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Anzahl gefundene Artikel: 6

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
22.11.2018 Genf
Le Courrier
Personen
WOZ
Jan Jirat
Jubiläum
Volltext
„Immer gegen die Mehrheitsverhältnisse“. Neben der „Schaffhauser AZ“ feiert dieses Jahr in der Schweiz noch eine weitere linke Zeitung Geburtstag: „Le Courrier“ aus Genf. Stolze 150 Jahre alt ist die überregionale Tageszeitung aus der grössten Stadt der Romandie 2018 geworden. Ihr Jubiläum feierten die ZeitungsmacherInnen am letzten Wochenende mit einem rauschenden Fest im Gemeindesaal Plainpalais. „Es war unglaublich“, sagt die noch immer aufgekratzte Laura Drompt am Telefon. „2200 Leute kamen zu unserem Fest. Um 4.30 Uhr mussten wir die Letzten rauswerfen. Für uns war das Fest ein Energieschub“, so die dreissigjährige Ko-Chefredaktorin des „Courrier“. Dabei ist es ein ziemliches Wunder, dass „Le Courrier“ so lange überlebt hat. Berauschend waren die Zeiten selten, mehrmals stand die Zeitung vor dem Aus, es gab gewaltige Brüche und Richtungswechsel. Gegründet wurde „Le Courrier“ 1868 als stockkonservatives katholisches Kampfblatt im protestantischen Genf, der Verkauf fand an den katholischen Kirchentüren statt. Bald stieg die Auflage auf bis zu 4‘000 Exemplare. Als 1907 im Kanton Genf die Trennung von Kirche und Staat erfolgte, verlor der „Courrier“ sein wichtigstes Kampffeld und drohte in der Versenkung zu landen. Die Wende erfolgte in den zwanziger Jahren mit einer inhaltlichen Neuausrichtung: Aus dem katholisch-konservativen Blatt wurde eine christlich-soziale Zeitung. Die Verkaufszahlen stiegen deutlich an, doch der katholischen Besitzerin war die Berichterstattung zu links, sie entliess den damaligen Chefredaktor Rene Leyvraz - um ihn zehn Jahre später wieder einzustellen, weil der (…). Jan Jirat.
WOZ, 22.11.2018.
Personen > Jirat Jan. Le Courrier. Jubiläum. WOZ, 2018-11-22.
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29.01.2016 Genf
Le Courrier
Personen
Syndicom-Zeitung
Stephanie Vonarburg
Pressefreiheit
Strafanzeige
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Maulkorb für den „Courrier“? Ein Ölmilliardär und Kunstsammler klagt gegen „Le Courrier“. Syndicom kritisiert den grundlegenden Angriff auf die Medienfreiheit und die Informationsfreiheit der Öffentlichkeit. Die Genfer Tageszeitung „Le Courrier“ sieht sich mit den Klagen des Kunstsammlers Jean Claude Gandur konfrontiert. Gegenstand der Zivil- und Strafklagen sind journalistische Beiträge, die das unabhängige Blatt am 16. Mai 2015 publiziert hat. Darin ging der erfahrene Journalist Benito Perez den Ursprüngen des Vermögens nach, das Gandur mit seinen Firmen im ÖI- und Rohstoffgeschäft ab den 1970er-Jahren angehäuft hat. Unterstützung von Syndicom. Die Anklage ist ein Angriff gegen die Medienfreiheit und die journalistische Unabhängigkeit. Syndicom hat dem betroffenen Journalisten und der Redaktion von „Le Courrier“ ihre gewerkschaftliche Unterstützung zugesichert. Der Vorgang steht in einem politischen Kontext: Das Genfer Stimmvolk wird am 28. Februar über den Um- und Erweiterungsbau des Musée d'art et d‘histoire de Genève (MAH) abstimmen. In der parlamentarischen Debatte war die Vorlage umstritten. Unter anderem in Frage gestellt wurden die gemischte Finanzierung aus öffentlichen und privaten Geldern und die Partnerschaft mit der Kunststiftung von Jean Claude Gandur. Der Kläger verkennt mit seinem Vorgehen das Funktionieren und die Rolle der Medien in der Schweiz. Die verfassungsmässige Medienfreiheit und die Informationsfreiheit der Öffentlichkeit gehören zu den Fundamenten einer Demokratie. (…). Stephanie Vonarburg.
Syndicom-Zeitung. 29.1.2016.
Personen > Vonarburg Stephanie. Le Courrier. Strafanzeige. Syndicom-Zeitung, 2016-01-29.
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12.01.2016 Genf
Le Courrier
Syndicom

Pressefreiheit
Strafanzeige
Volltext
Syndicom kritisiert den Angriff gegen unabhängigen Journalismus. Klagen eines Kunstsammlers gegen „Le Courrier“. Die Genfer Tageszeitung „Le Courrier“ sieht sich mit den Klagen des Kunstsammlers Jean Claude Gandur konfrontiert. Gegenstand der Zivil- und Strafklagen sind journalistische Beiträge, die das unabhängige Blatt am 16. Mai 2015 publiziert hat. Darin ging der erfahrene Journalist Benito Perez wird den Ursprüngen des Vermögens nach, das Gandur mit seinen Firmen im Öl- und Rohstoffgeschäft ab den 1970er Jahren angehäuft hat. Es handelt sich um einen grundlegenden Angriff gegen die Medienfreiheit und die journalistische Unabhängigkeit, der in einem besonderen politischen Kontext steht. Das Stimmvolk der Stadt Genf wird am 28. Februar über den Um- und Erweiterungsbau des Kunsthistorischen Museums MAH abstimmen. In der parlamentarischen Debatte im Frühling letzten Jahres war die Vorlage umstritten. Unter anderem wurde die hälftig gemischte Finanzierung aus öffentlichen und privaten Geldern und die Partnerschaft mit der Kunststiftung von Gandur in Frage gestellt. Der Kläger verkennt mit seinem Vorgehen offensichtlich das Funktionieren und die Rolle der Medien in der Schweiz. Die verfassungsmässige Medienfreiheit und die Informationsfreiheit der Öffentlichkeit. gehören zu den Fundamenten einer Demokratie. Die Medien sollen in der demokratischen Meinungsbildung über alle relevanten Elemente recherchieren und berichten können. (…).
Syndicom, Presse und elektronische Medien, 12.1.2016.
Syndicom > Journalismus. Le Courrier. Pressefreiheit. Prozess. Syndicom, 12.1.2016.
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04.09.2014 Schweiz
Le Courrier
Personen
Regierung Schweiz
WOZ
Zeitungen
Helen Brügger
Tarife
Volltext
Zeitung
Zeitungszustellung
Von der Post bedroht. Die Post unterläuft mit ihrer Preispolitik demokratische Entscheide. Das betrifft auch die WOZ. Kleinere Zeitungen sind gefährdet. Am Tag vor Erscheinen dieser WOZ erhielt Medienministerin Doris Leuthard Post. Ein offener Brief an die Bundesrätin verlangt die Rücknahme von Preiserhöhungen der Post im Zeitungs- und Zeitschriftenvertrieb. Unterzeichnet ist er von kleinen, unabhängigen Zeitungen und Zeitschriften, die ihre Auflage von der Post verschicken lassen. Sie sind seit Anfang des Jahres mit einer Preiserhöhung von zwei Rappen pro Exemplar konfrontiert. Nächstes und übernächstes Jahr werden es nochmals je zwei Rappen sein. Nun verlangen die Unterzeichnenden, dass Bundesrätin Leuthard bei der Post interveniert. Es geht um viel Geld. Für „Le Courrier“, die linke Tageszeitung der Westschweiz, bedeutet die Erhöhung etwa Mehrkosten von 40‘000 Franken im ersten, 80‘000 im zweiten und 120‘000 Franken ab dem dritten Jahr. Die unabhängige Freiburger Regionalzeitung „La Liberté“ muss allein dieses Jahr Mehrkosten von 90‘000 Franken in Kauf nehmen. Aber auch für eine Wochenzeitung wie die WOZ fällt die Erhöhung ins Gewicht: (…).
Helen Brügger.
WOZ, 4.9.2014.
Personen > Brügger Helen. Zeitungszustellung. Tarife. WOZ, 4.9.2014.
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04.03.2011 Schweiz
Le Courrier
Personen
PTT
Syndicom-Zeitung
WOZ
Nina Scheu
Postgesetz
Posttaxen
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Erste Erfolge. Die 16 Zeitungen, denen die Post die Posttaxenverbilligung gestrichen hat, wehren sich. Die betroffenen Zeitungen verlangten gemeinsam mit Impressum in einem offenen Brief, die Post solle sie wieder in die Liste der Förderungsberechtigten aufnehmen. Die Post reagierte schnell: In seiner Antwort vom 22. Februar macht Konzernleiter Jürg Bucher einen ersten Rückzieher. Nachdem der welschen Tageszeitung „Le Courrier“ bereits nach der ersten Intervention von Syndicom die Posttaxenverbilligung wieder gewährt wurde, lässt sich aus dem Antwortschreiben des Konzernleiters jetzt herauslesen, dass auch die anderen, erst kürzlich von der Liste der förderungsberechtigten Blätter gestrichenen Zeitungen wieder von der Verbilligung der Portokosten profitieren könnten. Zu ihnen gehört auch die Zürcher „Wochenzeitung“ (WOZ). Wörtlich schreibt Bucher: „Im Bereich der Regional- und Lokalpresse liegt kein höchstrichterlicher  Entscheid zum Begriff regional vor, weshalb die Post hier im Sinne eines Entgegenkommens bereit ist, bis  zur Inkraftsetzung des neuen Postgesetzes eine Übergangsregelung zu gewähren.“ Die Post will jetzt von Fall zu Fall entscheiden, wer berechtigt ist und wer nicht. (...). Nina Scheu.

Syndicom-Zeitung, Nr. 4, 4.3.2011.
Syndicom > Posttaxen. 4.3.2011.doc.

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20.05.2010 Genf
Le Courrier
Personen
Helen Brügger
Redaktion
Putsch in Genf? Eigentlich wollte ich letzten Freitag Küchenkräuter setzen, doch die Lektüre der "Tribune de Genève" verdarb mir die gute Laune. "Der Courrier will seinen Chefredkator loswerden", enthüllte die Zeitung. Wie ein Blitz schlug die Info in der Medienlandschaft ein, und schon wenige Stunden später wollte das Westschweizer Radio wissen, ein "Putsch" sei im Gang. Der Machtkampf zwischen den Anhängern einer undogmatischen Zeitung und einer "alten Garde" extremer Linker werde gerade von den Dogmatikern gewonnen. (...). Helen Brügger über die Krise bei der einzigen linken Tageszeitung der Schweiz. Mit Foto von Helen Brügger. Helen Brügger. WOZ. Donnerstag, 20.5.2010
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