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09.04.2020 Schweiz
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Ralph Hug
Epidemiengesetz
Spanische Grippe
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Pandemie und Klassenkampf: Die Schweiz und die Spanische Grippe von 1918. Als der Würgeengel umging. Im November 1918 spitzte sich die Lage in der Schweiz zu. Erstmals drohte ein Landesstreik. Und gleichzeitig wütete die Spanische Grippe. Trotzdem liess das Militär Tausende Soldaten einrücken – gegen die streikenden Arbeiterinnen und Arbeiter. Am Ende zählte die Schweiz 25’000 Grippe-Tote. Bei der VHTL-Sektion Bern herrschte Trauer: Die Transportarbeiter-Gewerkschaft beklagte im November 1918 den Tod von Emil Schwarz, Hans ¬Kohler und Paul Maurer. Die ersten beiden waren Chauf¬feure, letzterer Schokoladenarbeiter. „Schnitter Tod“ habe Opfer gefordert, stand in der VHTL-Zeitung. In Klammern war die Todesursache ange¬geben: zweimal Grippe, einmal Erstickungstod. Vermutlich war in allen drei Fällen die Todesursache dieselbe: die Spanische Grippe. Sie raffte zwischen Juli 1918 und Mai 1919 in drei Wellen Arbeiterinnen und Arbeiter in Scharen dahin. Weltweit fielen dem Influenza-Virus schätzungs¬wei¬¬se 25 bis 50 Millionen Menschen zum Opfer. Mehr, als in den beiden Weltkriegen umkamen. Es traf damals vor allem die 20- bis 40jährigen. Die Spanische Grippe griff tief ins Leben der Bevölkerung ein. Unerbittlich schritt sie voran, nichts schien sie stoppen zu können. Ende Juli 1918 waren weite Teile der Schweizer Industrie lahmgelegt. Beim Maschinenbauer Sulzer in Winterthur lag mehr als ein Drittel der 5‘000 (…).
Ralph Hug.
Work online, 9.4.2020..
Personen > Hug Ralph. Spanische Grippe. Work online, 2020-04-09.
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