Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 8

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
20.08.2015 Schweiz
Faschismus
Personen
Work
Lotta Suter
Demagogie
Volltext
Verhöhnung und Verachtung haben in der Politik Hochkonjunktur. Maulhelden der Macht. Angeber wie Donald Trump, Silvio Berlusconi oder Toni Bortoluzzi sind keine echten Helden. Und werden doch bejubelt. Wieso eigentlich? „Gaggi, Bisi, Furz. Arschloch!“ Kleine Kinder sind von solchen Ausdrücken hell begeistert. „Schmutzige Wörter“ sind ein wirkungsvoller Tabubruch. Ein kleiner Aufstand gegen die Übermacht der Erwachsenen. Die meisten wachsen über diese Füdli-Phase schnell hinaus. Aber nicht alle. Vor allem nicht zornige weisse Männer mit Macht. Italiens Cavaliere Silvio Berlusconi zum Beispiel blufft noch als alter Mann wie ein kleiner Bub mit seinem Pimmel. Und hat auch sonst die Allmachtsphantasien eines Dreikäsehochs, etwa wenn er sich hinstellt und sagt: „Ich bin der Jesus Christus der Politik.“ Der Schweizer Bischof Vitus Huonder gehört ebenfalls zu diesem Verein kindisch brutaler Maulhelden, wenn er unter dem Schutz der Bibel urteilt, Schwule gehörten mit dem Tode bestraft und „ihr Blut soll auf sie kommen“. Da wirkt sein Gesinnungsgenosse, der Zürcher SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi, fast schon mild, wenn er zum Thema Homosexualität von sich gibt, gleichgeschlechtliche Paare hätten einen „Hirnlappen, der verkehrt läuft“. Doch das ist gerade typisch für die Politpolterer: Sobald einer noch extremer redet, gehört der Extremist schon zur moderaten Mitte. (...). Lotta Suter.
Work online, 20.8.2015.
Personen > Suter Lotta. Demagogie. Wahlen. Work online, 20.8.2015
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05.02.2015 Schweiz
Personen
Work
Marie-Josée Kuhn
Demagogie
Volltext
Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln. Bruderküsse, Merkelküsse. Es gibt den ersten Kuss, den Abschiedskuss, den Zungenkuss, den Judaskuss und den (etwas aus der Mode geratenen) sozialistischen Bruderkuss. Einst schürzte Genosse Leonid Iljitsch Breschnew, der grosse Mann der Sowjetunion, seine Lippen für Erich Honecker, den kleinen Mann der DDR. Das Bild ging um die Welt und wurde später Pop-Art. „Honey“ Honecker spitzte später seinen Mund für Michail Gorbatschow, den letzten Mohikaner. Und Maxime Lider Fidel Castro drückte Palästinenserführer Yasir Arafat innig an seine Brust. Doch kein Kommunist küsste so kess wie Jean-Claude Juncker. Der EU-Kommissionspräsident müntschelt Frau und Mann links und rechts. Wer seine Wege kreuzt, kommt dran. Angela Merkel, François Hollande - und jetzt eben auch Simonetta Sommaruga. Ein Aufschrei ging durch den „Blick“: Wie kann der Luxemburger, dieser Kettenküsser, Raucher und Trinker, nur „unsere Bundespräsidentin so anfallen“? Und liess ausgerechnet SVP-Fremdküsser Christoph Mörgeli (neue Frau, neues Glück) Junckers Leidenschaft als üblen Ausfluss der EU geisseln. Eine Bedrohung für das Schweizer Erfolgsmodell (scheffeln statt küssen), kurz: keine fremden Richter, keine fremden Küsse! Mörgelis Sörgeli kommen definitiv zu spät. Immer mehr Politikerinnen und Politiker küssen immer wild seit die Medien diese Fortsetzung der Politik mit andern Mitteln immer grösser aufblasen. Die Schmatzerei ist nicht zu bremsen. (…). Marie-Josée Kuhn.
Work, 5.2.2015.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Merkel-PR. Work, 5.2.2015.
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10.10.2014 Schweiz
Initiativen Schweiz
Syndicom-Zeitung

Demagogie
Ecopop-Initiative
Umweltschutz
Volltext
Ökologie als Heilslehre. Es geschieht selten, dass im Vorfeld einer Abstimmungskampagne ein Buch dazu veröffentlicht wird. Der Rotpunktverlag hat heuer Syndicom-Mitglied Balthasar Glättli und den Basler Sozialarbeiter Pierre-Alain Niklaus damit betraut. Entstanden ist eine akribische Aufarbeitung der Ökologie-Bewegung und deren Verstrickungen mit rechtsnationalen und konservativen Kreisen. Die beiden Herausgeber haben zudem sechs AutorInnen zu Gastbeiträgen eingeladen, die nicht minder entlarvend sind. Im süffigsten Kapitel lädt Buchautor Marcel Hänggi zu einem Kindergeburtstag ein und erklärt dort, warum die von Ecopop als unumstösslich gepriesene Formel für die Berechnung der Umwelteinwirkung durch die Menschen willkürlich, nichtssagend, ja ein Zirkelschluss ist. Der Leiter Entwicklungspolitik bei der Caritas, Geert van Dok, widerspricht differenziert der These, weniger Menschen führten per se zu weniger Armut, auf seinen Beitrag folgt die Anthropologin Shalini Randeria, die an den Beispielen China und Indien veranschaulicht, dass bisher „in jeder Gesellschaft eine höhere Frauenbildung mit einer niedrigeren Geburtenrate“ einherging. (…). Salvatore Pittà.
Balthasar Glättli, Pierre-Alain Niklaus (Hg.), „Die unheimlichen Ökologen. Sind zu viele Menschen das Problem?“. Rotpunkt 2014.172 Seiten, ca. Fr. 25.-.
Syndicom-Zeitung, 10.10.2014.
Syndicom-Zeitung > Ecopop-Initiative. Umweltschutz. Syndicom-Zeitung 2014-10-10.
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19.09.2014 Schweiz
FdP
Personen
Work
Oliver Fahrni
Demagogie
FdP
Volltext
Gemeiner Freisinn. Juso-Präsident Fabian Molina irrt, wenn er Johann Schneider-Ammann einen „Mogel-Bundesrat“ nennt. Alles, was man dem Wirtschaftsminister vorwerfen könnte, ist die Naivität, eine Wahrheit ausgesprochen zu haben: Reiche und Firmen unternehmen in diesem Land alles, aber wirklich alles, um möglichst keine Steuern zu bezahlen. Und sie halten die „Steueroptimierung“, wie Schneider-Ammann, auch noch für ihr gutes Recht. Sogar für ihre Pflicht. Sagt Magdalena Martullo-Blocher, die Tochter ihres Milliardär-Vaters Christoph. Die Steueroptimierer haben sich längst aus dieser Gesellschaft verabschiedet. Steuern sollen jene zahlen, die einen Lohnausweis haben. Und die höchstens ihre Kaufkraft optimieren können, indem sie über die Grenze zum Superdiscounter fahren. Neuerdings nennt die FdP ihre Steueroptimierung und das gleichzeitige Abzocken des Staates „Gemeinsinn“: „Wir stehen für den Zusammenhalt von Gesellschaft, Wirtschaft und Politik“, behauptet die Partei auf seitenfüllenden Inseraten für den Wahlkampf 2015. Der Wahrheitsgehalt dieses Satzes bewegt sich auf der Höhe einer Aussage wie: „Krieg ist Frieden“. (…).
Oliver Fahrni.
Work, 2014-09-19.
Personen > Fahrni Oliver. FdP. Demagogie. Work, 2014-09-19.
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30.04.2014 Schweiz
FdP
Personen
Work
Oliver Fahrni
Demagogie
FdP Schweiz
Mindestlohn-Initiative
Volltext
So verzweifelt ist die Partei: FdP macht auf „Der Stürmer“. Die FdP-Karikatur (links) spielt mit antisemitischen Motiven: Dunkle Haut und Hakennase. So zeichnete auch das Nazi-Wochenblatt „Der Stürmer“. In ganzseitigen Inseraten gegen die Mindestlohninitiative zeigt der Freisinn einen Unia-Mann (linker Teil des obigen Bildes) als hässliche Fratze, dunkelhäutig, schwitzend und bösartig. Natürlich mit Hakennase. Kurzum: Der Fremde (der Bedrohliche), der die Schweiz durch den Fleischwolf dreht. Typ „Araber“ oder „Jude“. Für Erik Petry vom Zentrum für jüdische Studien an der Uni Basel ist der Fall klar: „Die Zeichnung spielt mit Motiven aus dem Antisemitismus. So hat auch der Zeichner der deutschen antisemitischen Zeitung ‚Der Stürmer‘ gezeichnet.“ Dieses Inserat hat die Parteileitung abgesegnet, teilt die FdP auf Anfrage mit. (…).Oliver Fahrni.
Work online, 30.4.2014.
Personen > Fahrni Oliver. FdP. Demagogie. Work, 30.4.2014.
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30.04.2014 Schweiz
Personen
SVP
Work

Demagogie
Mindestlöhne
SVP
Volltext
Mindestlohn-Gegner malen den Teufel an die Wand. Ökonomisch blind. Der Mindestlohn ist gut für die Wirtschaft und nötig für die Arbeit. Das zeigen zig Studien. Gewerbedirektor Hans-Ulrich Bigler tut mal wieder, was er am liebsten tut: Er droht und schürt Ängste. Stimmt ihr nicht, wie wir wollen, gegen die Mindestlohninitiative der Gewerkschaften, so lässt er verlauten, wird es euch schlecht ergehen: „Der Mindestlohn bringt mehr Arbeitslosigkeit.“ Manche scheinen das dem obersten Gewerbler zu glauben. Doch dieser politische Erpressungsversuch ist ökonomisch blanker Unsinn. Alle können es nachrechnen: Führt das Volk am 18. Mai einen Mindestlohn von 22 Franken ein, bekommen 330‘000 Arbeitende in der Schweiz einen etwas anständigeren Lohn. Doch dieses Stück mehr Gerechtigkeit erhöht die Lohnsumme der Volkswirtschaft nur um gerade 0,4 Prozent. Das zeigen die Zahlen der Lohnstrukturerhebung (LSE) des Bundesamtes für Statistik. 4 Promille mehr Lohnkosten sind in der wirklichen Wirtschaft nicht der Rede wert (1). In absoluten Zahlen kostet der Mindestlohn 1,5 Milliarden Franken. Das ist der Preis von vier Gripen- Kampfjets (inklusive Unterhalt und Nachrüstungen). Zudem: Lohnkosten sind für die Unternehmen nur ein Teil der gesamten Kosten. (…). Oliver Fahrni.
Work online, 30.4.2014.
Personen > Fahrni Oliver. SVP. Mindestlöhne. Demagogie. Work, 30.4.2014.
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16.12.2011 Herrliberg
Obersiggenthal AG
Schweiz
BaZ
Faschismus
Personen
SVP
Weltwoche
Work
Christoph Blocher
Marie-Josée Kuhn
Demagogie
Volltext

Lüge, Hinterlist und Bschiss gehören zur SVP wie das Sünneli. Zampano Blocher lässt seine Puppen tanzen. Warum sollen die Zuppigers der Partei aufrichtiger sein als ihr grosser Anführer? „Scheinasylanten“, „Scheininvalide“ und „Sozialschmarotzer“: Überall wähnt die SVP Hinterlist und Betrug, Speziell bei Fremden und Roten. Nie bei sich selbst. Die SVP sieht sich als Opfer. Als Opfer übermächtiger und links unterwanderter Medien. „Alle sind gegen die SVP“, so tönt das Echo aus Herrliberg. Geheimoperation „BaZ“. Blocher, ein Opfer? Ausgerechnet! Marie-Josée Kuhn.

Work. Freitag, 16.12.2011.
Personen > Kuhn Marie-Josée. Christoph Blocher. 2011-12-16.doc.

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25.09.1975 Schweiz
Personen
Walter Matthias Diggelmann
Demagogie
Volltext
Walter Matthias Diggelmann: Erlesenes. Verregnete Sommerlektüre. Es regnete und es war kalt, als ich Anfang Juni in der Zeitschrift „Stern“ einen Report von Rolf Winter über das „ Dschungeltraining“ der amerikanischen „Elite-Truppe“, der „Marines“, fand. Da las ich: „Und dann kommt der Regen in reissenden Strömen vom Himmel: Die Waffe muss trocken bleiben, wenigstens die Waffe, wehe dem, dessen Waffe nass wird; also wickeln sich die Soldaten aus ihren Zeltbahnen und umwickeln ihre Waffen, denn die Waffe ist wichtiger als der Mensch...“ Die blutjungen „Marines“ müssen also bei diesem „Dschungeltraining“ lernen, wie ein Mensch, von jedem Nachschub abgeschnitten, überleben kann. Diese jungen Soldaten, sollen nicht fragen, wofür dieses Trainings gut ist. Es gilt noch die uralte US-Militärmaxime: „Es ist' nicht deine Sache, Wofür?“ zu fragen, es ist deine Sache zu gehorchen und zu sterben.“ So einfach ist das. Irgendwann und irgendwo sterben dann diese „Marines“ zum Wohl der US-Gemeinschaft, während Präsident Ford auf seinem Fitness-Velo im Weissen Haus strampelt, Kissinger praktisch im Alleingang entscheidet, in welchem Teil dieser Erde diese gut gedrillten „Marines“ verheizt werden könnten, während RockefeIler alles daransetzt, damit die, CIA-Mordpläne und -morde nicht ans Tageslicht gezerrt werden. Da wir Schweizer nur den politischen, den gesellschaftlichen Dschungel kennen, aber keinen richtigen Dschungel haben, müssen wir andere Methoden, andere Kampftaktiken (…).  Walter Matthias Diggelmann.
Das Konzept, 25.9.1975.
Personen > Diggelmann Walter Mattias. Demagogie. Das Konzept, 1975-09-25.
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