Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 30

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
15.03.2010 Biel
Geschichte
Personen
Tobias Kästli
Guido Müller

Wenn das Armengut von den Reichen verprasst wird. Guido Müller, sozialdemokratischer Bieler Stdtpräsident von 921 bis 1947, war der Meinung, erst dank dem Wahlsieg der Linken nach dem Generalstreik von 1918 sei das "alte Biel" definitiv zu Ende gewesen. Aus einem ziemlich verkommenen Gemeinwesen sei damals, hell und zukunftsfroh, das "neue Biel" hervorgegangen. Zwischen neuem und altem Biel sah er eine tiefe Kluft. Seine Geschichtsauffassung hat auch mich in meiner Jugend geprägt. Ich schrieb ein Buch über das "rote Biel". Was vorher war, interessierte mich kaum. Heute sehe ich, dass manches, womit wir es heute zu tun haben, weit zurückweist in die frühe Neuzeit und ins Mittelalter. In erster Linie natürlich die Häuser und Gassen der Altstadt. Aber auch gewisse Institutionen sind in ihren Ursprüngen sehr alt: die Kirche, die Schule, das Spitalwesen. Sie prägen bestimmte Verhaltensweisen, die sich bis heute in ähnlicher Form immer wieder zeigen. (...). Mit Foto von Tobias Kästli. Tobias Kästli. Bieler Tagblatt. Montag 15.3.2010
21.02.2009 Biel
Personen
Guido Müller

"Eine gute Tat ist mehr wert als viele Reden". Der SP-Stadtpräsident Guido Müller war umtriebig und erregte oft Widerstand. Er führte Biel gestärkt aus der Krise der dreissiger Jahre und prägte die Stadt auch architektonisch. Für viele Bieler ist er ein Vorbild, für manche ein Held. Doch eigentlich war Guido Mülller (1875-1963) ein menschenscheuer Mann. (...). Mit Foto. Biler Tagblatt 21.2.2009
10.04.1971 Biel
Personen
Guido Müller
Beat Schaffer

Biel: Die Stadt des Herrn Guido Müller (SP). In: Zeitdienst, 10.4.1971.
01.01.1963 Schweiz
Personen
Guido Müller

Aus meinem Leben und dem einer Stadt. 141 Seiten, kartoniert. Francke-Verlag, Bern 1963
01.01.1963 Biel
Bibliothek Schaffer
Personen
Guido Müller

Aus meinem Leben und dem einer Stadt. Guido Müller. 141 Seiten, kartoniert. Francke-Verlag, Bern 1963
28.12.1955 Biel
Arbeiter-Kultur- und Sportkartell
Personen
Werner Baumgartner
Paul Hirschi
Guido Müller
Vorstandssitzung
Vorstand Arbeiter-Kultur- und Sportkartell Biel. 28.12.1955, 20 Uhr, Volkshaus. Genosse Sigfried Wiler hat sich entschuldigt. Die übrigen Mitglieder sind anwesend. Das Protokoll der Sitzung vom 16.11.1955 wird nach erfolgter Verlesung genehmigt. Am 3. Dezember 1955 feierte alt Stadtpräsident Genosse Dr. Guido Müller seinen 80. Geburtstag. Zu diesem Anlass veranstaltete die sozialdemokratische Gesamtpartei Biel am 2. Dezember eine Feier, zu der auch eine Vertretung des Sportkartells eingeladen war. Die Genossen Werner Baumgartner und Paul Hirschi nahmen daran teil und überreichten dem Jubilaren einen Früchtekorb im Wert von Fr. 35.-. Der Vorstand erklärt sich mit diesem Vorgehen einverstanden. Inzwischen ist auch ein Dankkärtchen von Genosse Müller eingetroffen. Protokoll Ernst Hänni. Vorstand Arbeiter-Kutur- und Sportkartell Biel, 28.12.1955
01.01.1952 Biel
Bibliothek Schaffer
Personen
Guido Müller

Das Neue Biel. 60 Seiten, gebunden. Berner Heimatbücher 48. Haupt-Verlag, Bern 1952
01.01.1952 Schweiz
Personen
Guido Müller

Das Neue Biel. 60 Seiten, gebundne. Berner Heimatbücher 48. Haupt-Verlag, Bern 1952
01.01.1950 Biel
Bibliothek Schaffer
Personen
Guido Müller

Wesen, Aufgaben und Organisation einer Stadtgemeinde. Guido Müller, alt Stadtpräsident Biel. 58 Seiten, A4, geheftet. Biel 1950
01.01.1950 Schweiz
Personen
Guido Müller

Wesen, Aufgaben und Organisation einer Stadtgemeinde. Guido Müller, alt Stadtpräsident Biel. 58 Seiten, A4, geheftet. Biel 1950
29.11.1945 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Emil Brändli
Jean Casagrande
Guido Müller
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Sekretär
SMUV
Volltext
Weihnachts-Aktion

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung, 29. November 1945

Vorsitz: Kollege Baptiste Clerico.

Traktanden: 1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Wahl des Sekretärs, 5. Weihnachts-Aktion, 6. Verschiedenes

 

1. Appell. Der Appell ergibt die Anwesenheit folgender Vorstandsmitglieder: die Kollegen Baptiste Clerico, Jakob Brunner, Werner Walter VPOD, Werner Walther WAV, Arnold Huguenin, Jean Casagrande, Willi Schmidli, Josef Flury, Walter Liniger.

2. Protokoll. Das Protokoll fällt aus, weil der Verfasser nicht anwesend ist.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Clerico teilt mit, dass am Donnerstag, den 6. Dezember im kleinen Saal des Volkshauses eine Geburtstagsfeier für den Genossen Dr. Guido Müller stattfindet, an der auch die Mitglieder des Kartellvorstandes teilnehmen sollten. Er verliest ferner ein Schreiben des SMUV, in dem dieser mitteilt, dass er der SP als Anteil der Regierungsstatthalter-Wahlkosten Fr. 400.- bezahlt hat. In der Angelegenheit der Zahntechniker kann er mitteilen, dass gemäss Schreiben des VPOD ein Eintritt dieser Gruppe in das Gewerkschaftskartell nichts im Wege steht. Weiter gibt Kollege Clerico bekannt, dass in Neuenburg eine Konferenz der Familien-Ausgleichskassen stattfindet, der auch das Gewerkschaftskartell Biel angeschlossen ist. Hierzu gibt Kollege Jean Casagrande einen ausführlichen Bericht.

4. Wahl des Sekretärs. Kollege Clerico informiert über ein Schreiben, das an die 3 Kandidaten gerichtet wurde. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift.

Ganzer Text
26.09.1944 Biel
Arbeiter-Kultur- und Sportkartell
Personen
Guido Müller
Sportanlagen
Strandboden
Vorstand Arbeiter-Kultur- und Sportkartell Biel. 26.9.1944, 20 Uhr, Restaurant Volkshaus. Vorsitz Genosse Fritz Jaggi. Anwesend sind die Genossen Fritz Jaggi, Walter Baumann, Hans Isler, Spitznagel und Robert Weibel. Entschuldigt sind die Genossen Fritz Gilomen und Walter von Dach. Genosse Robert Weibel greift die Ausführungen des Genossen Dr. Guido Müller auf, die er anlässlich der letzten Gesamtpartei-Versammlung inbezug der Ausgestaltung und Erweiterung der Bieler Turn- und Sportplätze gemacht hat. Er ist der Auffassung, dass sich der Sport-Kartell-Vorstand dieser Sache anzunehmen habe und die Intreressen unserer Arbeiter-Sportvereine in bezug auf die Neugestaltung der Turn- und Sportplätze tapfer unterstützte. Genosse Hans Isler berichtet über eine Besichtigung des Strandbodens seitens der Schuldirektion, zu der sämtliche Sportvereine eingeladen waren. Die Besichtigung und anschliessende Aussprache diente im Interesse der Bieler Sportplatz-Frage sowie der Eestellung eines Hallenschwimmbades mit Turnhalle. Genosse Hans Isler ist der Auffassung, dass es eine edle Aufgabe des Sport-Kartells sei, sich mit diesen Fragen zu befassen. Protokoll Robert Weibel. Vorstand Arbeiter-Kultur- und Sportkartell Biel, 26.9.1944
30.05.1941 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Max Felser
Jakob Habegger
Guido Müller
Max Weber
1. Mai Biel
Genodruck
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Mai-Bändel
Typographia Biel
Volltext
VPOD Biel

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 30. Mai 1941, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 1

Traktanden:

1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Kantonale Delegiertenversammlung, Bestellung der Delegierten, 5. Lokale Delegiertenversammlung, 6. Verschiedenes

 

1. Appell. Vorsitz: Kollege Josef Flury. Es sind 14 Kollegen anwesend. Kollege Voutat ist entschuldigt.

2. Protokoll. Die Protokolle vom 18. und 25. April 1941 werden verlesen und genehmigt. Kollege Paul Fell gibt seiner Verwunderung Ausdruck, dass die beiden Nominationen des VPOD in die Geschäftsprüfungskommission und in den Bildungsausschuss laut Protokoll vom 25. April zu Meinungsverschiedenheiten Anlass gegeben haben. Die Kollegen Emil Brändli und Josef Flury präzisieren ihre Ausführungen vom 25. April dahingehend, dass es dem VPOD möglich gewesen wär, noch besser befriedigende Vorschläge zu machen. In Zukunft sollten solche Vorschläge rechtzeitig eingeholt werden, damit es dem Vorstand möglich ist, dazu Stellung zu nehmen.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen.

Vom Bau- und Holzarbeiter-Verband liegt ein Schreiben vor, das die Kollegen Habegger und  Max Felser als seine Vertreter im Kartell-Vorstand bezeichnet. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand. Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

08.04.1941 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Paul Fell
Guido Müller
EW
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Gymnasium
SP Biel
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung 8. April 1941, 18.15 Uhr, Volkshaus Zimmer 1

Traktanden: Zusammenarbeit innerhalb der Partei und der Stadtratsfraktion

Vorsitz: Kollege Josef Flury

Es sind 8 Vorstandskollegen und der Präsident der Stadtratsfraktion anwesend.

Die Kollege Jakob Brunner, Voutat und Schneiter sind entschuldigt abwesend.

 

Kollege Paul Fell orientiert kurz über eine Sitzung der Geschäftsleitung der Partei. Genosse Dr. Guido Müller hat gegen die Kollegen Paul Fell und Emil Brändli polemisiert. Trotzdem ist Kollege Fell für die Besprechung einer Reihe von Sachfragen in der Fraktion. So die Revision der Gemeindeordnung, Arbeitsbeschaffung und Luftschutz. Es sollten auch Richtlinien aufgestellt werden für weitere Teuerungszulage-Aktionen. Stoff ist genügend vorhanden. Kollege Fell warnt vor persönlicher Polemik, vor allem sollte die Gymnasiumsfrage nicht bemüht werden. Kollege Emil Brändli ist auch der Auffassung, dass Stoff genug vorhanden sei. Er bedauert, dass über die Vorgänge im Gymnasium keine richtige Aufklärung zu erhalten sei. Es sollte auch über das Vertretungsrecht in der Kommission geredet werden. Über die Aufhebung der Installations-abteilung des EW sollte ebenfalls in der Partei, nicht nur in der Finanzkommission, gesprochen werden. 

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstand.Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

13.02.1940 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
SP Biel
Paul Fell
Hermann Kurz
Guido Müller
Gottfried Von Ins
Arbeitsamt
Arbeits-Detachemente
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
SP Biel
SP Madretsch
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel

Fortsetzung der gemeinsamen Sitzung des Kartellvorstandes und der Geschäftsleitung der Partei.

13. Februar 1940, 20 Uhr, Unionssaal Volkshaus

 

Kollege Josef Flury eröffnet die Sitzung mit der Begrüssung der beiden Vorstände mit der Hoffnung, eine zufriedenstellende Lösung werde möglich sein.

Parteipräsident Hermann Kurz verlangt das Wort zu einem Ordnungsantrag. Er verliest einen Vermittlungsvorschlag der Geschäftsleitung, dahingehend, dass die Arbeits-Detachemente ein Bestandteil der von den Gewerkschaften wie von der Partei anerkannten Landesverteidigung darstellen. Genosse Hermann Kurz glaubt, es erübrige sich, auf Details einzugehen, weil verschiedene Forderungen inzwischen verwirklicht worden seien. Die Kollegen Voutat und Chetelat machen Aufmerksam, dass das kantonale Arbeitsamt an den Regierungsrat Verbesserungs-anträge gestellt habe. Kollege Emil Brändli meint, der Vorschlag der Partei sei zu summarisch. Es seien noch heute zu viele Härten vorhanden, deren Beseitigung wir fordern müssten. Genosse Albert Fawer gibt ebenfalls Kenntnis von Erleichterungen. Er nimmt Genosse Küffer in Schutz betreffend GM-Handel. Kollege Gottfried von Ins meint, dass wir uns auf dem falschen Geleise befinden und uns interessiere zu wissen, ob die Geschäftsleitung der Partei einverstanden sei mit dem Artikel des Genossen Dr. Müller. Kollege Paul Fell ist nicht einverstanden mit der Resolution der Partei. Unsere Forderungen müssten genau festgehalten werden (s. Gewerkschaftskartell Biel, Arbeitsdetachemente, 13.2.1940. B. Schaffer). 

Gewerkschaftskartell Biel, Vorstand, Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

06.02.1940 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
GM
Personen
SP Biel
Paul Fell
Konrad Ilg
Hermann Kurz
Guido Müller
Arbeitslosigkeit
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Volltext

Gewerkschaftskartell Biel. Gemeinsame Sitzung Gewerkschaftskartell und Geschäftsleitung der Partei. 6. Februar 1940, 20 Uhr, Unionssaal Volkshaus

Vizepräsident Kollege Josef Flury begrüsst die beiden Vorstände. Zur Behandlung steht die Aussprache über die Arbeits-Detachemente einschliesslich des Presseartikels des Genossen Dr. Guido Müller, der am 22. Januar 1940 in der „Seeländer Volksstimme“ erschienen ist.

 

Als erster Sprecher teilt Kollege Emil Rufer den Standpunkt der Gewerkschaften vor. Er weist auf die Resolution hin, die in einer öffentlichen Protest-Versammlung, die durch das Gewerkschaftskartell auf den 27. Dezember 1939 einberufen wurde, einstimmig gutgeheissen wurde. Unsere Forderungen decken sich übrigens mit denen des Gewerkschaftsbundes. Kollege Emil Rufer kritisiert besonders die Anwendung der Bestimmungen durch das hiesige Arbeitsamtes. Im Falle der Arbeiter der General Motors hat das Arbeitsamt ganz versagt. Unsere Behörden fassen die Beschlüsse falsch auf. Den Artikel des Genossen Dr. Guido Müller müssen die Gewerkschaften verurteilen, weil er zu allgemein gehalten ist. Kollege Gottfried von Ins teilt mit, dass der Zentralvorstand des Bau- und Holzarbeiter-Verbandes sofort nach Kenntnisnahme des Bundesrats-Beschlusses eine Resolution an den Bundesrat gerichtet hat. Am 23. Januar 1940 ist dann eine Konferenz zustande gekommen, in der einigen Verbesserungen zugestimmt worden ist. Aber leider ist ein Tag vorher der Artikel des Genossen Dr. Guido Müller erschienen, der an der Konferenz auch entsprechend ausgeschlachtet wurde. 

Gewerkschaftskartell Biel DV Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

05.02.1940 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Guido Müller
Gottfried Von Ins
Gewerkschaftskartell DV Protokolle
Mobilmachung
Strick-Aktion
Volltext
Weihnachts-Aktion

Gewerkschaftskartell Biel Delegiertenversammlung

5. Februar 1940, 20 Uhr, kleiner Saal Volkshaus

 

Vizepräsident Kollege Josef Flury eröffnet um 20.15 Uhr die Versammlung und gibt folgende Traktandenliste bekannt:

 

1. Appell, 2. Protokoll, 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Rückblick auf den Ausgang der eidgenössischen Abstimmung vom 2./3. Dezember 1939, 5. Fragen, die mit der Mobilisation im Zusammenhang stehen: a) Teuerung und Löhne, b) Arbeitsdienst-Detachement, c) Lohnersatzordnung und Ausgleichskasse, d) Wie ist die Lastenverteilung der Mobilisationskosten gedacht, 6. Bedingungen zum Bezug der Arbeitslosen-Unterstützung pro 1940, 7. Unvorhergesehenes

1. Appell. Der Appell ergibt die Anwesenheit von 70 Delegierten. Vom Vorstand ist Kollege Sandmeier entschuldigt abwesend.

2. Protokoll. Die Protokolle der Delegiertenversammlungen vom 16. Oktober und 15. November 1939 werden verlesen und genehmigt.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Emil Brändli erstattet Bericht über die Strickaktion und Weihnachtsbescherung. Für die Strick-Aktion standen 1575 Franken zur Verfügung. Rund 200 Pakete sind zugeteilt worden. Der Rest von 40-50 Paketen folgt. Für die Weihnachtsaktion sind 6465.20 Franken zusammen gekommen. Es wurden 629 Kinder aus 300 Familien beschenkt. 

Gewerkschaftskartell Biel DV Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text
26.01.1940 Biel
Archiv GBLS Biel
Gewerkschaftskartell Biel
Personen
Paul Fell
M. Meister
Guido Müller
Austritte
Gewerkschaftskartell Vorstand Protokolle
Strick-Aktion
Volltext
Weihnachts-Aktion
Zugspersonal-Verband

Gewerkschaftskartell Biel. Vorstandssitzung. 26. Januar 1940, 20 Uhr, Volkshaus Zimmer 2

Vizepräsident Kollege Josef Flury eröffnet kurz nach 20 Uhr die Sitzung mit folgenden Traktanden:

 

1. Appell, 2. Protokoll , 3. Korrespondenzen und Mitteilungen, 4. Sekretariatsbericht, 5. Arbeitslosenfrage, 6. Geschäftsreglement, 7. Festsetzung der Delegiertenversammlung, 8. Unvorhergesehenes

1. Appell. Der Appell ergibt die Anwesenheit von 11 Vorstandsmitgliedern. Kollege Sandmeier ist entschuldigt.

2. Protokoll. Das Protokoll vom 29. Dezember 1939 wird wegen Unpässlichkeit des Protokollführers auf die nächsten Sitzung verschoben.

3. Korrespondenzen und Mitteilungen. Kollege Emil Brändli teilt mit, dass Kollege Josef Flury und er verschiedene Generalversammlungen der Eisenbahner-Sektionen besucht haben, weil an einigen Versammlungen Bestrebungen zum Austritt aus dem Gewerkschaftskartell vorhanden waren. Vom Zugspersonal-Verband liegt ein Protestschreiben vor betr. das Abstimmungsresultat vom 2./3. Dezember 1939. Durch das Eingreifen der Kollegen Josef Flury und Emil Brändli konnten Austritte verhütet werden. 

Gewerkschaftskartell Biel Vorstand Protokolle 1936-1946. Protokollbuch, gebunden, Handschrift. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text

14.08.1935 Biel
Neuer Chor Biel
Personen
Fritz Burkhalter
Guido Müller
Otto Zimmermann
Block der Arbeiterbewegungschöre
Volltext

Neuer Chor Biel an Genosse Erwin Lüscher, Lehrer, Basel

Präsident des Blocks der Arbeiterbewegungschöre

Biel, den 14. August 1935

 

Anbei sende ich Dir die Rückbürgschafts-Erklärung für Otto Zimmermann mit der Unterschrift unseres Stadtpräsidenten. Die anderen Genossen, bei denen ich in dieser Sache vorgesprochen habe, konnten sich leider nicht zur Unterschrift bewegen lassen. Genosse Dr. Guido Müller hat sich allerdings erlaubt, einen Abschnitt in der Bürgschaftserklärung zu streichen, da er sich an den ihm seinerzeit genannten maximalen Betrag von Fr. hundert hielt.
Es würde mich interessieren zu erfahren, wo sich OZI gegenwärtig befindet, da ich von ihm bis zur Stunde noch keine Mitteilung habe. 
Nun zur Arbeit des Neuen Chores Biel. Wir arbeiten also vorläufig mit eigenen Kräften tüchtig weiter. Am 28. September haben wir im Volkshaus unseren Abend, zu dem wir auch einen Gesangsverein verpflichtet haben, um den gesanglichen Teil (...). Ganzer Text

In Erwartung weiterer Mitteilungen Deinerseits, zeichnet mit Freundschaft an Dich, Deine Fanny sowie die Mitglieder des Kollektivs:
Fritz Burkhalter, Präsident

Kopie, Maschinenschrift. Archiv Schaffer

24.07.1935 Biel
Neuer Chor Biel
Personen
Erwin Lüscher
Guido Müller
Trudi Witta
Otto Zimmermann
Block der Arbeiterbewegungschöre
Freier Chor Olten
Rotes Kollektiv Basel

Neuer Chor Biel

Biel, den 24. Juli 1935

 

An Genossin Trudy Witta, Olten und Genosse Erwin Lüscher, Basel

 

Werte Genossin und Genosse!
Ein Schurkenstreich ohnegleichen scheint in letzter Stunde gegen Otto Zimmermann inszeniert worden zu sein. Man hat ihn bei den Behörden der Homosexualität bezichtigt. Ein Beamter der Geheimen Kantonspolizei hat vorgestern in dieser Angelegenheit bei mir vorgesprochen. Ihr könnt Euch mein Erstaunen vorstellen. Ich habe dem Beamten unumwunden gesagt, dass dies eine schlimme Denunziation sei. Noch heute will es mir nicht in den Sinn, wer die Gemeinheit besitzen könnte, Otto derart zu beschmutzen. Ich habe dem Beamten auch Eure Adressen gegeben, damit er sich auch bei Euch informieren könne. Hoffentlich wird es gelingen, den Verleumder festzustellen.
Dies zu Eurer Information. Es würde mich freuen, wenn Ihr Otto davon nichts mitteilt, denn seine letzten Aufenthaltstage in der Schweiz sollen nicht durch diese Schmutzerei beschattet werden. Mit Genossengruss: Fritz Burkhalter

 

An Erwin Lüscher:
In der Beilage sende ich Dir die Zusage unseres Stadtpräsidenten, laut welcher er sich verpflichtet, Euch den Hauptbürgen gegenüber eine Rückbürgschaft im Betrage von Fr. 100.- zu unterzeichnen. Ich hatte auch weitere Genossen angefragt, wovon ich bis zur Stunde eine Absage erhalten habe. Vom dritten Genossen habe ich noch keine Antwort erhalten. Sollte die Zusage noch eintreffen, so würde ich vorschlagen, die Bieler Bürgen solidarisch für die Fr. 100.- zeichnen zu lassen.
Sende mir bitte die Beilage wieder zurück.
Unterdessen zeichnet mit Freundschaft: Fritz Burkhalter

 

Kopie, Maschineschrift. Archiv Schaffer

 

18.07.1935 Biel
Neuer Chor Biel
Personen
Fritz Burkhalter
Erwin Lüscher
Guido Müller
Otto Zimmermann
Migranten
Volltext

Neuer Chor Biel. An Genosse Dr. Guido Müller, Stadtpräsident Biel. Biel, 18.7.1935.

Werter Genosse!

Das seit längerer Zeit Befürchtete ist nun zur Tatsache geworden. Unser lieber Genosse Otto Zimmermann muss auf 31. Juli 1935 die Schweiz verlassen. Wohin kann er gehen? Das ist die Frage, die unser Genosse Otto nun fast Tag und Nacht beschäftigt. Ein Weg zeigt nach Mühlhausen im Elsass. Die Sprechbewegungskultur ist dort bis jetzt so gut wie unbekannt. Auch mit Russland hat er Beziehungen angebahnt. Die Russen kennen zwar diese Kultur, sie bewegt sich aber in anderen Bahnen, da sie ja die Machthaber sind. Sie haben zudem zurzeit keinen Bedarf nach neuen Kräften.

Eine dritte Möglichkeit besteht darin, dass es Genosse Zimmermann angeboten wurde, ein Jahr nach New-York zu gehen als Gast der dortigen Arbeitersportler. Ganzer Text

13.12.1933 Biel
Personen
VPOD Biel VB
Guido Müller
Stadtpräsidium
Die Gruppe Strassenbahn beschwert sich am 13. 12.1933 bei Stadtpräsident Guido Müller: „Sehr geehrter Herr Stadtpräsident. Wie uns bekannt wird, fand bei der Strassenbahnverwaltung Biel eine Untersuchung statt, welche sich auch mit der Tätigkeit unserer Gewerkschaft befasste. Auf Anfrage konnten wir lediglich die Auskunft erhalten, dass unsere Organisation, im besonderen der Strassenbahnergruppe, der Vorwurf gemacht wird, dass durch einen unzulässigen Druck auf die Mitglieder den Interessen des Strassenbahnbetriebes entgegengearbeitet werde. Gegen diese Vorwurf erheben wir Protest und wollen es nicht unterlassen, Ihnen materielle Anträge zu dieser Angelegenheit zu stellen, sobald unsere Sektion Biel und die Strassenbahngruppe dazu haben Stellung nehmen können. Wir ersuchen Sie deshalb, keine definitiven Beschlüsse in dieser Angelegenheit  zu fassen, ohne uns die Möglichkeit gegeben zu haben, Ihnen die Auffassung der betroffenen Gewerkschaftsgruppe un unterbreiten. Gruppe Strassenbahn 13.1.21933
03.10.1929 Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Personen
Guido Müller
Franz Strasser
Gottfried Von Ins
Arbeiterunion
Gaswerk
Gemeinderat Biel
SP Biel
Volltext

Arbeiterunion Biel. Konferenz über die Entlassung Spicher im Gaswerk

3. Oktober 1929, abends 6 Uhr, Volkshaus, Zimmer 1.

 

Zwischen dem Vorstand der Arbeiterunion Biel, dem Vorstand des VPOD, dem Vorstand der Gruppe Gaswerk und Zentralsekretär Henggeler, Zürich, einerseits und der Gemeinderatsfraktion und dem Parteivorstand andererseits.

Um 18 Uhr eröffnet Präsident Emil Rufer die Konferenz. Er geht davon aus, dass die Anwesenden bereits alle auf dem Laufenden sind. Am 2. August wurde von der Arbeiterunion ein Wiedererwägungsgesuch an den Gemeinderat gerichtet, der dieses aber zurückwies. Präsident Emil Rufer glaubt, dass es nicht notwendig sei, das letzte Protokoll der Konferenz vom 16. März 1929 zu verlesen, weil es zu lange dauern würde. Er schlägt vor, dieses Protokoll an einer Kommissionssitzung zu verlesen und zu  genehmigten. Die Konferenz ist mit diesem Vorgehen einverstanden.

Genosse Sekretär Franz Strasser erhält das Wort zur besseren Formulierung. Nachdem unser Gesuch vom Gemeinderat abgewiesen wurde, wir aber bloss von dritter Hand Kenntnis erhielten, wurde dem Genossen Spicher mitgeteilt, dass er sich auf dem Arbeitsamt bei Genosse Küffer melden solle, um dann von da aus wieder im Gaswerk beschäftigt zu werden, aber bloss im Provisorium. Spicher würde dadurch eine Ferienkürzung und eine starke Lohneinbusse erleiden. 

Protokollbuch Arbeiteruniion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv GBLS Biel.

Ganzer Text
16.03.1929 Bern
Biel
Arbeiterunion Biel
Archiv GBLS Biel
Gaswerk
Personen
Paul Fell
Guido Müller
Rudolf Rindlisbacher
Arbeiterunion
Entlassung
Gaswerk
Volltext

Arbeiterunion Biel

Konferenz zur Behandlung der Entlassung des Oberheizers Genosse Spicher im Gaswerk.

 

Volkshaus Zimmer 1, 6 Uhr. Vorsitz: Genosse Emil Rufer, Unionspräsident.

Anwesend sind; der Unionsvorstand, die Gemeinderatsfraktion, der Vorstand der städtischen sozialdemokratischen Partei unter Zuzug einiger Genossen der Mitgliedschaft Madretsch, der Vorstand des VPOD sowie der Vorstand der Gruppe Gaswerk, Genosse Zentralsekretär Henggeler aus Zürich und Redaktor Paul Fell.

Entschuldigt abwesend sind Gemeinderat Genosse Lüthi wegen Dienst und Genosse Dr. Kistler wegen Abwesenheit.

Um 8 ¼ Uhr eröffnet Genosse Emil Rufer die Konferenz. Er teilt mit, dass die Konferenz auf Ansuchen des VPOD einberufen worden sei, um  die Entlassung des Genossen Spicher und die sonstigen Missstände  im Gaswerk an einer erweiterten Konferenz  zu behandeln. Er will sich damit nicht lange befassen und wird das Wort in erster Linie dem Sekretär des VPOD überlassen und einem Mitglied des Gemeinderates. Die Konferenz erklärt sich mit diesem Vorgehen einverstanden.

Protokollbuch Arbeiterunion Biel 1919-1933. Handschrift. Gebunden. Archiv Gewerkschaftsbund Biel-Lyss-Seeland.

Ganzer Text

11.04.1928 Biel
Archiv Schaffer
Gaswerk
Personen
VPOD Biel
Guido Müller
Rudolf Rindlisbacher
Rudolf Roth
Adolf Wysseier
Disziplinarverfahren
Volltext
VPOD Biel Vorstand Protokolle

Sitzung des Sektionsvorstandes. Mittwoch, den 11. April 1928, abends 8 Uhr im Nr. 1 des Volkshauses. Anwesend sind: Käser, Adolf Wysseier, Paul Chappaz, Fahrni, Schaub, Rudolf Roth, Alfred Alchenberger und Rudolf Rindlisbacher. Entschuldigt: Kollege Brechbühler wegen Krankheit. Präsident Käser eröffnet die Sitzung unter Bekanntgabe des zu behandelnden Geschäftes. Die Gruppe Gaswerk ersucht den Sektions-vorstand gestützt auf das umfangreiche Einvernahmematerial, zu beschliessen, ob nicht gegen Rhyn, Chef des Rohrnetzpersonals im Gaswerk, eine Untersuchung durchgeführt werden sollte und ein diesbezügliches Begehren an den Gemeinderat zu richten sei. (...).

VPOD Biel. Vorstand Protokolle. Archiv Schaffer.

Vorstand Protokoll 1928-04-11.pdf

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