Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 17

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
06.11.2018 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
Officine Bellinzona. Arbeitsplätze verteidigen. Die Mitarbeitenden der Officine fordern mit einer Resolution den Erhalt der Arbeitsplätze und Arbeitsvolumen. Und sprechen ihrer Personalkommission volles Vertrauen aus. In der Malerei der Officine ist der Platz eng: Über 300 Personen sind der Einladung der Personalkommission gefolgt. Peko-Präsident Ivan Cozzaglio erklärt einleitend den Zweck der Versammlung: Das Personal der Officine soll über deren Zukunft mitreden können und eine Resolution verabschieden, die der erweiterten Personalkommission ein Mandat für das weitere Vorgehen erteilt. Die Position der Peko umreisst Cozzaglio so: „Niemand von uns ist gegen die Bereitstellung von 120 Millionen für den Umzug der Officine, wie euch einige Vorgesetzte glauben machen wollen. Doch unser Hauptziel bleibt der Erhalt der Arbeitsplätze. Ein Projekt, das mehr als die Hälfte der Stellen streichen will, können wir nicht akzeptieren. Heute entscheiden wir nicht über die Zukunft der Officine, aber wir wollen mit euch diskutieren, welche Linie wir fahren wollen.“ Arbeitsplätze im Mittelpunkt. Gianni Frizzo, Präsident des Vereins „Giù le mani dall’Officina“, hält einleitend zu seiner Präsentation der acht Resolutionspunkte fest, dass die Resolution den bisherigen Kampf für die Zukunft der Officine weiterführe und die Haltung des Personals aufzeige. Kernforderung der Resolution sei die Sicherung der Arbeitsplätze. „Der geplante Stellenabbau resultiert aus der Streichung des Geschäftsbereichs Güterverkehr. Das haben nicht wir erfunden, sondern das hat die SBB selber gesagt“, stellt Frizzo klar. (…). Pascal Fiscalini, Markus Fischer.
SEV, 6.11.2018.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2018-11-06.
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24.10.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
Personal und Gewerkschaften machen Druck auf die Politik. Officine: Taten statt Worte! Personalvertreter des SBB-Werks Bellinzona übergaben dem Präsidenten des Kantonsparlaments am 17. Oktober eine Petition und sprachen anschliessend bei der Tessiner Regierung vor. Beide Male forderten sie die Politiker auf, bei der SBB energischer als bisher darauf zu pochen, dass sie ihre Versprechen einhält. Bei beiden Treffen stellten die Personalvertreter die Arbeitsplätze ins Zentrum. „Diesbezügliche Sorgen sind mehr als berechtigt, denn seit 2013 hat das SBB-Werk 130 Stellen und 90‘000 Stunden an Arbeitsvolumen verloren“, sagt Gewerkschaftssekretär Pascal Fiscalini, der in der Personaldelegation den SEV vertrat. „Bei der ganzen Diskussion über die Zukunft der Officine ist der Erhalt der Arbeitsplätze der entscheidende Punkt, nicht die Standortfrage. Das Personal erwartet von der Regierung, dass sie sich für seine Interessen und die des ganzen Kantons einsetzt. Leider hat sie am 18. Oktober bei ihrem Treffen mit der SBB noch nicht die Garantien erhalten, die das Personal und die Gewerkschaften beruhigen könnten: nämlich dass die SBB die Verträge einhält, die sie bei der Gründung des Kompetenzzentrums für Bahntechnologie abgeschlossen hat. Und dass sie explizite Garantien zum Arbeitsvolumen in den Officine bis 2026 abgibt.“ Vor dem Treffen mit der Regierung überreichten die Personalvertreter dem Präsidenten des Tessiner Grossen Rats, Walter Gianora, die Petition mit dem Titel „Die SBB muss die Verträge einhalten“, unterschrieben von 347 (…).
SEV, kontakt.sev, 24.10.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Stellenabbau. SEV, 2017-10-24.
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12.09.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
SEV Schweiz

Betrieb
Industriewerk Bellinzona
Personalkommission
Volltext
Die erweiterte Peko fordert, im Tessin langfristig Drehgestelle aufzuarbeiten. Treffen der „Diskussionsplattform“ zur Zukunft der Officine. SBB-Werk Bellinzona am Scheideweg? Die Anzeichen werden immer konkreter: Die SBB will im Tessin ein neues Werk für den Unterhalt von Reisezügen bauen. Auf den ersten Blick ist dieses Projekt attraktiv, doch genauer betrachtet hat es auch Haken. Am Dienstag, 5. September, traf die Personalkommission der Officine, erweitert durch Vertreter der Gewerkschaften SEV, Unia und Transfair, die Entscheidungsträger der SBB, um über Ideen zu diskutieren, die das Unternehmen neulich präsentiert hatte. Seit Jahren fordert die erweiterte Peko die Erhöhung des Auftragsvolumens für die Officine. Dass dies nötig ist, hat die SBB sogar selbst im Rahmen der Verträge von 2013 für die Realisierung des Kompetenzzentrums für Bahntechnik schriftlich festgehalten. In diese Richtung hatte die Peko diverse Vorschläge gemacht, darunter jenen, in den Officine die neuen „Giruno“-Züge von Stadler zu unterhalten, die ab 2019 nach und nach alle Fernverkehrsverbindungen durch den Gotthard-Basistunnel gewährleisten sollen. Die SBB hat diesen Vorschlag immer wieder zurückgewiesen, weil in den Officine hohe Investitionen nötig seien und weil diese angeblich nicht dafür geeignet seien, komplette Züge aufzunehmen. Dieses Argument wurde jedoch letztes Jahr widerlegt, als eine einfache, praktische Prüfung zeigte, dass die Officine problemlos auch ganze Reisezugskompositionen wie zum Beispiel die (…). Pietro Gianolli, Karin Taglang.
SEV, kontakt.sev., 12.9.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. Peko. SEV, 2017-09-12.
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18.04.2017 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Pietro Gianolli
Karin Taglang
Geschichte
Industriewerk Bellinzona
Volltext
SEV fördert Studie über das „Phänomen“ Officine der SBB in Bellinzona. Der Streik als Ausgangspunkt. Eine Studie des Departements für Betriebswirtschaft, Gesundheit und Soziales der SUPSI, die auch vom SEV unterstützt wurde, soll herausfinden, weshalb die Officine der SBB in Bellinzona seit nunmehr fast zehn Jahren immer wieder ein aktuelles Thema ist. Einen Fall wie den der Officine Bellinzona gibt es kein zweites Mal. Dennoch kann man seine Beispiellosigkeit nicht einzig und allein auf den Streik von 2008 zurückführen. Ein besonderes Ereignis. Natürlich war dieser Streik kein alltägliches Ereignis: Seine Dauer, die Entschlossenheit, mit der er geführt wurde, aber auch die grosse Unterstützung und Beteiligung der Bevölkerung, die man zu wecken vermochte, machten den Streik zu einem besonderen Ereignis. Nicht ohne Grund hatte Bundesrat Moritz Leuenberger an der Pressekonferenz, die auf die Einigung am Ende des Streiks folgte, von einem Konflikt gesprochen, der weit über die Grenzen der Unternehmung hinauswirkte und die Notwendigkeit des „nationalen Zusammenhalts“ aufzeigte. Stets wachsam bleiben. Diese aussergewöhnlichen Umstände allein reichen jedoch nicht aus, um das nach zehn Jahren weiterhin grosse Interesse an der „Frage der Officine“ zu erklären. Das Wichtigste ist, dass die Officine immer noch besteht. Die SBB zeigte sich wiederholt optimistisch und machte Zusicherungen, was deren Zukunft betrifft. Trotzdem, innerhalb der Officine ist weiterhin eine besonders aktive (…). Pietro Gianolli, Karin Taglang.
SEV kontakt, 18.4.2017.
SEV > Industriewerke Bellinzona. SEV, 2017-04-18.
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14.06.2016 Schweiz
Arbeitsbedingungen
Personen
SEV Schweiz
Peter Anliker
Henriette Schaffter
Arbeit auf Abruf
Industriewerk Bellinzona
Volltext
Aktion „SEV bi de Lüt“ vom Mai im Industriewerk Yverdon. Arbeit auf Abruf? – Nein danke! Der SEV hat gegen die im Industriewerk Yverdon praktizierten kurzfristigen Aufgebote zur Samstagsarbeit interveniert, damit eine klare Weisung erlassen wurde. Im Industriewerk Yverdon muss gelegentlich auch am Samstag gearbeitet werden. Das ist eigentlich nicht problematisch, meistens versteht man auch die Gründe. Wie aber diese „Arbeitssamstage“ geplant wurden, war bisher etwas… speziell. Der SEV hat nämlich erfahren, dass es sich bisher um Arbeit auf Abruf handelte – ohne Entschädigung. Deshalb haben die beiden SEV-Gewerkschaftssekretäre Jürg Hurni und Jean-Pierre Etique eine Unterredung verlangt, die jüngst stattgefunden hat. Neben den beiden nahmen daran auch ein Vertreter der Personalkommission und die Leitung des Industriewerks teil. Die Samstagsbeschäftigung sollte dabei so geregelt werden, wie es das Gesetz vorsieht. Ungeplante Samstagseinsätze, d.h. solche, die weniger als 36 Stunden im Voraus angekündigt werden, sind künftig freiwillig. Die tägliche Arbeitszeit von 8h12 wird garantiert, sie kann zum Verlängern des nächsten Wochenendes genutzt werden. Auf Verlangen des Beschäftigten kann die Kompensation auch unter der Woche oder an einem anderen Wochenende erfolgen. Zusätzlich gibt es für diese kurzfristigen Samstagseinsätze eine Zulage von 90 Franken. „Eine gute Lösung“, erklärt Jean-Pierre Etique: „Wir sind zufrieden damit, dass wir diese Zulage für ungeplante Samstage erreicht haben. Es ist eine gute Lösung sowohl für die Angestellten wie für den Arbeitgeber, (…). Henriette Schaffter, Peter Anliker.
SEV Schweiz, kontakt.sev, 14.6.2016.
SEV Schweiz > Arbeit auf Abruf. SEV Schweiz, 2016-06-14.
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03.03.2016 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
SEV Schweiz
Markus Fischer
Industriewerk Bellinzona
Stellenabbau
Volltext
SBB-Industriewerk Bellinzona. wird im Tessin wieder zum politischen Thema. Extreme Spannung acht Jahre nach dem Streik. Im IW Bellinzona wächst die Sorge um die Zukunft der Arbeitsplätze, obwohl oder gerade weil die SBB zu beruhigen versucht. Am 18. Februar trafen sich in Luzern Vertreter/innen von SBB, Personal, Gewerkschaften und Behörden unter der Leitung des Urner Rechtsanwalts Franz Steinegger, der sich nach dem Streik von 2008 als Moderator der „runden Tische“ bewährt hatte. Das Treffen hatte die Tessiner Regierung angeregt, nachdem Personal und Gewerkschaften Alarm geschlagen hatten, weil vor allem in der zweiten Hälfte des letzten Jahres die SBB-Aufträge, besonders beim Wagenunterhalt, markant eingebrochen waren. Denn die SBB hatte sich 2013 in den Abkommen im Hinblick auf die Gründung des Kompetenzzentrums für nachhaltige Mobilität und Bahntechnik verpflichtet, das Volumen der Aufträge ans IW beizubehalten. Am Treffen wurde denn auch klar festgehalten, dass die SBB diese Pflicht vernachlässigt hat. Die SBB begnügte sich damit, die heute fehlenden 30% an Aufträgen im Vergleich zu 2013 als „Rückstände bedingt durch aussergewöhnliche Umstände“ zu erklären. Und sie erlaubte sich, noch während des Treffens eine «beruhigende» Medienmitteilung zu verschicken, in der sie Stabilität in den nächsten fünf Jahren und Investitionen von 20 Millionen Franken im IW versprach. Vertrauen verloren. (…). Markus Fischer, Gi.
SEV, kontakt.sev, 3.3.2016.
Personen > Fischer Markus. Industriewerke Bellinzona. SEV, 2016-03-03.
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01.05.2014 Bellinzona
Funke, Der
Industriewerke Bellinzon
Personen
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Interview
Volltext
Officine Bellinzona. Bereits 2008 hat sich Gianni Frizzo, der Streikführer der Officine in Bellinzona, dazu bereit erklärt, ein Interview mit uns zu führen. Beinahe sechs Jahre später haben wir ihn an der Jugendkommission der Gewerkschaft Unia wieder getroffen. Er war so freundlich und hat uns ein weiteres Interview gewährt. Wie ist heute, fünf Jahre nach dem Streik, die Lage im Werk? Die Lage ist nach wie vor schwer für uns. Es ist ein täglicher Kampf den Respekt und die Würde zu verteidigen, welche wir uns durch den Streik erkämpft haben. Unsere Mitsprache wird täglich in Frage gestellt. Wir haben viel erreicht und konnten durchsetzen, dass die Officine nicht geschlossen werden. Die SBB mag jetzt zwar ihre Taktik geändert haben, sie geht langsamer vor, Salamitaktik sozusagen, aber ihr Endziel bleibt dasselbe wie 2008. Das sehen wir an vielen Beispielen wie etwa das der Restrukturierungen in den Officine von Biasca. Die SBB drückt einem entweder den Stempel Leben oder Tod auf. Wenn man einmal den Todesstempel hat, ist es schwierig noch etwas zu retten. Das haben wir aber geschafft zu verhindern und halten uns bereit für weitere Angriffe. Existieren die Betriebsversammlungen und Mitspracherechte noch, oder hat sich das geändert? (…). Die Redaktion.
Der Funke, Nr. 33. Mai 2014.
Personen > Frizzo Gianni. Interview. Der Funke, Nr. 33, Mai 2014.
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03.06.2011 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Unia
Work

Betriebsschliessung
Entlassungen
Industriewerk Bellinzona
Streik-Komitee

Officine: Es gärt erneut. Bellinzona. Eigentlich wollte Bundesrätin Doris Leuthard den runden Tisch um die SBB-Werkstätten in Bellinzona Ende Mai beenden. Zur Erinnerung: Im März 2008 hatte der SBB-Konzern den Abbau von 127 Stellen bei den Officine angekündigt. Ein wochenlanger Streik zwang die SBB zum Rückzieher. Seither arbeiteten Belegschaft und SBB unter Vermittler Franz Steinegger an Lösungen. Erfolgreich. Die Officine stellten zusätzliche Arbeitende ein. Doch seit ein paar Monaten spitzt sich der Konflikt erneut zu. Sprecher des Streikkomitees nennen die Lage „dramatisch“: Kader haben den Job hingeschmissen, auch der Werksdirektor. „Sie wollen uns langsam sterben lassen“, sagt ein Officine-Arbeiter. Jetzt hat das Streikkomitee die Verlängerung des runden Tisches erzwungen.

 

Work. Freitag, 3.6.2011.

Unia > Industriewerke Bellinzona. Streikkomitee. 3.6.2011.doc.

04.12.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Work

Industriewerk Bellinzona
SBB-Cargo
Streik-Komitee
Anruf beim Bundesrat. Officine Bellinzona: Der runde Tisch geht weiter. Eigentlich wollte der SBB-Konzern die Verhandlungen mit der Belegschaft über die Zukunft der Officine von Bellinzona Ende November beenden. Doch die "letzte" Sitzung zwischen Streikkomitee, Vermittler Franz Steinegger und den SBB verlief für die Manager nicht wie geplant. Auf Druck der Belegschaft und nach einem Anruf bei Bundesrat Moritz Leuenberger wurde die Weiterarbeit beschlossen. Offen ist die Zukunft der Werkstätten bis 2020. Bisher gibt es keine verbindlichen SBB-Zusagen. Der Konzern will über 700 Millionen in den Unterhalt investieren, davon nur 17 Millionen in Bellinzona. Einen Teilerfolg konnten die Officine verbuchen: Drei Personen werden direkt Aufträge von anderen Bahnbetreibern in Bellionzona akquirieren. Work 4.12.2009
19.11.2009 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Streik
Work
Oliver Fahrni
Gianni Frizzo
Betriebsschliessung
Industriewerk Bellinzona
Volltext

Der Hosenlupf hat sich gelohnt. Dank dem Streik und knochenharter Arbeit an einem Industriekonzept haben die Arbeitenden ihre Fabrik gerettet. „Nehmen wir unser Schicksal in die eigenen Hände“, sagte der Elektriker Gianni Frizzo zur streikenden Belegschaft der SBB-Werkstätten in Bellinzona. Es war in den ersten Märztagen 2008. So etwas ist im Kapitalismus nicht vorgesehen: dass die Arbeitenden über die Organisation des Betriebs mitreden, über Ziele und wirtschaftliche Strategien, über Personal und Investitionen. „Es ging um ein Stück Selbstbestimmung“, sagt der Maschinenschlosser Sandro Marci vom Streikkomitee.
Frizzos Spruch war mehr als ein Slogan. (...). Oliver Fahrni.

Work online, 19.11.2009.
Personen > Fahrni Oliver. Industriewerke Bellinzona. Streik. Work. 2009-11-19.

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02.07.2009 TI Kanton
Personen
SBB-Cargo
SP
Unia
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Demütigung für SBB-Cargo-Streikführer. Gianni Frizzo verpasst die Wiederwahl als Sektionspräsident der Gewerkschaft Unia. Die Tessiner Sektion der Gewerkschaft Unia und Streikführer Frizzo übertreffen sich gegenseitig mit Vorwürfen. Gianni Frizzo hat den Streik in den SBB-Werken in Bellinzona (Officine) angeführt. Frizzo hat mit Bundesreat Moritz Leuenberger und mit der SBB-Spitze verhandelt. In Gewerkschaftskreisen war er ein gefragter Referent, der darüber berichten konnte, wie aus dem Protest der SBB-Cargo-Arbeiter im Tessin ein Volksaufstand werden konnte. Doch am vergangenen Freitagabend wurde derselbe Gianni Frizzo als Präsident der Unia-Sektion Bellinzona und Misox abgewählt. Gleich erging es vier weiteren Mitgliedern des ehemaligen Streikkomitees. Gestern versuchte die Tessiner SP zu vermitteln: Sie verlangte von der Gewerkschaft Erklärungen. Die Grüne Partei solidarisierte sich mit dem Abgewählten. (...). Mit Foto. Alexander Grass. BaZ 2.7.2009
19.09.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Work
Oliver Fahrni
Film
Industriewerk Bellinzona
"Giu le mani!": Der Dokumentarfilm aus Bellinzona. Um 7 Uhr 30 haben sie für den Streik gestimmt. Ein Streikfilm, der bewegt: Als er am Filmfestival in Locarno gezeigt wurde, hatte sogar Festivaldirektor Marco Solari Tränen in dne Augen. (…). Mit Foto. Oliver Fahrni. Work 19.9.2008
04.04.2008 Bellinzona
Personen
SBB-Cargo
Work
Ivan Cozzaglio
Oliver Fahrni
Sandro Marci
Industriewerk Bellinzona
Sandro Marci und Ivan Cozzaglio, Arbeiter bei SBB-Cargo: "Sie wollen uns verpflanzen". Zwei vom SBB-Streikkomitee über ihren Kampf um Bellinzona, über das soziale Malaise und die neue Mündigkeit. Eigentlich möchtest du nur arbeiten. Doch jetzt streikst du zum ersten Mal in deinem Leben, weil sie dir keine Wahl lassen. Du streikst und verhandelst mit den grossen Herren, die normalerweise über deinen Alltag regieren, die Herren mit der harten Maske, mit den krachenden Worten und den bedeutungsvollen Gesten. Mit ihren Wutausbrüchen. Ihrer Aggressivität und ihrer Arroganz. (…). Mit Fotos. Aufgezeichnet von Oliver Fahrni. Work 4.4.2008
04.04.2008 Bellinzona
Personen
SBB-Cargo
Streik
Work
Oliver Fahrni
Industriewerk Bellinzona
Streik
Keine Feier mit Meyer. Viele wollen den Cargo-Streik beenden. Nur wie? Pläne und Zahlen auf den Tisch, den Verkehr von der Strasse auf die Schiene: Die Streikenden von Bellinzona fordern eine radikal neue Bahnpolitik. Der Druck, ein halbes Dutzend Scheinverhandlungen, ein Ultimatum, die Drohungen mit Schiedsgericht, Illegalität, fristlose Entlassung - nichts hat gefruchtet. Der Streik der Arbeiter von SBB-Cargo in Bellinzona brach nicht ein. (…). Mit Fotos. Oliver Fahrni. Work 4.4.2008
04.04.2008 Neuenburg
Uhrenindustrie
Unia Neuenburg
Work

GAV
Industriewerk Bellinzona
Den Uhren-GAV ausdehnen. Die Unia-Delegierten der Uhrenindustrie haben sich an ihrer Konferenz für eine schrittweise Ausdehung des Uhren-GAV ausgesprochen. Die Uhrenindustriekonferenz erklärte sich zudem solidarisch mit den Beschäftigten der SBB-Cargo. Work 4.4.2008
20.03.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Work
Oliver Fahrni
Gianni Frizzo
Industriewerk Bellinzona
Volltext

Streik für die ganze Schweiz. Sie haben jahrelang alles mitgemacht. Jetzt ist die Geduld der Büezer von SBB-Cargo zu Ende. Er ringt um Worte. Wechselt die Farbe. Kämpft gegen die Angst. Nicolas Perrin, Chef SBB Cargo, verliert vor aller Augen seine Fassung. „Warum Bellinzona?“ rufen die Arbeiter an den langen Tischen, wir sind produktiv, unser Werk macht Gewinn. Eben noch habt ihr uns 30 Millionen Investitionen versprochen – jetzt zerstört ihr unsere Existenz. Die Stimmung ist aufgewühlt in der grossen Halle der Lackiererei des Industriewerks Bellinzona. Gianni Frizzo, Unia-Mitglied und Wortführer der Arbeiter, spricht eindringlich auf den Chef ein: „Antworten Sie!“ Perrin erstarrt. Eine Hand legt sich auf seinen Arm… (...). Oliver Fahrni.

Work online, 20.3.2008.
Personen > Fahrni Oliver. Industriewerke Bellinzona. Gianni Frizzo. Work. 2008-03-20.doc.

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20.03.2008 Bellinzona
Industriewerke Bellinzon
Personen
Streik
Work
Marie-Josée Kuhn
Industriewerk Bellinzona
Streik
Das hat man gern in der Sonnenstube. Rasanter Streik. "Streik ist wieder denkbar". Das sagte Pierre-Alain Gentil nach seiner Wahl zum neuen Gewerkschaftschef der Bähnler im Work-Interview. Die SBB-Spitze unterschätzte die Unzufriedenheit bei ihren Angestellten, die immer mehr, immer schneller und mit immer weniger Personal leisten müssten. Das war im November 2006. Heute, knapp eineinhalb Jahre danach, ist Streik bei den Bähnlern nicht nur denkbar, er ist Realität. Rasante Realität: Seit bald 2 Wochen streiken Hunderte Mechaniker, Lackierer und Elektriker in der SBB-Werkstatt in Bellinzona. (…). Mit Foto. Marie-Josée Kuhn. Work 20.3.2008
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