Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 7

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
20.03.2015 Biasca
Giubiasco
Mendrisio
Ferriere Cattaneo SA
Personen
Work
Ralph Hug
Ferriere Cattaneo SA
Lohnkürzungen
Volltext
Waggonbauer Aleardo Cattaneo kürzt Löhne nicht. Büezer setzten sich durch. Erst spuckte er grosse Abbautöne. Doch dann musste der Swissmem-Vize Aleardo Cattaneo zurückkrebsen. Das sah von Anfang an schlecht aus für den Unternehmer Aleardo Cattaneo aus Giubiasco TI. Praktisch alle rund 80 Angestellten seiner Güterwaggonfabrik Ferriere Cattaneo SA erteilten seinen Plänen an einer Betriebsversammlung eine Abfuhr. Cattaneo wollte wegen des starken Frankens den Grenzgängern ihren Lohn um sieben, den einheimischen Angestellten um drei Prozent kürzen. Sonst, so drohte er, werde er die Produktion von Güterwaggons in die Slowakei verlegen und in der Schweiz Arbeitsplätze abbauen. Der Patron meinte damals gegenüber Work unverblümt: „Unser Ziel ist es, Gewinn zu machen.“ Jetzt ist Cattaneo leiser geworden. Angesichts des Widerstands hat er die Lohnkürzung aufgegeben. „Die Löhne bleiben“, bestätigte er auf Anfrage von Work. Sicher haben ihn auch die Streiks von Biasca und Mendrisio beeindruckt. Auch dort wehrten sich Büezer mit Erfolg gegen gekürzte Löhne. (…). Ralph Hug.
Work, 20.3.2015.
Personen > Hug Ralph. Ferriere Cattaneo SA. Löhne. Work, 20.3.2015.
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05.03.2015 Giubiasco
Ferriere Cattaneo SA
Unia Tessin

Ferriere Cattaneo SA
Lohnkürzungen
Volltext
Kein Lohnabbau bei Cattaneo Ferriere SA. Ferriere Cattaneo in Giubiasco (TI) betreibt Güterwagen-, Turbinen- und Stahlbau. Die Firma Ferriere Cattaneo in Giubiasco (TI) verzichtet auf Lohnkürzungen. Das hat sie gestern an einer Betriebsversammlung bekannt gegeben. Der Verzicht ist ein grosser Erfolg für Belegschaft und Gewerkschaften. Unter dem Vorwand des starken Frankens wollte Güterwagen-Unternehmer Aleardo Cattaneo die Löhne seiner 76 Angestellten kürzen: 7% weniger für die Grenzgänger, 3% weniger für die Einheimischen. Doch der Vizedirektor des Unternehmerverbands Swissmem machte die Rechnung ohne seine Angestellten: Sie lehnten den Lohnabbau ab und schalteten die Gewerkschaften Unia und OCST ein. Streiken wirkt! Jetzt ist die Firma zurückgekrebst und hat die Lohnkürzungen zurückgezogen. Gleichzeitig hat sie den Gewerkschaften zugesichert, in Giubiasco auf Personalabbau und Kurzarbeit zu verzichten. Ein Grund für das Zurückrudern der Firma waren die Vorkommnisse bei den Firmen Exten SA in Mendrisio und SMB in Biasca. Dort hatten die Belegschaften erfolgreich gegen Lohnkürzungen und Kündigungen gestreikt.
Unia Tessin, 5.3.2015.
Unia Tessin > Ferriere Cattaneo SA. Lohnkürzungen. Unia Tessin, 5.3.2015.
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19.02.2015 Giubiasco
Cattaneo SA
Personen
Swissmem
Work
Marco Geissbühler
Cattaneo SA
Lohnkürzungen
Volltext
Swissmem-Vize sagt fairen Löhnen den Kampf an. „Pestalozzi ist schon lange tot!“ Weil sich seine Tessiner Büezer wehrten, stellt sie der Güterwaggon-Fabrikant Aleardo Cattaneo auf die Strasse. Hartes Brot wollte der Tessiner Güterwaggon-Unternehmer Aleardo Cattaneo seinen Schweissern, seinen Monteuren und Maschinisten vorsetzen. Tiefere Löhne sollten sie schlucken: die Grenzgänger um sieben Prozent, die anderen um drei Prozent. Doch die Angestellten wehrten sich: sie schalteten die Unia ein und organisierten eine Vollversammlung. 70 von 76 Angestellten trafen sich in der Firmenkantine, in Giubiasco, einem Industrievorort von Bellinzona. Die Meinungen der Arbeiter waren gemacht: Sie arbeiten hart, bauen neben Güterwaggons auch Stahlträger für Brücken und Gasturbinen. Dass ihr Patron ihnen die Löhne zusammenstreichen will, empfinden sie als Affront. Die Grenzgänger und die einheimischen Arbeiter lassen sich nicht spalten. Einstimmig sagten sie „No!“ zum Ansinnen ihres Patrons. Der verfährt jetzt nach dem Motto: „Friss oder stirb“ und schafft vollendete Tatsachen. Geben seine Büezer nicht nach, schliesst er die Güterwaggon-Produktion in der Schweiz und lagert sie nach Poprad in der Slowakei aus. Droht er. Bereits heute lässt seine „Ferriere Cattaneo“ dort jährlich 1000 Güterwaggons bauen. 20 Leute würde Cattaneo in Giubiasco auf die Strasse stellen. (…). Marco Geissbühler.
Work online, 19.2.2015.
Personen > Geissbühler Marco. Lohnkürzungen. Swissmem. Work online, 19.2.2015.
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19.06.2009 Giubiasco
Sigirino
Arbeitsmarktkontrolle
Personen
Unia
Saverio Lirati
Bau
Löhne
Bauarbeiter blicken in die Röhre. Im Tessin arbeiten viele Ausländer auf öffentlichen Baustellen zu Dumpinglöhnen. Ungesetzlich tiefe Löhne für Arbeiter ausländischer Unternehmen sorgen im Tessin für rote Köpfe. Dabei müssten die Schweizer Gesamtarbeitsverträge eingehalten werden. Stundenlöhne zwischen 6 und 8 Euro (9-12 Franken), liegen weit unter den Gesamtarbeitsverträgen der Schweizer Baubranche. Trotzdem stellten Tessiner Bauinspektoren in den letzten Wochen vermehrt solche Dumpinglöhne fest. Zu reden gab vor allem die Tatsache, dass Arbeiter zu diesen Bedingungen auf Grossbaustellen der öffentlichen Hand angetroffen wurden. Konkret geht es um die in Bau befindliche thermische Kerhrichtverbrennungsanlage in Giubiasco sowie die Alptransibaustelle in Sigirino. Die Arbeiter waren häufig für Firmen aus Deutschland oder osteuropäischen Ländern tätig, die ihrerseits wieder einen Auftrag von einer Firma aus der Deutschschweiz erhalten hatten. Der Sekretär der Gewerkschaft Unia, Saverio Lurat, berichtet sogar von ausländischen Arbeitern, die auf Baustellen übernachten mussten. (....). Mit Foto. Gerhard Lob. BaZ 19.6.2009
19.06.2009 Giubiasco
Sigirino
Arbeitsmarktkontrolle
Personen
Unia
Saverio Lirati
Bau
Löhne
Tiefstlöhne auf Baustellen. Tessiner Bauinspektoren stellen Stundenlöhne von 9-12 Franken fest. Desolate Zustände auf Tessiner Baustellen. Dumpinglöhne für Arbeiter ausländischer Unternehmen sorgen für rote Köpfe. Dabei müsste der Schweizer Gesamtarbeitsvertrag eingehalten werden. (...). Gerhard Lob. Bund 19.6.2009
28.01.1970 Giubiasco
Giubiasco SA
Helvetische Typographia

Betriebsschliessung
Giubiasco SA
Volltext
Giubiasco: Gewerkschaften drohen mit Streik. Die frühere „Linoleum AG“, heute „Giubiasco Industrie S.A.“, entlässt bekanntlich wegen Umstellungen in der Produktion auf den 30. Juni 1970 rund 100 Arbeiter. Die „Giubiasco Industrie S.A.“ gehört zur „Continentalen Linoleum Union“ mit Sitz in Zürich. Dieser Konzern hat Fabriken in Schweden, Frankreich. Holland und Südafrika. Da die Linoleum-Produktion rückläufig geworden und durch moderne Bodenbeläge ersetzt worden ist, kam die Fabrik in Giubiasco in Schwierigkeiten. Offenbar, wie in Fachkreisen erklärt wird, hat sich „Giubiasco“ auch noch zu spät an die neue Marktsituation angepasst. Neuerdings kaufte sie in Urnäsch eine bestehende Teppichfabrik auf, um an Stelle des nicht mehr gängigen Linoleums Teppiche herzustellen. Linoleum wird nicht mehr im Tessin, sondern in Schweden hergestellt. Da die „Giubiasco Industrie S.A.“ zu den grösseren Industriebetrieben des Kantons Tessin gehört, verfolgt die dortige Bevölkerung die Entwicklung dieses Unternehmens mit speziellem Interesse. Die Produktionsverlagerung ins Ausland oder nach Urnäsch wird nur ungerne gesehen. Die Entlassung von 100 Arbeitern hat daher im ganzen Kanton Tessin grosse Aufregung und bittere Reaktionen verursacht. Es zeigt sich, dass die anderweitige Beschäftigung der Entlassenen nicht so einfach ist, wie man sich das landläufig vorstellt. Diese Arbeiter wollen im Kanton Tessin bleiben. Dort gibt es aber gar nicht allzu viele Industrieunternehmen. Besonders ältere Arbeiter haben Mühe, anderweitig unterzukommen. (…).
Helvetische Typographia, 28.1.1970.
Typographia Schweiz> Giubiasco SA. Betriebsschliessung. HT, 1970-01-28.
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29.06.1923 BS Kanton
Frankreich
Giubiasco
Lugano
St. Gallen
Faschismus
Gemeinde- und Staatsarbeiter, Der
Personen
Wazlaw Worowski
Antifaschismus
Bürgerwehr
Volltext

Gegen den Faszismus. Dass die faszistische Bewegung auch ausserhalb Italiens nicht  bloss  eine  Spielerei unreifer Bourgeoissöhnchen und eine unfruchtbare Nachäfferei Mussolinis ist, wird  allmählich  in  immer grösseren Kreisen klar. Wir haben vor einiger Zeit die gemeinsame Kundgebung der Transportarbeiter beider Internationalen gebracht, die sich sowohl gegen die Kriegsgefahr wie gegen den Faszismus wendet; ist Fimmen auch leider vom Bureau der Amsterdamer Internationale nicht unterstützt worden, so kann doch mit Befriedigung festgestellt werden, dass unter den Massen, namentlich in den grösseren Ländern, der Aufruf Billigung gefunden hat. Fimmen und Williams, der Holländer und der Engländer, haben die Gefahr der Bürgerwehren und ähnlicher Vereinigungen erkannt. (...).

Der Gemeinde- und Staatsarbeiter, 1923-06-29.
Der Gemeinde- und Staatsarbeiter > Antifaschismus. 1923-06-29.doc.

Antifaschismus. 1923-06-29.doc

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