Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 4

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 DatumOrtKapitelPersonenStichworteArtikel
29.08.2014 St. Gallen
Berufe
Personen
Syndicom-Zeitung
René Hornung
Briefträger
Volltext
Eine letzte Pöstlertour. Erich Bischof, Präsident der Syndicom-Sektion Ostschweiz, hat sich nach 46 Dienstjahren aus dem Briefträger-Beruf in die Frühpension verabschiedet. Das gewerkschaftliche Engagement führt er aber vorerst weiter. Als Erich Bischof 1968 mit 16 als Lehrling bei der Post einstieg, gab es keine eigentliche Berufslehre. Man musste sich als Ablöser hocharbeiten, wurde versetzt, hatte Lücken zu füllen. Zuerst wollte er zur Bahnpost: „Ich habe jedoch rasch gemerkt, dass Postsortieren unterwegs im Zug nichts Lustiges ist.“ Er lief seine ersten Touren in St. Gallen und Herisau. Schliesslich wurde er nach Zürich geschickt, weil dort damals Nachwuchsmangel herrschte. „Zurück in St. Gallen kam mir alles so engstirnig vor“, so Bischof. Mit seinen langen Haaren war er zwar kein 68er-Revoluzzer, aber einer, für den es selbstverständlich war, der Gewerkschaft beizutreten. Ein paar Jahre später wollte er sich für bessere Bedingungen für die Ablöser einsetzen, wandte sich an die Kollegen der PTT-Union - und flugs war er Mitglied des Sektionsvorstandes. Ein Amt gab das nächste. Erich Bischof wurde Mitglied der gesamtschweizerischen Fachkommission Briefpost, die später in „Mail“ umbenannt wurde, und der Fachkommission Zustellung. Hier begleitete er als Arbeitnehmervertreter den ganzen Umbau der Postzustellung. Nicht immer war dieses Mitsprache-Engagement erfreulich, erinnert er sich. Oft hiess es: „Es ist alles gesagt, und die Post entscheidet.“ (…). René Hornung.
Syndicom-Zeitung, 29.8.2014.
Syndicom-Zeitung > Berufe. Briefträger. Syndicom-Zeitung, 29.8.2014.
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23.07.1988 Bern
Berufe
Personen
Dagmar Wurzbacher
Briefträger
Volltext
Mit dem Pöschtler auf Tour morgens um neun. Mit dem Mann, der jeden Morgen die Feriengrüsse oder Rechnungen in unsere Briefkästen wirft, mit dem Pöschtler, beendet die Berner Tagwacht ihre Serie aus der Schanzenpost. Werner Hachen läuft jeden zweiten Tag die Tour Münzgraben, Münstergasse, Kramgasse. Die Berner Tagwacht hat ihn einen Morgen lang begleitet: Vom Briefe sortieren, Nachsendungen anschreiben, falsche Adressen korrigieren, Bündel machen, Säcke einpacken bis zum Einwurf im Briefkasten. Briefkästen erzählen von ihrem Innenleben. Morgens früh Aufstehen, nein, das macht Werner Hachen keine Mühe mehr. Bald 40 Jahre ist er jetzt bei der Post, fing beim Briefversand an und verträgt heute Briefe in der Innenstadt. Eigentlich hätte er ja Automechaniker werden sollen, der zukunftsträchtige Beruf, damals, beim Autoboom. Doch der Lehrmeister fluchte und schimpfte immerzu und da schickte der Vater Hachen zur Post. Ja, und jetzt sitzt Werner Hachen jeden Morgen um fünf auf seinem Schemmel in der Schanzenpost und „fachiert“ Briefe und Zeitungen für seine Haushaltungen. Und das geht so: Kramgasse 54 - oben links, Münzgraben 4, unten rechts, Münstergasse 29 - ist in den Ferien, wird nachgesandt. Jeder Brief verschwindet so in seinem Fach, die Grossformatigen werden daneben gestapelt. Nebendran wirft der Kollege auch die Grossen ins Fach, jeder hat hier seine Methode. Zeitungen, Liebesbriefe, gelbe Postcheque, Feriengrüsse, Rechnungen und Drucksachen türmen sich auf in den 108 Fächern. 60 Pöschtlerinnen und Pöschtler sortieren so jeden Morgen (…).Dagmar Wurzbacher.
Berner Tagwacht, 23.7.1988.
Personen > Wurzbacher Dagmar. Briefträger. Porträt. TW. 1988-07-23.
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27.05.1986 Schweiz
Post
PTT-Union Schweiz

Briefträger
Postzustellung
Volltext
Briefboten kritisieren PTT-Spitze. Leistungsabbau bedauert. Die in der Union Schweizerischer Post-, Telefon- und Telegrafenbeamter (PTT-Union) organisierten Briefboten kritisieren in einer Resolution die gegen ihren Willen beschlossene Einführung der täglich einmaligen Postzustellung. An der am Wochenende in Sitten VS verabschiedeten Erklärung des Berufsausschusses halten die Briefträger auch fest, dass sie nach dem jüngsten Bundesgerichtsurteil über den Standort der Briefkästen jede Mitverantwortung an der Briefkastenaktion der PTT ablehnten. Die Pflicht, einen Briefkasten an der Strasse aufzustellen, habe für den Postkunden einen Leistungsabbau gebracht, gegen den sich die Boten bereits seinerzeit zur Wehr gesetzt hätten. Die Briefträger bedauerten, bei den Postkunden sowohl anlässlich der Einführung der Aktion als auch jetzt, wiederum in Misskredit geraten zu sein. Auch die auf den 1. Juni bevorstehende Umstellung auf die täglich einmalige Postzustellung erfolge gegen den Willen der Mehrheit der Briefboten. Sie bedauerten auch diesen Leistungsabbau, der für das Zustellpersonal den Verlust von Stellen und vielerorts eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bedeute. Unmissverständlich fordern die in der PTT-Union organisierten Briefboten in der Resolution auch die Einführung des vorzeitigen flexiblen Altersrücktrittes.
Berner Tagwacht, 27.5.1986.
PTT-Union > Postzustellung. TW, 1986-05-27.
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28.01.1927 Schweiz
Arbeit
Heimarbeit

Briefträger
Maurer
Schneider
Volltext

Was Arbeiter und Angestellte leisten. Der Faden des Schneiders hat eine Länge von 2340 Kilometer. Der Faden der Heimarbeiterin verbindet beide Erdpole. Ein Maurer belegt in zehn Jahren Arbeit 112,500 Quadratmeter. Der Paketträger der Post trägt 750 Güterwagen aus. Ein Landbriefträger läuft 225‘000 Kilometer. Über die ungeheure Arbeitsmasse der Arbeiter und Angestellten macht man sich im allgemeinen nur sehr geringe Vorstellungen. Einige Beispiele werden zeigen, wie viel auch der kleinste Mann in seinem Leben schafft. (...).

 

Der öffentliche Dienst, 28.1.1927.

 

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