VD Kanton

Richemont SA
Sozialplan
Volltext
Verbesserter Sozialplan und weniger Kündigungen. Einigung zwischen Personal und Geschäftsleitung bei Richemont. Die Verhandlungen zwischen der Unia, den Personalvertreter/innen und der Richemont-Gruppe haben eine wesentliche Verbesserung des Sozialplans und eine starke Verringerung der Entlassungen ergeben. Das Ergebnis ist von den Beschäftigten von Piaget und Vacheron Constantin akzeptiert worden. Die Einigung schafft Perspektiven für jene Angestellte, die ihre Arbeit verlieren werden. Dennoch zeigt der Fall, dass die gesetzlichen Bestimmungen anpasst werden müssen, um Massenentlassungen aus Profitgründen zu verhindern. Am Donnerstagabend haben Vertreter/innen von Richemont, der Unia und des Personals eine Einigung erzielt, die eine Verbesserung des Sozialplans und eine Reduktion der Anzahl Kündigungen beinhält. Dieser Fortschritt wäre ohne die entschlossene Mobilisierung des Personals und seiner Vertreter/innen nicht möglich gewesen. Es entstand eine Bewegung, wie es sie während Jahrzehnten in der Uhrenindustrie nicht mehr gegeben hatte. Die Vermittlung durch die Mediationsinstanz des Gesamtarbeitsvertrags der schweizerischen Uhrenindustrie hat ebenfalls zur Einigung beigetragen. Das Verhandlungsresultat wurde heute Nachmittag dem Personal von Vacheron Constantin und Piaget an den vier vom Stellenabbau betroffenen Standorten vorgelegt. Der Sozialplan wurde trotz der Verbesserungen angesichts der finanziellen Möglichkeiten von Richemont als minimalistisch kritisiert, dennoch akzeptierte ihn eine Mehrheit des Personals an den Generalversammlungen. (…).
Unia VD Kanton, Medienmitteilung, 9.12.2016.
Unia VD Kanton > Richemont SA. Sozialplan. Unia VD Kanton, 2016-12-09.
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06.12.2016 Le Sentier VD
Richemont SA
Unia VD Kanton

Richemont SA
Sozialplan
Volltext
Börsengetriebene Entlassungen bei Piaget und Vacheron Constantin. Das Richemont-Personal lehnt den Sozialplan der Geschäftsleitung ab. An Personalversammlungen in Genf, im Vallée de Joux und in Côte-aux-Fées haben die Beschäftigten von Vacheron Constantin und Piaget den Sozialplan zum Abbau von 211 Stellen bei der Richemont-Gruppe abgelehnt. Das Personal bekräftigt, dass der Konzern über genügend Mittel verfügt, um die Arbeitsplätze zu erhalten, und fordert den Verzicht auf Kündigungen und die Einführung von Kurzarbeit. Angesichts der Gefahr eines sozialen Konflikts wurde die Mediationsstelle des GAV der Uhrenindustrie angerufen. Eine Mehrheit der Beschäftigten hat gestern Nachmittag bei Versammlungen an den fünf betroffenen Standorten, wo 211 Stellen abgebaut werden sollen, den Vorschlag eines Sozialplans der Geschäftsleitung zurückgewiesen. Sie stellten fest, dass die Entlassungen ausschliesslich durch Profitsteigerungen für die Aktionäre und das Management der Richemont-Gruppe motiviert sind. Die Angestellten wehren sich deshalb gegen die Entlassungen und fordern stattdessen die Einführung von Kurzarbeit. Bisher weigert sich die Geschäftsleitung, auf diese Forderungen einzugehen, ohne dafür glaubwürdige Gründe anzugeben. Die Beschäftigten wollen zudem, dass Überkapazitäten in der Produktion dadurch abgebaut werden, dass freiwillige Abgänge mit einem verbesserten Sozialplan unterstützt werden. Beschäftigte wehren sich. (…).
Unia Schweiz, Medienmitteilung, 6.12.2016.
Unia Schweiz > Richemont SA. Sozialplan. Unia Schweiz, 2016-12-06.
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24.11.2016 Le Sentier VD
Richemont SA
Unia VD Kanton

Entlassungen
Kundgebung
Richemont SA
Volltext
Personal ist wichtiger als der Börsenkurs! 400 Personen, darunter viele Arbeitnehmende aus dem ganzen Vallée de Joux, nahmen heute an einer Solidaritätskundgebung in Le Sentier (VD) teil. Sie zeigten damit ihre Unterstützung für die Entlassenen der Luxusuhrenmarken Vacheron Constantin und Piaget, die zur Richemont Gruppe gehören. Die Gruppe baut in der Romandie 211 Stellen ab, obwohl sie im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von über zwei Milliarden ausweist. In einer Resolution forderten die Protestierenden, den Stellenabbau zu stoppen und Alternativen wie Kurzarbeit zu prüfen. Die Unia und die vom Stellenabbau betroffenen Angestellten von Vacheron Constantin in Le Brassus haben heute zu einer grossen Solidaritätskundgebung aufgerufen. 400 Personen, darunter viele Angestellte aus allen Uhrenbetrieben im Vallée de Joux, trafen sich über Mittag im Hôtel de Ville in Sentier und zeigten ihre unbedingte Unterstützung für die vom Stellenabbau Betroffenen. Die Kundgebung stand unter dem Slogan „Unsere Leben zählen mehr als euer Profit!“ Grossaktionäre sollen bezahlen. Die Angestellten wurden bereits im Frühjahr zur Kasse gebeten. Damals baute die Richemont Gruppe bereits Stellen in der Romandie ab. Nun ist es an der Zeit, dass die Aktionäre auch ihren Beitrag leisten. Die Angestellten weigern sich, für die schlechten strategischen Entscheide der Geschäftsleitung und des Verwaltungsrates der Richemont Gruppe den Kopf hinzuhalten. Insbesondere, da Richemont im ersten Halbjahr 2016 einen Gewinn von 2.23 Milliarden Franken (…).
Unia Schweiz, 24.11.2016.
Unia Schweiz > Richemont SA. Entlassungen. Unia Schweiz, 2016-11-24.
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