Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 5

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
13.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Personen
Vorwärts
Thomas Schwendener
Exten SA
Lohndumping
Streik
Volltext
Ein kleiner Lichtblick. Es ist noch nicht ganz zwei Monate her, seit die Schweizer Nationalbank die Euro-Untergrenze öffentlich aufgekündigt und damit einen Sturm der Entrüstung ausgelöst hat. Die Politik war sich damals einig: Jetzt kommen schwere Zeiten auf die Schweizer Exportindustrie und den Tourismus zu. Uneinjg war man sich bloss darin, wie darauf zu reagieren sei und wie gravierend die Auswirkungen sein würden. Mittlerweile haben viele Unternehmen - nicht nur in den Randregionen - entsprechende Schritte unternommen: Einstellungsstopp, Entlassungen, Lohnkürzungen, Arbeitszeitverlängerung. Man kann den Inhalt der Massnahmen in einem einfachen Satz zusammenfassen: Das Kapital versucht, sich auf Kosten der Proletarisierten schadlos zu halten. Das ist ein altes und bekanntes Spiel, das einem grundlegenden Muster folgt. Alles was die Unternehmen einsacken können, fehlt den Arbeitenden und alles was die Arbeitenden sich erkämpfen können, geht zu Lasten der Profite der Unternehmen. Wer in diesem Kampf momentan leider am längeren Hebel sitzt, liegt auf der Hand. Allerdings gibt es einen kleinen Lichtblick im Tessin: (…).
Thomas Schwendener.
Vorwärts, 13.3.2015.
Vorwärts > Exten SA. Streik. Vorwärts, 13.3.2015.
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05.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Personen
Work
Ralph Hug
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Nach acht Tagen Streik nimmt die Tessiner Kunststofffirma Exten die Lohnkürzungen zurück. Freudentränen in Mendrisio. Um 26 Prozent wollte Exten-Chef Luigi Carlini Grenzgängern den Lohn kürzen. Doch die Arbeiter streikten. Und setzten sich durch. Erleichterung, Umarmungen und Freudenrufe: Nach acht Tagen und sieben Nächten Streik sind die angedrohten Lohnkürzungen vom Tisch. Exten-Chef Luigi Carlini muss zurückkrebsen. Die Arbeiter können es noch gar nicht richtig fassen. Der starke Franken. Alles fing mit einem Brief an die Unia an. Es war ein verzweifelter Hilferuf: „Sie wollen unsere Löhne kürzen. Alle haben Angst vor der Entlassung, und niemand wagt zu protestieren“, stand darin, ohne Unterschrift. „Kommt und redet mit dem Chef!“ Wie sich herausstellte, hatte Exten-Chef Carlini brutale Lohnkürzungen angekündigt. 26 Prozent für die Grenzgänger, 16 Prozent für die Einheimischen. Begründung: der starke Franken. Carlini stellte die Büezer vor die Wahl: Entweder sie unterschrieben eine Änderungskündigung, oder er verlege die Arbeitsplätze, oder er müsse die Hälfte des Personals entlassen. Am 11. und 12. Februar sollten alle Angestellten einzeln in die Lohnkürzung einwilligen. Das hätte für die Grenzgänger ganze drei Monate Gratisarbeit im Jahr bedeutet, für die Einheimischen zwei Monate. Briefe der Gewerkschaft liess das Management von Exten unbeantwortet. Am 19. Februar morgens um halb sechs legten deshalb die Arbeiter der Nacht- sowie jene der Frühschicht die Arbeit nieder. (…). Francesco Bonsaver, Ralph Hug.
Work online, 5.3.2015.
Personen > Hug Ralph. Exten SA. Streik. Work online, 5.3.2015.
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02.03.2015 Mendrisio
Exten SA
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Exten SA: Streik beendet. Die Arbeiter der Plastikfolienfabrik Exten SA haben am Donnerstagabend ihren Streik unterbrochen, nachdem die Firma die Lohnkürzungen zumindest vorläufig zurückgezogen hat. Die Sozialpartner haben jetzt bis Ende April Zeit, Lösungen zu suchen. Nach einer Intervention der Tessiner Staatsrätin Laura Sadis, die auch dem kantonalen Einigungsamt vorsteht, einigten sich die Parteien auf folgende Punkte: Ddie Lohnkürzungen (26% für Grenzgänger/innen, 16% für Einheimische) werden suspendiert. Aufnahme von Verhandlungen zwischen den Parteien, die bis am 30. April abgeschlossen sein müssen. Sofortiger Streikabbruch und Zusage der Firma, gegenüber den am Streik Beteiligten keine Massnahmen zu ergreifen.
Unia Tessin, 2.3.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Lohnkürzungen. Streik. Unia Tessin, 2.3.2015.
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23.02.2015 Mendrisio
Exten SA
Streik
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Streik
Volltext
Exten SA Mendrisio: Petition zur Unterstützung der Streikenden. Streik gegen Lohnsenkungen geht weiter. Seit dem 19. Februar stehen die Maschinen der Plastikfolienfabrik Exten SA in Mendrisio (TI) still. Die rund 100 Beschäftigten wehren sich gegen massive Lohnsenkungen von bis zu 26 Prozent, die der Betrieb unter dem Vorwand der Frankenstärke durchsetzen will. Verhandlungen haben bisher zu keinem Resultat geführt. Gestern wurde im Tessin zur Unterstützung der Streikenden eine Petition lanciert. Der Streik geht auch morgen weiter. Die Lohnsenkung, welche die Firma Exten SA durchsetzen will, ist eine Zumutung: Grenzgänger/innen sollen 26 Prozent weniger verdienen, Arbeitnehmende mit Wohnsitz in der Schweiz 16 Prozent. Konkret bedeutet das, das Einheimische übers Jahr gerechnet von insgesamt 13 Monatslöhnen über zwei, Grenzgänger/innen über drei verlieren. Dabei sind die Löhne schon jetzt erbärmlich tief: Ein Dreher mit Wohnsitz im Ausland würde neu noch auf lumpige 2400 Franken, einer mit Wohnsitz in der Schweiz auf 2‘700 Franken kommen. Die Beschäftigten unterstehen keinem Gesamtarbeitsvertrag und sind deshalb schlecht geschützt. Sie wurden einzeln vor die Wahl gestellt, entweder die Lohnkürzungen zu akzeptieren, „oder wie schliessen den Betrieb“. Gleichzeitig weigerten sich die Direktion, Zahlen vorzulegen, um ihre Massnahme zu begründen. (…).
Unia Tessin, Medienmitteilung, 23.2.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Streik. Lohnkürzungen. Unia Tessin, 2015-02-23.
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19.02.2015 Mendrisio
Exten SA
Streik
Unia Tessin

Exten SA
Lohnkürzungen
Volltext
Streik gegen Lohnkürzungen in Tessiner Firma. Seit heute Morgen um 5 Uhr streiken die rund 100 Beschäftigten der Firma Exten SA in Mendrisio. Sie wehren sich gegen massive Lohnkürzungen, welche die Firma unter dem Vorwand der Frankenstärke durchsetzen will. Die Firma Exten SA produziert Plastikmaterialen und beschäftigt rund 100 Personen. Im Januar kündigte die Direktion den Beschäftigten massive Lohnsenkungen von 16% für Einheimische und 26% für Grenzgänger/innen an und begründete dies mit der Stärke des Frankens gegenüber dem Euro. Ein Dreher mit Wohnsitz im Ausland, der bisher 3‘200 Franken pro Monat (x13) verdiente, würde noch auf 2‘368 Franken kommen, ein Einheimischer auf 2‘688 Franken. Vogel friss oder stirb. Die Unternehmensleitung weigerte sich, Zahlen auf den Tisch zu legen, um den Entscheid zu belegen. Die Belegschaft stellte sie vor vollendete Tatsachen: „Wenn ihr die neuen Verträge nicht unterzeichnet, wird der Betrieb geschlossen“. Belegschaft beschliesst Streik. Als Reaktion beschloss gestern die Belegschaft, die Arbeit einzustellen und auf folgenden Forderungen zu beharren: Mit Fotos. (…).
Unia Tessin, 19.2.2015.
Unia Tessin > Exten SA. Streik. Lohnkürzungen. Unia Tessin, 2015-02-19.
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