Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 60

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13.06.2019 Schweiz
Frauen
Personen
WOZ
Kaspar Surber
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Wahlbeteiligung
Als die Frauen den Gripen vom Himmel holten. Ohne die Frauen gäbe es kein modernes Eherecht und wären längst neue Kampfflugzeuge angeschafft worden. Doch wie stark ist der Einfluss des Geschlechts auf Wahl- und Abstimmungsergebnisse tatsächlich? Am 7. Februar 1971 war es endlich so weit: In der Schweiz wurde das Stimm- und Wahlrecht für Frauen beschlossen. Wobei nicht das ganze Land dafür war: Hätten nur die Ost- und die Zentralschweiz abgestimmt, so wäre den Frauen weiterhin die Mündigkeit abgesprochen worden. Je katholischer und ländlicher ein Kanton geprägt war, umso höher der Nein-Anteil. Am höchsten war er in Appenzell Innerrhoden. Wenn damals die in einem Kanton dominierenden Wertorientierungen den Entscheid prägten, wie verhält es sich heute mit der Kategorie des Geschlechts? Wählen und stimmen Frauen und Männer anders? Gaben sie bei einzelnen Abstimmungen gar den Ausschlag? Die Frage ist nicht einfach zu beantworten, weil entsprechende Zahlen bei Abstimmungen nicht erfasst werden. „Zwar wäre es rechtlich möglich, dass auf Anordnung des Bundesrats in ausgewählten Gemeinden die Stimmzettel nach den Geschlechtern getrennt erhoben würden. Dies brächte aber eine markante Mehrbelastung der Gemeinden mit sich, weshalb bisher Nachbefragungen bevorzugt wurden“, erklärt Werner Seitz, der bis zu seiner Pensionierung in diesem Jahr die Sektion Politik, Kultur, Medien des Bundesamts für Statistik leitete. Zwar publizieren einzelne kantonale und städtische (…). Kaspar Surber.
WOZ, 13.6.2019.
Personen > Surber Kaspar. Frauen. Wahlen. WOZ, 2019-06-13.
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30.11.2018 Schweiz
Personen
SGB
WOZ
Pierre-Yves Maillard
Kaspar Surber
Präsident
SGB
Volltext
Der „Macher“ setzt sich durch. Der Gewerkschaftsbund ruft zum Frauenstreik auf und wählt doch einen Mann zum neuen Präsidenten. Ohne Quoten geht es auch in der Linken nicht vorwärts mit der Gleichberechtigung. Sieben Minuten hat Pierre-Yves Maillard Zeit, um im Berner Kursaal für sich zu werben. Es hört sich an wie eine Verteidigungsrede. Es gehe heute nicht um die Wahl zwischen einem Mann und einer Frau, sagt Maillard. Zuerst seien sie hier alle Gewerkschafter: „Wir kämpfen gegen jede Ungerechtigkeit, ob wir selbst davon betroffen sind oder nicht!“ Nach sieben Minuten wird Maillard - er ist gerade daran zu erklären, dass er trotz seines Spitznamens kein „Bulldozer“ sei - von einer Delegierten unterbrochen, seine Redezeit sei um. Maillard ignoriert den Zwischenruf, fährt fort: Ganz der Bulldozer halt. Der Schweizerische Gewerkschaftsbund (SGB) wählt an diesem Samstag eine neue Spitze. Verbände und Parteien in der Schweiz bestimmen ihre PräsidentInnen häufig nach internen Ausmarchungen per Akklamation. Dass es beim SGB zu einer demokratischen Wahl kommt, zeigt alleweil die Lebendigkeit der Gewerkschaftsbewegung. Immer diese Zuschreibungen. Maillard, SP-Regierungsrat in der Waadt, ist als Favorit ins Rennen gestartet, er wurde von der mächtigen Einzelgewerkschaft Unia nominiert. Doch der Druck ist hoch, dass eine Frau den SGB präsidieren sollte. Vor Maillard hat Barbara Gysi gesprochen, SP-Nationalrätin aus St. Gallen, Kandidatin des kleineren VPOD. In den letzten Wochen (…). Kaspar Surber.
WOZ, 30.11.2018.
Personen > Surber Kaspar. SGB. Präsidium. WOZ, 2018-11-30.
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30.08.2018 Schweiz
Personen
Radio DRS
WOZ
Kaspar Surber
Radio DRS
Redaktion
Volltext
Das kostet der Umzug nach „Bern Ost“. Die Verlagerung der Radioredaktionen von Bern nach Zürich ist politisch umstritten. Ein internes Papier zeigt: Ausgerechnet SRF-Direktor Ruedi Matter, der den Umzug forciert, rechnet mit einem hohen Verlust an Know-how. 148 JournalistInnen sollen nach Zürich: Radiostudio im Berner Monbijou-Quartier. Sei es das „Echo der Zeit“ oder „Rendez-vous“: Wenn im No-Billag-Abstimmungskampf die Qualität der SRG betont werden musste, waren die Informationssendungen des Radios schnell als Beispiele zur Hand. Seit die SRG-Spitze nach der Abstimmung trotz haushohem Sieg ein Sparprogramm verkündete, herrscht bei den MitarbeiterInnen aber Zweifel: Wie ernst ist es der Geschäftsleitung mit dem Bekenntnis zum Journalismus? Insgesamt will die SRG hundert Millionen Franken einsparen. Mittelfristig sollen 250 Stellen verschwinden. Die Sparmassnahme, die am meisten zu reden gibt, ist aber ein Immobiliengeschäft: der Umzug des Radiostudios von Bern nach Zürich. 148 JournalistInnen, darunter die Redaktionen der Sendungen „Echo der Zeit“ und „Rendez-vous“, die Wirtschafts- und die Auslandredaktion sowie SRF 4 News sollen künftig in Zürich Leutschenbach arbeiten. Ihre Produktion soll mit dem dort geplanten Newsroom von TV und Online verschränkt werden. In Bern verblieben noch die Bundeshaus- und die Inlandredaktion sowie das „Regionaljournal“. Der Umzug könnte die Betriebskosten um drei Millionen reduzieren. Gemessen am Sparziel von hundert Millionen geht (…). Kaspar Surber.
WOZ, 30.8.2018.
Personen > Surber Kaspar. Radio. Redaktion. WOZ, 2018-08-30.
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16.08.2018 Schweiz
FDP
Personen
WOZ
Sarah Schmalz
Kaspar Surber
EU
Flankiierende Massnahmen
Volltext
Streit ums Rahmenabkommen. Der Freisinn in der Abseitsfalle. Eine ideologische Kehrtwende der freisinnigen Bundesräte führte zum vorläufigen Ende der Verhandlungen um ein Rahmenabkommen. Die Chronologie einer Eskalation. Es war ein Abend fern der grossen Politagenda. Am 12. Juni lud Entwicklung Schweiz, der Branchenverband der Generalbauunternehmer, ins Hotel Bellevue in Bern. Ignazio Cassis sprach zum Stand der Verhandlungen über ein Rahmenabkommen mit der EU. Nur ein Bundeshauskorrespondent von Radio SRF leistete seinen Dienst. Er horchte auf, als der Aussenminister plötzlich von „kreativen Wegen“ bei den flankierenden Massnahmen sprach. Die Voranmeldefrist von ausländischen Firmen könne beispielsweise verkürzt werden. Auf Nachfrage bestätigte Cassis die Aussagen auf Band. Der Radiobeitrag am nächsten Tag war gerade einmal drei Minuten kurz. Doch das Interview war das folgenreichste im laufenden Jahr. Seither orakelt man in Bundesbern: War es Taktik oder ein Versehen? Sprach Cassis, oder sprach es mit ihm? Seine Stellungnahme bedeutete auf alle Fälle den Anfang vom Ende eines Rahmenabkommens zwischen der Schweiz und der EU. Um die Tragweite seiner Aussagen zu verstehen, muss man fast zwanzig Jahre zurückgehen: Im Jahr 2000 wurde im Abkommen über die Personenfreizügigkeit das Prinzip der Nichtdiskriminierung festgeschrieben. ArbeitnehmerInnen aus der Schweiz und der EU waren gleichberechtigt, (…). Kaspar Surber, Sarah Schmalz.
WOZ 16.8.2018.
Personen > Surber Kaspar. Flankierende Massnahmen. WOZ, 2018-08-16.
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29.03.2018 Schweiz
Personen
Versicherungen
WOZ
Kaspar Surber
Überwachung
Versicherungen
Volltext
Versicherungsspione. "Die Empörung an der Basis ist riesig". Ein Trio von BürgerInnen ergreift mit einer einmaligen Kampagne das Referendum gegen die Überwachung von Versicherten. Prominente SozialpolitikerInnen wollen sie unterstützen. Am Anfang waren sie zu dritt. Da ist der Anwalt Philip Stolkin, der 2016 vor dem Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg ein wegweisendes Urteil gegen den Einsatz von SozialdetektivInnen erwirkt hat. Da ist die Schriftstellerin Sibylle Berg, deren preisgekrönte Romane in 34 Sprachen übersetzt sind. Und schliesslich ist da der Campaigner Dimitri Rougy, gerade einmal zwanzig Jahre jung. "Wir mögen wie ein kurioses Grüppchen wirken", meint Rougy. "Doch eigentlich bringen wir alles mit, was es braucht, um ein Referendum zu starten. Der Anwalt kommt fachlich draus, die Autorin kann schreiben, und ich werde versuchen, die Kampagne aufzuziehen." Das Trio wehrt sich gegen die gesetzliche Grundlage für die Überwachung von Versicherten. Der Gerichtshof in Strassburg hatte die Schweiz gerügt, weil eine solche bisher fehlte. Die Unfallversicherung Suva, die Invalidenversicherung (IV) sowie die Sozialhilfedienste in den Gemeinden mussten darauf den Einsatz von SozialdetektivInnen stoppen. Im Eiltempo wurde in der vergangenen Session eine Grundlage durch das Parlament gepaukt. Unter dem Lobbydruck der Versicherungen geht sie allerdings viel weiter als (…). Kaspar Surber.
WOZ, 29.3.2018.
Personen> Surber Kaspar. Überwachung. Versicherungen. WOZ, 2018-03-29.
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22.02.2018 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Radio
Volltext
Schluss mit „No Billag“. Zeit für ein Lob aufs Radio. Noch dauert es zehn Tage bis zur Abstimmung über die No-Billag-Initiative, und längst scheint alles gesagt: zur Finanzierung der SRG und zum Plan B des Gewerbeverbands, zur libertären Ideologie hinter der Initiative und ihren allfälligen ProfiteurInnen. Auch alle Fernsehsendungen, von der „Arena“ bis zu „Glanz & Gloria“, wurden verhandelt, in der Lauberhornabfahrt konnte der grösste gemeinsame Nenner gefunden werden. Einzelne Argumente der BefürworterInnen klingen auch in der ständigen Wiederholung nicht klüger, besonders ihr Lieblingsargument: „Ich bezahle doch nicht für etwas, das ich nicht konsumiere.“ Nur über etwas wurde kaum gesprochen, das in der Schweiz täglich 5,9 Millionen Menschen konsumieren, von denen über zwei Drittel die mit Billag-Gebühren unterstützten Sender einschalten: das Radio. Letzte Gelegenheit für ein Lob! Natürlich muss es mit dem „Echo der Zeit“ beginnen, das täglich mit hochstehenden Beiträgen die Schweiz mit der Welt verbindet – noch unentbehrlicher geworden, seit die NZZ wieder so steif und ideologisch geworden ist. Natürlich sind die „Regionaljournale“ zu erwähnen – die erst recht von demokratiepolitischer Bedeutung sind, seit es in den meisten Landesteilen nur noch eine Monopolzeitung gibt. Immer besser wird auch „SRF 4 News“, das jede Newsplattform sowohl in der Schnelligkeit wie in der Vertiefung übertrifft. Meine heimliche Lieblingssendung heisst aber noch immer „Morgenstund hat Gold im Mund“. Jeden Werktag kräht um (…). Kaspar Surber.
WOZ, 22.2.2018.
Personen > Surber Kasbar. Radio. No-Billag. WOZ, 2018-02-22.
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01.02.2018 Schweiz
Personen
SVP
WOZ
Kaspar Surber
Personenfreizügigkeit
SVP
Volltext
Jetzt ist Blocher was Brüssel. So dreist gab sich die SVP selten, so durchschaubar war sie nie. Anfang Jahr hat die Partei ihre Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit mit der Europäischen Union lanciert. Diese Woche hat sie vor den Medien ihr eigentliches Ziel erklärt: die Aufhebung der flankierenden Massnahmen zum Lohnschutz. Angeführt wurde die SVP dabei von Magdalena Martullo-Blocher, die im Family Office der Blochers, das ein geschätztes Vermögen von mehr als elf Milliarden Franken aufweist, neu den Ton angibt. Die flankierenden Massnahmen hätten zu Gesamtarbeitsverträgen mit Mindestlöhnen, Ferienregelungen und Kündigungsschutz geführt, beklagte sich Martullo-Blocher. Bereits jeder dritte Beschäftigte in der Schweiz erhalte einen Mindestlohn. In der Logik der SVP profitiert davon einzig das „Machtkartell“ der Gewerkschaften, die aus den Lohnkontrollen eine „Geldmaschine“ gemacht hätten. Mit ihrem Angriff will die SVP das Rad der Zeit in die siebziger Jahre zurückdrehen. Damals war das Saisonnierstatut in Kraft, das ausländische Beschäftigte auf ihre Arbeitskraft reduzierte und der Willkür der Fremdenpolizei aussetzte. Den Spanierinnen oder Italienern, die den Wohlstand der Schweiz mit aufbauten, war ein Familienleben amtlich verboten. Die Patrons konnten die Beschäftigten jederzeit in SchweizerInnen und AusländerInnen spalten, was ihre kollektive Organisation in Gewerkschaften erschwerte. (…).
Kaspar Surber.
WOZ, 1.2.2018.
Personen > Surber Kaspar. Personenfreizügigkeit. WOZ, 2018-02-01.
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29.06.2017 Schweiz
AHV
Personen
WOZ
Kaspar Surber
AHV-Revision
Volltext
Die Mär vom Generationenkonflikt. Die AHV nützt den Jungen. Ich muss kurz persönlich werden, liebe Jungfreisinnige, geschätzter Arbeitgeberverband, sehr geehrte UBS. Ich bin 37 Jahre alt und gehöre gemäss dem Bundesamt für Sozialversicherungen zu den Jahrgängen, die am meisten für die Altersreform 2020 bezahlen werden. Wäre ich schon 44 Jahre alt, würde eine Besitzstandswahrung für die Renten gelten, und ich wäre fein raus. Trotzdem lassen mich Ihre alarmistischen Warnungen vor dem Angriff auf den Generationenvertrag kalt, mit denen Sie in der Abstimmung Jung und Alt gegeneinander ausspielen. Offenbar haben Sie den Generationenvertrag nicht verstanden, ob unbewusst oder aus Geschäftsinteresse. Um den Vertrag zu verstehen, geht man am besten ein paar Generationen zurück ins Jahr 1947. Damals wurde über die Einführung der AHV abgestimmt. Die Gewerkschaften drehten einen Werbefilm mit dem Titel „Lasst uns tapfer beginnen“. Vom Pathos abgesehen, ist er unverändert aktuell, erklärt er doch das Wesen einer Sozialversicherung: Zu sehen sind alte Menschen, von denen damals vier Fünftel in Armut lebten, viele von ihnen mussten ihren Lebensabend in Bedürftigenheimen verbringen. An einer Stelle des Films, der sich übrigens im Netz findet, heisst es: „Bedürftige Menschen sind keine freien Menschen.“ (…).
Kaspar Surber.
WOZ, 29.6.2017.
Personen > Surber Kaspar. AHV. AHV-Revision. WOZ, 2017-06-29.
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16.02.2017 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Abstimmung
Einbürgerung
Unternehmenssteuer
Volltext
Nach der Abstimmung. Und die Schweiz bewegt sich doch. So schnell am Sonntag das Abstimmungsresultat feststand, so vorschnell waren die ersten Kommentare: Verunsicherung der Beschäftigten, Aufstand gegen die Elite, Trump-Effekt – das wuchtige Nein zur Unternehmenssteuerreform (USR) III als Ausdruck der globalen Grosswetterlage. Doch optimistisch betrachtet könnte es sein, dass die Schweiz für einmal nicht der Geschichte nachhinkt, sondern ihr voraus ist: als politisches Zukunftslabor. Es wurde ja nicht nur die USR III mit fast sechzig Prozent abgelehnt. Dies allein könnte als egoistisches Votum der Mehrheit ausgelegt werden, nicht mehr Steuern zahlen zu müssen. Ebenso deutlich wurde auch die erleichterte Einbürgerung angenommen. Das heisst in der Summe: Die Stimmenden wollen eine solidarischere Steuerpolitik – also eine stärkere Belastung des Kapitals – wie auch eine Ausweitung der BürgerInnenrechte. Das ist das zukunftsweisende Signal über die Grenzen hinaus. Der Blick auf die Geschichte der Schweiz ist häufig verstellt, weil in den hiesigen Politdebatten der Rechtspopulismus meist als Phänomen erscheint, das nur im Ausland auftritt. Dabei hat kaum ein Staat in Europa eine derart lange und leidige Erfahrung damit gemacht wie die Schweiz. Seit einem Vierteljahrhundert greift der Milliardär Christoph Blocher den Rechtsstaat und die Demokratie an, eigennützig und fremdenfeindlich. Sein Einfluss in Politik und Medien hat stetig zugenommen. Doch ausgerechnet in der Phase, in der im Herrliberger Hofstaat die Erbfolge geregelt wird, kollidiert er mit einer veränderten Realität. In der Schweiz scheint etwas in Bewegung (…). Kaspar Surber.
WOZ, 16.2.2017.
Personen > Surber Kaspar. Abstimmungen Schweiz 12.2.2017. WOZ, 2017-02-16.
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19.01.2017 Schweiz
Personen
Steuern
WOZ
Kaspar Surber
Unternehmenssteuer
Volltext
Die Wahrheit hat drei Nullen. Lügen, Übertreibungen, Angstmache: Die Kampagne für eine tiefere Besteuerung der Unternehmen läuft aus dem Ruder. Können die GegnerInnen den Moment nutzen? Den Nutzen hat das Grosskapital: Wenn man die zu erwartenden Ausfälle umrechnet, kostet die Unternehmenssteuerreform III jeden einzelnen Haushalt tausend Franken. Das Foto ist geklaut: Es stammt von der Website der SP, eine Quellenangabe fehlt. Und das Foto ist verfälscht: Auf dem Transparent der PolitikerInnen, die das Referendum zur Unternehmenssteuerreform III einreichen, verkünden sie nicht mehr ein Nein – sondern dass ihnen Arbeitsplätze egal seien. Die Bildfälschung findet sich in der französischsprachigen Abstimmungszeitung des Schweizerischen Gewerbeverbands. Einer der Abgebildeten, SP-Nationalrat Beat Jans, will eine Klage wegen Ehrverletzung einreichen. Gewerbepräsident Hans-Ulrich Bigler und seine rechte Hand, Kampagnenchef Bernhard Salzmann, haben erneut eine Grenze überschritten: Hantierten sie im Abstimmungskampf um das Radio- und Fernsehgesetz noch mit Fantasiezahlen, denunzieren sie nun die politischen GegnerInnen. Auch die deutschsprachige Ausgabe der Abstimmungszeitung sorgte für Ärger, weil darin suggeriert wird, dass SP-StänderätInnen wie Pascale Bruderer und Hans Stöckli für die Reform stimmten. Kampagnenchef Salzmann, studierter Historiker, weist die Vorwürfe zurück: „Wir haben das Bild und die Zitate korrekt in den Kontext gestellt“. (…). Kaspar Surber.
WOZ, 19.1.2017.
Personen > Surber Kaspar. Unternehmenssteuer. WOZ, 2017-01-19.
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29.09.2016 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Abstimmung
AHVplus
Volltext
Altersvorsorge. Solidarisch lebts sich schöner. Irgendwie klemmt die Schublade. Ist eine Initiative abgelehnt, ziehen die GewinnerInnen sonst sofort ihre eigenen Vorschläge hervor. Die Bürgerlichen können aber nach der Abstimmung über „AHV plus“ keinen Plan präsentieren. Dabei läuft diese Woche die Parlamentsdebatte über die Altersvorsorge 2020. Das Chaos begann schon vor der Abstimmung mit der Forderung nach einem Rentenalter 67, eine ideologische Provokation von SVP und FDP. Auf eine generelle Erhöhung des Rentenalters hatte der Bundesrat in der Reform verzichtet. Angesichts der Arbeitsmarktsituation für ältere Beschäftigte ist eine solche auch volkswirtschaftlich sinnlos. Letzte Woche bekam die SVP dann kalte Füsse. Unter dem Druck ihrer Bauernfraktion, die besonders auf die AHV angewiesen ist, wollte sie eigentlich erst in ferner Zukunft über das Rentenalter 67 diskutieren. Es könnte nun doch etwas schneller gehen: Diese Woche stimmte der Nationalrat einer Erhöhung zu, will den Beschluss aber von der Reform entkoppeln. Als ob die StimmbürgerInnen solche Tricks nicht bemerken würden. Orientierungslos wirkte am Abstimmungssonntag auch die FDP. Sie will verhindern, dass die Senkung der Renten bei den Pensionskassen über eine Erhöhung in der AHV kompensiert wird. Diese soll ganz im Sinn der Versicherungslobby in der zweiten Säule erfolgen. Die Partei hat sich dabei verrechnet: Laut Bundesamt für Sozialversicherungen käme der Vorschlag teurer als jener des Ständerats, der die AHV-Renten um siebzig Franken erhöhen will. (…). Kaspar Surber.
WOZ, 29.9.2016.
Personen > Surber Kaspar. AHVplus . Abstimmung. WOZ, 2016-09-29.
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29.09.2016 Schweiz
Personen
Verlegerverband
WOZ
Kaspar Surber
Kongress
Referate
Verlegerverband
Volltext
Rede vor den VerlegerInnen. „Aufs Kerngeschäft besinnen!“ Mit folgenden Worten zur Bedeutung der. Unabhängigkeit der Medien versuchte WOZ-Redaktor Kaspar Surber (letztlich vergeblich), die VerlegerInnen von seiner Wahl ins Präsidium zu überzeugen. Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen. Wir treffen uns heute hier als Verleger zu unserer Jahresversammlung. Das ist eine gute Gelegenheit, die Frage aufzuwerfen, was einen guten Verleger auszeichnet. Sie werden überrascht sein, das von einem Linken zu hören, doch ist es das Gleiche, was einen Unternehmer generell auszeichnet: Es ist die Besinnung aufs Kerngeschäft. Was ist unser Kerngeschäft? Auch wenn einige von uns heute vorzugsweise Autos und Immobilien, Daten und Termine im Internet verkaufen - unser Kerngeschäft ist und bleibt die Demokratie. Genauer: der Beitrag zur. Willensbildung in der Demokratie. Die Voraussetzung für eine vielfältige Demokratie sind unabhängige Medien. Diese Unabhängigkeit gerät in der gegenwärtigen Medienkrise unter Druck. Wenn ich nun für das Präsidium unseres Verbandes kandidiere und wenn ich Sie zu meiner Wahl auffordern darf, dann aus diesem Grund: Mit mir wählen Sie einen Vertreter, der sich im und über den Verband Schweizer Medien hinaus für die Unabhängigkeit der Medien einsetzen wird. Bekanntlich gehört die WOZ niemandem. Sie gehört einzig uns Angestellten, und das erst noch gemeinsam. Wir haben uns zu einer Kandidatur entschlossen, weil wir in Sorge sind um unseren Verband. Und weil wir seine Zukunft mitgestalten wollen. (...). Kaspar Surber.
WOZ, 29.9.2016.
Personen > Surber Kaspar. Referat VSM-Kongress. WOZ, 2016-09-29.
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08.09.2016 Schweiz
AHV
Initiativen Schweiz
Personen
WOZ
Andreas Fagetti
Kaspar Surber
AHVplus
Interview
Volltext
„Schwarzmalerei bei der AHV diente stets dem Abbau“. Die Geschichte der AHV ist auch eine der Prognosen über ihre Zukunft. Der Historiker Matthieu Leimgruber hat sie untersucht und stellt fest: Das System ist erstaunlich stabil und wird einen Ausbau verkraften. WOZ: Herr Leimgruber, derzeit malen Versicherungs- und Bankenvertreter sowie das bürgerliche Leitmedium NZZ im Tagesrhythmus Schreckensszenarien über die Zukunft der AHV an die Wand. Das zentrale Argument ist die demografische Entwicklung. Matthieu Leimgruber: Das ist nicht neu. Das Demografieargument war bereits in den neunziger Jahren präsent. Jetzt wird es aber auffällig oft verwendet. Es ist ein nützliches Werkzeug, um politische Ziele wie Rentensenkungen durchzusetzen. Es scheint bestechend logisch, ja mathematisch gewiss. Es suggeriert einen alternativlosen Weg: Rentenkürzungen und Rentenaltererhöhungen. Aber so einfach ist es nicht. Die steigende Lebenserwartung lenkt ab von anderen Aspekten, die zu diskutieren wären, um ein realistisches Bild über den Zustand der Altersvorsorge zu erhalten. Welche Aspekte kommen zu kurz? Kaum diskutiert wird die Tatsache, dass bereits heute viele ältere Menschen, die ihren Job verlieren, keinen mehr finden, also in der Arbeitslosigkeit landen, ausgesteuert werden und schliesslich von der Sozialhilfe leben müssen. Später sind sie auf Ergänzungsleistungen angewiesen. Diese Kosten werden ausgeblendet. Ausserdem verweisen die bürgerlichen Politiker und Politikerinnen auf Staaten, die bereits ein höheres Rentenalter eingeführt haben. (…). Interview: Andreas Fagetti, Kaspar Surber. WOZ, 8.9.2016.
Personen > Leimgruber Matthieu. AHVplus-Initiative. WOZ, 2016-09-08.
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07.07.2016 Schweiz
Personen
SBB
WOZ
Kaspar Surber
GA
SBB
Volltext
Rettet das GA, schafft die erste Klasse ab! Das Generalabonnement soll durch Mobility Pricing ersetzt werden. Das ist weder ökologischer noch sozialer und bereitet auch kein Vergnügen, findet ein Passagier. Doch keine Demokratie, sondern eine Mehrklassengesellschaft: Gähnende Leere auf den Polstersesseln der ersten Klasse. Manchmal fragen mich Bekannte in Zürich, ob ich in St. Gallen wohne, manchmal fragen mich Bekannte in St. Gallen, ob ich in Zürich wohne, und wenn mir die Fragerei zu bunt wird, antworte ich: „Ich wohne im Intercity.“ Nach jahrelangem Pendeln sind für mich die beiden Städte zu einer geworden: Gleich hinter Wipkingen beginnt St. Fiden, auf das Linsebühl folgt Wiedikon. Wo die Nacht anbricht und wo die Sonne aufgeht, spielt keine Rolle, die Lieblingsorte heissen auch alle zum Verwechseln ähnlich, ob Bar 63 (ZH) oder Buena Onda (SG), Perronnord (SG) oder Nordbrücke (ZH), Xenix (ZH) oder Kinok (SG). Verliert man die Orientierung ganz, kann man zwischendurch in Winterthur aussteigen. Auch auf die Gefahr hin, dass der Reim schlecht ist: Der Widerstand lebt, solange der Widder steht. Die Winterthurer Genossenschaftsbeiz ist immer einen Zwischenhalt wert. Ich bin längst nicht der Einzige, der im Intercity wohnt. 480‘000 Menschen sind Tag und Nacht in der Schweiz mit einem Generalabonnement unterwegs. Nun sind wir ins Visier von SBB und Politik geraten. Ausgerechnet wir, die weitgehend aufs Auto verzichten oder schon gar nicht mehr Auto fahren gelernt haben, weil die SBB für uns (…). Kaspar Surber.
WOZ online, 7.7.2016.
Personen > Surber Kaspar. SBB. GA. WOZ online, 2016-07-07.
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16.07.2015 Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
Presseförderung
Volltext
Medienförderung. Gruss von Hirschhorn. Zur Presseförderung gibt es mehrere Vorschläge, wie die Verlage unterstützt werden könnten. Taugen sie als Ausweg aus der Medienkrise? Wenige Zahlen genügen, um das Ausmass der Krise der Printmedien zu illustrieren. Das Werbevolumen sank in den letzten fünf Jahren um 380 Millionen Franken. Nahmen die Zeitungen 2009 mit Inseraten noch 1,91 Milliarden Franken ein, so waren es 2014 noch 1,53 Milliarden, schreibt die Stiftung Werbestatistik Schweiz. Zwar stieg im gleichen Zeitraum die Werbung im Onlinebereich um einen ähnlich hohen Betrag, um 360 Millionen auf 720 Millionen. Doch dabei handelt es sich bloss um eine Schätzung, und der Grossteil des Betrags dürfte Portalen ohne redaktionelle Eigenleistungen zugutegekommen sein. Angesichts des Strukturwandels durch die Digitalisierung hat eine Debatte über die Medienförderung eingesetzt. Die substanziellsten Beiträge in den letzten beiden Jahren stammen von der SP Schweiz sowie der Eidgenössischen Medienkommission (Emek). Die entscheidende Frage in der Debatte lautet, inwiefern Medien finanziell unterstützt werden können, ohne dass sie in neue Abhängigkeiten geraten und die Medienfreiheit tangiert wird. Diese wird in der Verfassung gleich nach der Religions- und der Meinungsfreiheit gewährleistet. (…). Kaspar Surber.
WOZ, 16.7.2015.
Personen > Surber Kaspar. Presseförderung. WOZ, 16.7.2015.
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27.03.2014 Schweiz
Demonstrationen Bern
Faschismus
Personen
WOZ
Bettina Dyttrich
Kaspar Surber
Faschismus
Volltext

Rechtsextremismus. Werwölfe trollen sich. Sie wollten Härte zeigen - jetzt geben die Organisatoren der Demo „Stopp Kuscheljustiz“ auf. Ihre Nähe zu Neonazis war offensichtlich. Am Schluss kriegten die Organisatoren der Kundgebung „Stopp Kuscheljustiz“ kalte Füsse. Der Verein hatte diesen Samstag zu einer „Volksversammlung“ auf den Berner Bundesplatz gerufen, zum „Schutz unserer Kultur, Heimat und Tradition“. Kurz vor der Abstimmung über die „Pädophilie-Initiative“ wollte man eine „konsequente Umsetzung“ von Gefängnisstrafen und Ausschaffungsentscheiden fordern.

Als Organisatoren in Erscheinung traten Dominik Pfister und Benjamin Moser aus dem Thurgau. Die beiden Mittzwanziger - Typ Partyveranstalter - beteuerten, nicht mit Neonazis in Kontakt zu stehen. In einem Interview auf Tele Bärn betonten sie, „rein vom patriotischen Denken her“ zu kommen. Zu Beginn dieser Woche distanzierte sich Moser von der Kundgebung aus Angst, an den Pranger gestellt zu werden. Ironie des Schicksals: Einen öffentlichen Pranger für Verdächtige fordert sein Verein. Auch Pfister zeigte Schwäche: „Bi uf de Suechi nachere starche Persönlichkeit wo mit mir zeme de Weg wiiter goht mit de Demo“, schrieb er auf Facebook. Am Mittwochnachmittag sagte er die Kundgebung ab. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich auf der Facebook-Seite rund 900 Personen angemeldet.

Kaspar Surber, Bettyna Dyttrich.

WOZ, 27.3.2014.

WOZ > Demonstration Bern. Faschismus. WOZ. 2014-03-27.

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27.03.2014 Schweiz
Antifaschismus
Demonstrationen Bern
Personen
WOZ
Bettina Dyttrich
Kaspar Surber
Faschismus
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Rechtsextremismus. Werwölfe trollen sich. Sie wollten Härte zeigen - jetzt geben die Organisatoren der Demo „Stopp Kuscheljustiz“ auf. Ihre Nähe zu Neonazis war offensichtlich. Am Schluss kriegten die Organisatoren der Kundgebung „Stopp Kuscheljustiz“ kalte Füsse. Der Verein hatte diesen Samstag zu einer „Volksversammlung“ auf den Berner Bundesplatz gerufen, zum „Schutz unserer Kultur, Heimat und Tradition“. Kurz vor der Abstimmung über die „Pädophilie-Initiative“ wollte man eine „konsequente Umsetzung“ von Gefängnisstrafen und Ausschaffungsentscheiden fordern.

Als Organisatoren in Erscheinung traten Dominik Pfister und Benjamin Moser aus dem Thurgau. Die beiden Mittzwanziger - Typ Partyveranstalter - beteuerten, nicht mit Neonazis in Kontakt zu stehen. In einem Interview auf Tele Bärn betonten sie, „rein vom patriotischen Denken her“ zu kommen. Zu Beginn dieser Woche distanzierte sich Moser von der Kundgebung aus Angst, an den Pranger gestellt zu werden. Ironie des Schicksals: Einen öffentlichen Pranger für Verdächtige fordert sein Verein. Auch Pfister zeigte Schwäche: „Bi uf de Suechi nachere starche Persönlichkeit wo mit mir zeme de Weg wiiter goht mit de Demo“, schrieb er auf Facebook. Am Mittwochnachmittag sagte er die Kundgebung ab. Bis zu diesem Zeitpunkt hatten sich auf der Facebook-Seite rund 900 Personen angemeldet.

Kaspar Surber, Bettyna Dyttrich.

WOZ, 27.3.2014.

WOZ > Demonstration Bern. Faschismus. WOZ. 2014-03-27.

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28.11.2013 Schweiz
Abstimmungen Schweiz
Personen
WOZ
Kaspar Surber
1-zu-12-Initiative
Volltext

Jetzt gehts um die Lebenswirklichkeit. Die Abzockerinitiative wurde angenommen, die 1:12-Initiative abgelehnt – was eine wiedererwachte Linke daraus folgern kann. Obwohl das Ergebnis am Schluss mit den Umfragen übereinstimmte und also die Enttäuschung nicht allzu gross ist, stellt sich trotzdem die Frage: Warum stimmten zwei Drittel der Abzockerinitiative zu und nur ein Drittel der 1:12-Initiative? Man könnte vorschnell dem ordnungspolitischen Argument folgen, nach dem die Abzockerinitiative die Minderung der als problematisch empfundenen Lohnungleichheit der Wirtschaft überlässt, genauer ihren EigentümerInnen, derweil bei der 1:12-Initiative die Politik, also die BürgerInnen, einen Massstab vorgeben. Doch der Unterschied zwischen den Initiativen liegt tiefer. (...).Kaspar Surfer.

WOZ, 28.11.2013.
Personen > Surfer Kaspar. 1-zu-12-Initiative. Abstimmung. WOZ. 2013-11-28.

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15.11.2012 Schweiz
Frauen
Personen
Unia Schweiz
Vania Alleva
Renzo Ambrosetti
Corrado Pardini
Kaspar Surber
Interview
Präsidium
Volltext

Vania Alleva. „Wer hier arbeitet, muss die gleichen Rechte haben“Als erste Frau wird Vania Alleva Kopräsidentin der traditionell männerdominierten Gewerkschaft Unia. Von einem inhaltlichen Machtkampf auf dem Weg an die Spitze will sie nichts wissen. Angesichts der Entlassungswelle im Land fordert sie eine ökologische Industriepolitik und mehr Schutz in Dienstleistungsberufen. (...). Mit Foto.
Kaspar Surber (Interview) und Ursula Häne (Foto).

WOZ. Donnerstag, 15.11.2012.
Personen > Alleva Vania. Interview Kaspar Surber. WOZ 15.11.2012.

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08.11.2012 Schweiz
Asylgesetz
Personen
Referendum
SP Schweiz
Pascale Bruderer
Christian Levrat
Kaspar Surber
Asylgesetz
Internierungslager
Volltext

Die SP und die Taktik. Und wieder spricht Oberlehrer Levrat. SP-Präsident Christian Levrat spielt sich gerne als Chef der Linken auf. Und produziert - wie jetzt beim Asylreferendum - immer wieder ein Tohuwabohu. Ein Plädoyer für eine Linke als Bewegung. (...). Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 8.11.2012.
Personen > Levrat Christian. Asylgesetz. 8.11.2012.

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22.03.2012 Rheineck
Zürich
Personen
Revolutionärer Aufbau
WOZ
Kaspar Surber
Antifaschismus
Prozess
Volltext

Antifaschismus vor Gericht. Bitte nur mit Bewilligung. Der Prozess gegen einen Antifaschisten in Rheineck zeigte, wie die Meinungsfreiheit auf der Strasse eingeschränkt wird: in den Argumenten, aber auch in der Atmosphäre. „Überall hat es Polizei! Was ist nur los?“, fragt eine Bewohnerin im Ostschweizer Städtchen Rheineck. (...). Mit Demo-Foto. Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 2012-03-22.
WOZ > Antifaschismus. Prozess. 2012-03-22.doc.

 

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05.01.2012 Schweiz
BaZ
Kapitalismus
Personen
Weltwoche
Christoph Blocher
Micheline Calmy-Rey
Kaspar Surber
Devisen
Euro
Nationalbank
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Zur Devisenaffäre (1). Hildebrands Zürichberg-Kunst. Der unterschiedliche Geschmack zeigt sich schon in der Kunst. Kashya Hildebrands Galerie setzt nicht auf Heimatbilder von Albert Anker, wie sie Milliardär Christoph Blocher sammelt, sondern auf asiatische GegenwartskünstlerInnen, die „hergebrachte Bilder von Nationalität und kultureller Identität verändern“. (...). Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 2012-01-05.
Kapitalismus > Nationalbank. 2012-01-05.doc.

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01.12.2011 St. Gallen
Gewerkschaftsbund
Personen
SP
Paul Rechsteiner
Kaspar Surber
Ständerat
Ständeratswahlen
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Über St. Gallen hinaus. Und siehe: Es ist möglich! Die Postkarten von St. Galler KünstlerInnen, darunter dem als Sprengmeister bekannten Roman Signer, waren bereits vor dem ersten Wahlgang aufgetaucht. Sie riefen dazu auf, Paul Rechsteiner in den Ständerat zu wählen. Ende Oktober erzielte der Chef des Gewerkschaftsbunds einen Achtungserfolg. Für die zweite Runde liessen die KünstlerInnen dann einen neuen, knappen Satz auf die Karten drucken: „Es ist möglich!“ Am letzten Sonntag wurden im bürgerlichen St. Gallen tatsächlich die herrschenden Verhältnisse gesprengt: Der „Tages-Anzeiger“ spricht von einer „Sternstunde der Linken“, die NZZ von einem „historischen Wahlsieg für die SP“, dies, nachdem die Medien Rechsteiner lange nur als Aussenseiter gehandelt hatten. (...). Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 2011-12-01.
Personen > Rechsteiner Paul. Ständeratswahlen. 2011-12-01.doc.

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24.11.2011 Aegypten
Zürich
Personen
Widerspruch
Elmar Altvater
Balthasar Glättli
Anni Lanz
Kaspar Surber
Frauen
Sans-Papiers
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„Widerspruch“: Demokratie, Macht, Energiewende. Wenn die Angst das Lager wechselt. Der neue „Widerspruch“ beschäftigt sich mit dem arabischen Frühling, speziell mit der Rolle der Frauen im Aufstand. Und bringt, nach der Atomkatastrophe von Fukushima, ökologische und soziale Überlegungen zusammen. Zum 60. Mal liegt der „Widerspruch“ vor, der Sammelband zur sozialistischen Politik. Ein Jubiläum, das die Redaktion um Pierre Franzen gewohnt zurückhaltend bekannt gibt: Die Gedanken sollen sich selbst aus den eng bedruckten Seiten entfalten. Die Lektüre des „Widerspruch“ braucht ihre Zeit, aber gerade darin liegt die Stärke der Halbjahresschrift: dass sie die Entwicklung mit einer Verzögerung beschreibt. Die entscheidenden Punkte, die Unterlassungen wie die Möglichkeiten linker Politik werden sichtbar, auch in der aktuellen Nummer: Sie handelt von Schranken und Kippmomenten, vom Umbruch und von der Umgestaltung. Im Fokus stehen der arabische Frühling sowie die Energiewende nach Fukushima. (...). Kaspar Surber.

WOZ. Donnerstag, 2011-11-24.
Widerspruch > Frauen. 2011-11-24.doc.

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01.05.2011 Schweiz
1. Mai Schweiz
Personen
SGB
WOZ
Georg Büchner
Kaspar Surber
Besitzverhältnisse
Kapitalismus
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Zum 1. Mai. Nehmt ihnen das Geld weg! Von Kaspar Surber. Bei der Lohnverteilung, bei der Abgabenpolitik, bei der Vermögensentwicklung: In der Schweiz findet eine gigantische und systematische Umverteilung von unten nach oben statt. Das belegt der „Verteilungsbericht“ des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes, der diese Woche erschienen ist. Wie gigantisch die Umverteilung ist, zeigt sich beim Betrachten der Zahlen: Das Lohnwachstum der Mehrheit der Beschäftigten blieb unter ihrem Beitrag an die Produktivität, die Zahl der Gehaltsmillionäre hat sich hingegen in den letzten zwanzig Jahren verfünffacht. Systematisch wird die Umverteilung von der Politik ermöglicht: Direkte Steuern, die progressiv wirken, werden durch indirekte Abgaben ersetzt. Mit der Folge, dass einer Familie mit tiefem Einkommen von ihrem Lohnzuwachs noch ein Zehntel, einer Familie mit hohem Einkommen alles bleibt. Dass die Umverteilung mit voller Absicht erfolgt, wurde diesen Frühling exemplarisch an der Unternehmenssteuerreform II ersichtlich: (...). Kaspar Surber. WOZ. Donnerstag, 28.4.2011. Archiv Schaffer

1. Mai Schweiz.Kapitalismus. WOZ 28.4.2011.pdf

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