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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
15.03.2019 Kleindöttingen
Pensionskasse
Personen
Stiftung Phoenix
Work
Ralph Hug
Konkurs
Stiftung Phoenix
Volltext
Die Aargauer Sammelstiftung Phoenix steht am Abgrund. Im Aargau platzt ein Pensionskassen-Skandal: Die Renten sind in Gefahr. Die Pensionskasse Phoenix aus Kleindöttingen AG steht vor dem Aus. Betroffen sind Arbeitnehmende aus der Industrie, aber auch aus dem Taxigewerbe. Die Sammelstiftung wurde 2012 vom Geschäftsmann Serge Aerne gegründet. Dabei scharte er Leute aus der Treuhandszene um sich. Mit Hilfe von Brokern und flotter Werbung akquirierte die Stiftung Firmen mit über dreitausend Versicherten. Im Prospekt heisst es: „Phoenix bringt Schwung in die berufliche Vorsorge.“ Aerne & Co. versprachen „angepasste Anlagestrategien“ sowie ein Vollversicherungsmodell „mit hundertprozentiger Zins- und Kapitalgarantie“. Doch schon im ersten Jahr gab es fragwürdige Geschäfte. Die Stiftung kaufte eine Liegenschaft im sanktgallischen Toggenburg von einer Firma, an der der Phoenix-Gründer selber beteiligt war. Das ist zwar nicht verboten. Aber bald musste der Immobilienwert nach unten korrigiert werden. Dasselbe geschah bei weiteren Immobiliendeals in Salez SG und Menziken AG. Phoenix hat eine Witwenrente um mehr als die Hälfte gestrichen. Krumme Geschäfte. Es folgten Verträge mit Beratungs- und Verwaltungsfirmen, an denen der Gründer ebenfalls beteiligt war. So flossen Gelder aus der Sammelstiftung ab, und es gab hohe Verwaltungskosten. Zu etlichen Geschäften existierten weder schriftliche Beschlüsse, ordentliche Protokolle noch Konkurrenzofferten, wie vom Gesetz gefordert. Interessenbindungen waren auch nicht offengelegt, und dem Grundbuchamt wurden Kaufverträge verschwiegen. (…). Ralph Hug.
Work onine, 15.3.2019.
Personen > Hug Ralph. Pensionskassen. Stiftung Phoenix. Work online, 2019-03-15.
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26.04.2007 Kleindöttingen
Imhof AG
Personen
Work
Fredi Lerch
Arbeitsbedingungen
Imhof AG
Volltext
58 Stunden pro Woche am Salat-Fliessband. Fliessband-Horror und notdürftige Schlafplätze: Was die Imhof AG ihrem Personal bietet, ist jenseits. Der „Kassensturz“ hat darüber berichtet. Was ist seither geschehen? Ein flottes Firmenmotto: „Expansion im Einklang mit den Marktbedürfnissen – dem Zeitgeist immer eine Länge voraus“. Das steht auf der Website der Imhof- Gruppe, die aus fünf AG und einer GmbH in Hüttikon und Unterendigen ZH besteht, Gemüse und Salate produziert, wäscht, zerkleinert und in Plastiksäcken als genussfertigen Convenience- Food an den Detailhandel liefert. Sie ist die grösste Lieferantin von Migros-Fertigsalaten. Zur Imhof-Gruppe gehört die Gemüseverarbeitung Imhof AG. Über sie sagte der „Kassensturz“ am 3. April: „Obwohl die Firma ein Industriebetrieb ist, sind die Angestellten zu Landwirtschaftsbedingungen unter Vertrag: Sie müssen 55 Stunden arbeiten an fünfeinhalb Tagen pro Woche. Das ist illegal“. Christiane Aeschmann, die Leiterin Arbeitnehmerschutz beim Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco), sagte in der Fernsehsendung, wenn das so sei, werde reagiert. Und Urs Peter Naef, Mediensprecher der Migros, doppelte nach, man werde am nächsten Tag bei Imhof im Büro stehen und Auskunft verlangen. Seither hat die Öffentlichkeit nichts mehr gehört. Work hat weiter recherchiert. Was die Unia weiss. Heute arbeitet der Slowake N.N. in Zürich auf dem Bau. Aber zwischen 2004 und 2006 war er Angestellter der Imhof-Gruppe. Er sagt, in der Hochsaison habe er 15 bis 16 Stunden (…). Fredi Lerch.
Work, 26.4.2007.
Personen > Lerch Fredi. Imhof AG. Arbeitsbedingungen. Work, 2007-04-26.
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