Gewerkschaftschronik
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Anzahl gefundene Artikel: 70

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26.09.2019 Schweiz
DMC Direct Mail Company
Post
Syndicom

Arbeitszeitverkürzung
DMC Direct Mail Company
Volltext
DMC: GAV-Verhandlungen werden noch dieses Jahr aufgenommen. Nach der Ankündigung der Post, die Mitarbeitenden der Distriba AG in die DMC (Direct Mail Company) zu integrieren und den über 3‘000 WerbeverträgerInnen die Arbeitszeiten zu kürzen, forderte Syndicom den Einbezug der Mitarbeitenden, einen grosszügigen Sozialplan und Verhandlungen über einen Gesamtarbeitsvertrag (GAV). Nach dem Abschluss des Konsultationsverfahrens kann Syndicom feststellen, dass die Forderungen weitgehend erreicht wurden. Besonders erfreut zeigt sich Syndicom-Zentralsekretärin Sheila Winkler über die vereinbarte Aufnahme von GAV-Verhandlungen: „Die Arbeitsplätze und Löhne der VerträgerInnen sind durch die abnehmenden Mengen im klassischen Werbemarkt bedroht. In einem solchen Umfeld bietet ein GAV mit Sozialplanpflicht, Mindeststandards und jährlichen Lohnverhandlungen besonderen Schutz für die Mitarbeitenden.“ Nachdem Syndicom den Einbezug der Mitarbeitenden gefordert und in allen betroffenen Regionen Informationsanlässe durchgeführt hatte, zeigte sich die DMC bereit, eine Verhandlungsdelegation von Syndicom zu den Sozialplangesprächen zuzulassen. Die Verhandlungsdelegation von Syndicom und die DMC haben nun einen Sozialplan ausgehandelt, der eine Entschädigung vorsieht. Dabei werden das Dienstalter und der Beschäftigungsgrad berücksichtigt. (…).
Syndicom, 26.9.2019.
Syndicom > DMC. Werbevertrieb. Syndicom, 20-09-26.
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16.11.2017 Deutschland
IG Metall
Junge Welt

Arbeitszeitverkürzung
IG Metall
Volltext
Die Stundendiebe. Weniger lang im Betrieb sein? Die IG Metall will über die Arbeitszeiten in der Metallindustrie verhandeln. Das Kapital läuft schon jetzt Sturm. Der Kampf um die Arbeitszeiten in Deutschland ist in vollem Gange. Begonnen haben ihn nicht Arbeiter und Angestellte, sondern Unternehmen, die die Möglichkeiten von Handy, Tablet und Co. geschickt dazu nutzen, ihre Mitarbeiter auch daheim arbeiten zu lassen. Doch an diesem Mittwoch stieg Deutschlands grösste Gewerkschaft in das Ringen ein: Die Tarifrunde der Metallindustrie begann in verschiedenen Bundesländern – und die IG Metall fordert mehr Verfügungsrechte über die eigene Arbeitszeit für die Beschäftigten. Sechs Prozent mehr Lohn verlangt die Gewerkschaft für die rund 3,9 Millionen Beschäftigten der Branche. Doch für mehr Aufregung sorgt ein anderes Anliegen der IG Metall: Künftig sollen Arbeiter das Recht erhalten, maximal zwei Jahre lang ihre Arbeitszeit auf bis zu 28 Stunden zu reduzieren. Damit verbunden wäre die Möglichkeit, später wieder Vollzeit zu arbeiten; wer kürzer treten will, um Kinder zu betreuen oder Angehörige zu pflegen, oder wer Schichtarbeit leistet, soll zudem einen Entgeltausgleich von bis zu 200 Euro im Monat erhalten. Bislang müssen in der Metall- und Elektroindustrie 35 Stunden in West- beziehungsweise 38 Stunden in Ostdeutschland gearbeitet werden. In Berlin zeigten sich die Arbeiter bei einer Kundgebung der Gewerkschaft am Mittwochmorgen vollauf zufrieden mit der Forderung. „Das bedeutet einfach mehr (…).
Junge Welt, 16.11.2017.
Junge Welt > Arbeitszeit. IG Metall. Junge Welt, 2017-11-16.
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16.11.2017 Deutschland
IG Metall
Neues Deutschland

Arbeitszeitverkürzung
IG Metall
Volltext
Kurze Arbeit ist gute Arbeit. Die IG Metall stellt sich in der begonnenen Tarifrunde gegen den Trend zu längeren Arbeitszeiten. Begleitet von ersten Kundgebungen streikbereiter Metaller hat am Mittwoch an mehreren Orten bundesweit die erste Runde der Tarifverhandlungen zwischen der IG Metall und den regionalen Arbeitgeberverbänden der Metall- und Elektroindustrie (M+E) begonnen. So versammelten sich am Nachmittag auch in Böblingen bei Stuttgart Beschäftigte des nahen Sindelfinger Daimler-Werks vor dem Tagungshotel, in dem die Unterhändler des wichtigen IG-Metall-Bezirks Baden-Württemberg auf die Vertreter von Südwestmetall trafen - und wie erwartet ohne Einigung auseinandergingen. Für die bundesweit 3,8 Millionen Beschäftigten in der Branche fordert die Gewerkschaft neben einer Einkommenserhöhung von sechs Prozent einen individuellen Anspruch auf eine befristete Arbeitszeitkürzung. Für die ostdeutschen Tarifgebiete, in denen nach wie vor 38 statt 35 Stunden pro Woche gearbeitet wird, strebt die IG Metall einen „Prozess zur Angleichung der Arbeitsbedingungen“ an. Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine offensive Tarifrunde seien gut, erklärte IG-Metall-Bezirksleiter Roman Zitzelsberger am Mittwoch in Stuttgart. Er verwies auf ein erwartetes Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent im Jahr 2018 sowie volle Auftragsbücher, Neueinstellungen, hohe Kapazitätsauslastung und stabile Gewinne. Die Stimmung in der Branche sei deutlich besser als Anfang 2016, die internationale Wettbewerbsfähigkeit ungebrochen. (…).
Neues Deutschland, 16.11.2017
Neues Deutschland > Arbeitszeit. IG Metall. Neues Deutschland, 2017-11-16.
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28.06.2017 Deutschland
Arbeitszeit
IG Metall
Junge Welt

Arbeitszeitverkürzung
IG Metall
Volltext
Gewerkschaft positioniert sich. Knackpunkt für Tarifrunde: IG Metall verlangt mehr selbstbestimmte Arbeitszeit. Die Industriegewerkschaft Metall will bei der kommenden Tarifrunde für die deutsche Metall- und Elektroindustrie kürzere Arbeitszeiten für viele Beschäftigte durchsetzen. „Die Beschäftigten wollen ihre Arbeitszeit wieder stärker selbst bestimmen“, erklärte der Leiter der Tarifabteilung, Stefan Schaumburg, am Dienstag zum Auftakt einer Gewerkschaftskonferenz mit mehr als 800 Teilnehmern in Mannheim. Konkrete Forderungen für die zum Jahresende anstehenden Tarifverhandlungen für rund 3,7 Millionen Beschäftigte sollten auf der Konferenz entwickelt werden. Bislang hat die Gewerkschaft eine „verkürzte Vollzeit“ für Beschäftigte in bestimmten Lebensphasen wie der Erziehung von kleinen Kindern oder der Pflege von Angehörigen diskutiert. Sie sollen einen von den Arbeitgebern zu finanzierenden Entgeltausgleich erhalten, wenn sie ihre Wochenarbeitszeit auf bis zu 28 Stunden reduzieren. Ein ähnliches Modell wird auch für Schichtarbeiter vorgeschlagen, deren Arbeit gesundheitlich belastender sei. Berechnungsgrundlage soll die im Westen tariflich vereinbarte 35-Stunden-Woche sein. Tatsächlich wird auch in vielen tariflich gebundenen Betrieben wegen der sehr guten Auftragslage mehr gearbeitet. Im Osten der Republik müssen die Metallarbeiter ohnehin immer noch drei Stunden pro Woche länger ran, weil es 2003 in einem – auf Initiative massgeblicher Betriebsräte der Branche im Westen abgebrochenen – Streik nicht gelungen war, die (…).
Junge Welt, 28.6.2017.
Junge Welt > IG Metall. Arbeitszeit. Junge Welt, 2017-06-28.
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14.09.1999 Bern
Arbeitszeitverkürzung
SEV

Arbeitszeitverkürzung
Unterschriftensammlung
Volltext
Unterschriftensammlung (Kapitalgewinnsteuer/Arbeitszeitverkürzung) in Bern. Tolle Sache, toller Erfolg und Motivation. „Hängen wir doch noch eine halbe Stunde an. Jetzt läufts doch gerade so gut!“ – „Suchst du mir rasch im Ordner nach, ob wir Schaffhausen schon habenl“ – „Das glaubst du nicht, wer mir jetzt gerade unterschrieben hat!“ - “Gib doch kleine Bogen ab, dann gehts schneller.“ – „Du musst nicht diskutieren, sondern sammelnl“ - So tönte es jetzt tagelang am Unterschriftensammelstand des SEV in Bem. - Ein Erlebnisbericht aus Bern, der aber alle SEV-AktivistInnen landauf und landab einschliesst. An sechs Tagen war ich in Bern dabei. Und manchmal taten die Füsse weh und der Rücken schmerzte - man ist ja auch nicht mehr die Jüngste -, doch diese Tage waren der absolute Aufsteller. Vorweg erwähnt sei einmal Rolf Rubin aus dem Verbandssekretariat. Zuerst einmal organisierte er im Hintergrund die ganze Unterschriftensammlung. „In Zürich haben sie noch zu wenig Leute, kennst du niemanden?“, fragte er, während er bereits wieder den Koffer vollpackte, der alle Utensilien enthält, die es da braucht und die von Klebstreifen über Unterschriftenbogen bis hin zu Broschüren und Ordnern und Lochern reichen. Erwähnt seien aber auch zahlreiche andere AktivistInnen. An erster Stelle Beatrice, die Tochter von Rolf Rubin - (Noch-)nicht-SEV-Mitglied -, die stundenlang Unterschriften sammelte und nur einmal festhielt: „Morgen habe ich noch zwei Proben. Lernen muss ich dann schon auch noch einmal.“ Ebenso engagiert (…).
Der öffentliche Dienst, 14.9.1999.
SEV > Kapitalgewinnsteuer. Unterschriftensammlung. OeD, 1999-09-14.
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27.11.1997 Biel
Archiv Schaffer
Gewerkschaftsbund Biel GL
Personen
Corrado Pardini
Arbeitszeitverkürzung
GB Biel Geschäftsleitung
Logo
Rechtsauskunftsstelle
SP Biel
VHTL

Protokoll Geschäftsleitung GBLS. Donnerstag, 27.11.1997, 9 Uhr, GBI-Haus
Anwesend: Corrado Pardini, Heinz Ledergerber, Beat Schaffer
Protokoll: Beat Schaffer


Gewerkschaftsbund Biel GL Protokolle 1997-1998.

06.11.1997 Biel
Personen
SEV/WAV
Hanspeter Lienhart
Walter Liniger
Arbeitszeit
Arbeitszeitverkürzung
Die VPOD-Sektion Biel, die PTT-Union Biel-Post und der SEV/WAV organisieren am 6.11.1997 einen Infoabend zum Thema „Arbeitszeitverkürzung mit den Referenten Hanspeter Lienhart VPOD, Walter Liniger PTT-Union und Vincent Bodard SEV. Jahresbericht GBLS 1997
28.08.1997 Biel
Archiv Schaffer
Gewerkschaftsbund Biel GL
Personen
François Contini
Corrado Pardini
Beat Schaffer
Erica Wallis
Arbeitszeitverkürzung
Fichenaffäre
Grossratswahlen

Protokoll Geschäftsleitung GBB. Donnerstag, 28.8.1997, 9 Uhr, GBI-Haus. Anwesend: Corrado Pardini, Heinz Ledergerber, Ursula Then-Bergh, Beat Schaffer. Protokoll: Beat Schaffer. Traktanden: 1. Protokoll vom 21.8.1997. Das Protokoll wird genehmigt. 2. Korrespondenzen. Die Geschäftsleitung wünscht Erica Wallis und Max Werner mit einer Karte „Gute Besserung“.

Gewerkschaftsbund Biel GL Protokolle 1997-1998.

21.08.1997 Biel
Gewerkschaftsbund Biel GL

Arbeitszeitverkürzung
Die GL des Gewerkschaftsbund Biel führt am Donnerstag, 21.8.1997 mit Beginn um 9 Uhr im GBI-Sitzungszimmer eine Sitzung durch. Traktanden: Protokoll 14.8.1997, Kurz-Info Gewerkschaftsbund Biel Nr. 1, August 1997, Gruppe Widerstand, SMV, Grossratswahlen.
21.08.1997 Biel
Gewerkschaftsbund Biel
Grossratswahlen

Arbeitszeitverkürzung
Grossratswahlen
Gewerkschaftsbund Biel
Die GL des GBB Biel führt am Donnerstag, 21.8.1997 mit Beginn um 9 Uhr im GBI-Sitzungszimmer eine Sitzung durch. Traktanden: Protokoll 14.8.1997, Kurz-Info GBB Biel Nr. 1, August 1997, Gruppe Widerstand, SMV, Grossratswahlen 1998, Aktionstag VPOD vom 30.10.1997, Arbeitszeitverkürzung, Fusion GBB Biel mit GB Lyss-Seeland, SP Biel, Arbeitsvertrag für den Sekretär, SP-Gemeinderäte und Gemeinderätinnen, Beat Schaffer. Protokoll GL des GBB Biel 21.8.1997
19.11.1996 Schweiz
Föderativverband

Arbeitszeitverkürzung
Teuerungsausgleich
Volltext
Personal öffentlicher Verwaltungen lehnt Lohnabbau ab. Bundesrat soll Zeichen setzen. Der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe (FöV) wehrt sich gegen einen Netto-Lohnabbau beim Bundespersonal. An der Delegiertenversammlung wurde zudem ein Forderungspaket zur Senkung der Wochenarbeitszeit beim Bundespersonal auf 39 Stunden verabschiedet. Ein Lohnabbau sei sozial- und konjunkturpolitisch unvernünftig, sagte Präsident Hans Ueli Ruchti an der Delegiertenversammlung vom Montag in Bem. Die Verwaltung und die öffentlichen Unternehmen könnten nicht alleine über Personalkosten saniert werden. Der Service public solle weder kaputtgespart noch wegliberalisiert werden. Die miese Konsumentenstimmung und die stockende Nachfrage im Inland seien die Hauptursachen dieser Rezession. Lohnabbau lähme den Aufschwung der Konjunktur und sei deshalb verantwortungslos. Deshalb müsse auch der Teuerungsausgleich 1997 Verhandlungsthema sein. Empört zeigte sich die Dachorganisation des öffentlichen Personals darüber, dass im Budget 1997 kein Teuerungsausgleich für das Bundespersonal vorgesehen sei, ohne dass darüber mit dem FöV verhandelt worden sei. Vollendete Tatsachen würden nicht mehr einfach akzeptiert, hiess es an der Delegiertenversammlung. Bereits 2 Milliarden gespart. Insgesamt habe das Bundespersonal von 1992 bis 1996 bereits einen Sparbeitrag von rund 2 Mrd. Fr. an die Sanierung der Bundesfinanzen geleistet, sagte Ruchti weiter. (…).
Berner Tagwacht, 19.11.1996.
Föderativverband > Arbeitszeit. Bundespersonal. OeD, 1996-11-19.
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13.05.1996 BE Kanton
GKB

Arbeitszeitverkürzung
Jahresdelegiertenversammlung des GKB. Aufbruchstimmung und Misstöne. Die Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter wollen es wissen: Im öffentlichen Bereich erteilen sie dem regierungsrätlichen Stellenabbau eine Absage. Arbeitszeitverkürzungen ohne Lohnabbau heisst die Devise für die Privatwirtschaft. Trotzdem gibt es beim GKB Spannungen. Berner Tagwacht 13.5.1996
07.02.1996 Genf
SEV
TPG Genf

Arbeitszeitverkürzung
TPG Genf
Volltext
Schweizerischer Eisenbahner-Verband. 38-Stunden-Woche für TPG-Chauffeure
Einen bedeutenden Erfolg kann die Gewerkschaft SEV melden: In Genf hat sie mit der Direktion der TPG (Verkehrsbetriebe Genf) für die TPG-Chauffeure die 38-Stunden-Woche vereinbart. Diese wird im September 1996 in Kraft treten. Mindestens 35 neue Stellen werden geschaffen, um die zweistündige Arbeitszeitverkürzung zu kompensieren. Im Gegenzug müssen die Chauffeure die Reduktion der Inkonvenienzentschädigung von 162 Franken pro Monat hinnehmen. Sie tragen damit die Hälfte der Kosten der Arbeitszeitverkürzung. In einer geheimen Abstimmung befürworteten über 80 Prozent der betroffenen Chauffeure diese Lösung. Die TPG-Direktion wollte anfänglich nicht auf eine Arbeitszeitverkürzung eintreten. Ein zweistündiger Warnstreik des TPG-Personals - über 80 Prozent von ihm ist im SEV organisiert - bewog sie allerdings zum Einlenken. Der neue Vertrag führt zudem das System der jährlichen Besoldungserhöhungen und der Treueprämien wieder ein. Alle TPG-Angestellten, ausgenommen die Chauffeure, erhalten drei zusätzliche Ruhetage. Diese Vereinbarung ist ein bedeutender Erfolg.
Helvetische Typographia, 7.2.1996.
SEV > TPG Genf. Arbeitszeitverkürzung. HT, 1996-02-07.
20.01.1995 Schweiz
Bundesverwaltung
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Arbeitszeitverkürzung
Bundespersonal
Volltext
Bundesrat stimmt dem Verhandlungsergebnis zu. Arbeitszeitverkürzung für Bundespersonal. Der Bundesrat hat am 21. Dezember 1994 dem zwischen Eidgenössischen Finanzdepartement und Föderativverband erzielten Verhandlungsergebnis zur Arbeitszeitverkürzung zugestimmt. Gleichzeitig hat er den Verzicht auf eine Teuerungszulage für das Jahr 1995 endgültig besiegelt. Die Arbeitszeit des Bundespersonals wird auf 1. Juni (Fahrplanwechsel) formal um 1 Stunde auf 41 Stunden pro Woche (-2,4 Prozent) gesenkt unter Verzicht auf einen Teuerungsausgleich in der Höhe der halben Kosten. Das Bundespersonal arbeitet jedoch weiterhin 42 Stunden pro Woche. Der Ausgleich erfolgt in Ausgleichstagen, das heisst eine Woche zusätzliche zusammenhängende Freizeit pro Jahr (1995 pro rata temporis mit drei beziehungsweise bei 6-Tage-Woche 31/2 Tagen). Bereits seit dem 1. Januar wird der Ruhetagsanspruch um einen Tag (Bundesfeiertag) auf 63 Tage pro Jahr erhöht und ist gleichzeitig gesamtschweizerisch einheitlich. Dieser Anspruch kann grundsätzlich nicht mehr überschritten werden. Übersteigende Feiertage werden an die Ausgleichstage aus der Arbeitszeitverkürzung angerechnet. Dank der Hartnäckigkeit des Föderativverbandes des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe - dem auch der VPOD angehört - zeichnet sich eine Lösung für Härtefalle an Dienstorten mit vielen Feiertagen ab. Föderativverband befriedigt. Der Föderativverband ist befriedigt vom Beschluss des Bundesrates zur Arbeitszeitverkürzung im Bundesdienst. (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 20.1.1995.
Personen > Koenig Samuel. Arbeitszeitverkuerzung. Bundespersonal. OeD, 1995-01-20.
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11.11.1994 Schweiz
Arbeitszeit
Föderativverband
Personen
Samuel Koenig
Arbeitszeitverkürzung
Bundespersonal
Volltext
Das Verhandlungsergebnis des Föderativverbandes. Arbeitszeitverkürzung für das Bundespersonal. Zum Problemkreis Arbeitszeitverkürzung und Teuerungsausgleich liegt ein Verhandlungsergebnis vor. Aus Sicht des Bundespersonals stehen auf der positiven Seite eine Woche zusätzliche Freizeit und die Abfederung des Stellenabbaus auf der negativen Seite der nicht gewährte Teuerungsausgleich. Bestandteil ist auch eine neue, einheitliche Ruhetagsregelung. Als nächstes muss der Bundesrat zum Verhandlungsergebnis Stellung nehmen. Der Föderativverband hat es den angeschlossenen Verbänden und seinen Platzunionen unterbreitet. Angesichts des massiven Stellenabbaus vorab bei PTT, SBB und beim Eidg. Militärdepartement diskutierte die Geschäftsleitung des Föderativverbandes des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, dem auch der VPOD angehört, Anfang 1993 eine neue Arbeitszeitpolitik: beschäftigungswirksame Arbeitszeitverkürzung für das Bundespersonal mit teilweiser Anrechnung an die Besoldung. Ein entsprechendes Konzept stiess im Frühjahr 1993 bei den Verbänden auf eine breite Zustimmung. Deshalb konnte die Eingabe des Föderativverbandes aus dem Jahre 1991 an den Gesamtbundesrat zur „Einführung der 40-Stunden-Woche im Bundesdienst“ mit einer neuen Eingabe vom 1. Juli 1993 modifiziert werden: Mit einer hälftigen, sozialverträglich abgestuften Beteiligung sei die Arbeitszeitverkürzung rasch umzusetzen und damit der Stellenabbau abzufedern. (…). Samuel Koenig.
Der öffentliche Dienst, 11.11.1994.
Föderativverband > Arbeitszeitverkuerzung. Bundespersonal. OeD, 1994-11-11.
Ganzer Text
16.02.1994 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
Rieder
Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Ein Bonus für Arbeitszeitverkürzungen. Vor einem Jahr hat der ABB-Konzernchef Percy Barnewick in einem Moment der Weitsicht die Viertagewoche als Antwort auf die Beschäftigungskrise vorgeschlagen und damit eine breite Diskussion ausgelöst. In der Schweiz wurde allerdings bald klar, dass die hiesigen Unternehmer diese Idee nicht einmal für Sonntagsreden würdig finden: „Wenn schon, dann braucht es längere Arbeitszeiten“, behaupten sie steif und stur. Zur Therapie der Beschäftigungskrise lassen sie nur ein Mittel gelten: ein Wirtschaftswachstum, das durch Deregulierungen stimuliert werden soll. Doch: Das Wachstum wird zu spät kommen und zu klein sein, um die Massenerwerbslosigkeit wesentlich abzubauen. Auch bürgerliche Prognostiker rechnen für 1994 nur mit einem Prozent Wachstum, ab 1995 mit zwei. Weil aber gleichzeitig die Produktivität zunimmt, steigt die Arbeitslosigkeit 1994 weiter an. Ab 1995 wird sie dann jährlich nur, um etwa 10‘000 Personen abnehmen. Das macht es für die Gewerkschaften um so dringlicher, die Perspektive der Arbeitszeitverkürzung zu verfolgen. Das VW-ModelI hat gezeigt, dass massive Verkürzungen zur Verhinderung von Massenentlassungen realisierbar sind. In Italien ist Olivetti dem Beispiel gefolgt. In der Schweiz sind verschiedenenorts solche Lösungen angesagt. (…).
Andi Rieger.
Helvetische Typographia, 16.2.1994.
Personen > Rieder Andi. Arbeitszeitverkürzung. HT, 1994-02-16.
Ganzer Text
28.05.1991 Schweiz
Föderativverband

Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Föderativverband verlangt 40-Stunden-Woche für das Bundespersonal. Für Überstunden mehrfreie Zeit. Das Bundespersonal soll im Sommer 1992 die 40-Stunden-Woche bekommen, also zwei Stunden pro Woche weniger arbeiten müssen als heute. Dies verlangt der Föderativverband des Personals öffentlicher Betriebe und Verwaltungen (FöV) in einer Eingabe an den Bundesrat. Das Bundespersonal soll gemäss Eingabe des Föderativverbands eine Wochenarbeitszeit in der Bandbreite von 40 bis 42 Stunden wählen und Überzeiten als Freizeit kompensieren können. Entsprechend müssten die Stellenbestände erhöht werden. Ebenfalls am Montag präsentierte der Verband der Gewerkschaften des christlichen Verkehrs- und Staatspersonals der Schweiz (VGCV) seine Eingabe an den Bundesrat. Diese zielt grundsätzlich in die gleiche Richtung wie diejenige des Föderativverbands, doch wird im Unterschied dazu die 42-Stunden-Woche grundsätzlich als Richtschnur beibehalten. Dadurch schaue für das Personal bezüglich der Menge an zusammenhängender Freizeit unter dem Strich mehr heraus als beim Modell des FöV, erklärte Hugo Gerber vom VGCV auf Anfrage dazu. Der Föderativverband sieht sein Modell als „sanften Einstieg in eine neue Arbeitszeitpolitik“. Es decke neue Arbeitszeitformen zum Teil ab, etwa das oben dargelegte Bandbreitenmodell, berücksichtige jedoch den Grundsatz der einheitlichen Arbeitszeit beim Bund. Auch trage es den Wünschen jener Rechnung, die nicht die Wochen-, sondern die Jahresarbeitszeit über (…).
Berner Tagwacht, 28.5.1991.
Föderativverband > Arbeitszeit. Bundespersonal. TW, 1991-05-28.
Ganzer Text
22.03.1989 Schweiz
Helvetische Typographia
Personen
Linda Stibler
Arbeitszeitverkürzung
Volltext
Zeitgeist. „Zeit ist Geld0“. Das ist zwar kein ehrwürdiges Sprichwort, sondern handfester Spruch aus dem 20. Jahrhundert. Umso häufiger wird er benutzt. Viele kennen ihn von Kindsbeinen an. Er bedeutet: „Rühr dich, mach vorwärts; ich habe keine Zeit zu verlieren - denn ich brauche Geld!“ Längstens geht es bei uns nicht mehr ums tägliche Brot, denn das kostet noch einen Bruchteil auch eines bescheidenen Verdienstes. Es geht um die andern materiellen Dinge, die das Leben anscheinend so süss mach, Um die teure Wohnung, die - das ist nicht zu übersehen - viele mangels einer billigen zwangsläufig zu bezahlen haben. Aber es geht auch um anderes: Natürlich braucht der Mensch unserer Zeit auch ein Auto. Und wenn er das hat, ist er mobil und unabhängig. Dann läge wohl auch ein Eigenhelm im Grünen drin - eine billigere Wohnung im Vorort oder doch mindestens ein Wochenendhäuschen. Bald braucht die Familie einen Zweitwagen, weil das Leben sonst zu kompliziert wird. Schliesslich verliert man im Bus oder im Tram nicht gerne seine kostbare Zeit, denn Zeit ist Geld. Und Geld braucht es. Mann und Frau müssen einen vollen Arbeitstag leisten, damit die Kasse stimmt. Nicht bloss acht, sondern achteinhalb, neun Stunden im Tag. Denn der Samstag wird gebraucht, um das Geld auszugeben, die vielen schönen Dinge zu kaufe, die das Leben süss machen. Und sonntags muss man sich erholen von dl Hetze, und endlich etwas vom sauer verdienten Geld zu haben. Da kann ein Spaziergang in der Umgebung natürlich .(…). Linda Stibler.
Helvetische Typographia, 22.3.1989.
Personen > Stibler Linda. Arbeitszeitverkürzung. HT, 1989-03-22.
Ganzer Text
28.12.1988 Schweiz
Personen
PTT
PTT-Union Schweiz
Hans-Ueli Ruchti
Arbeitszeitverkürzung
PTT
Volltext
Ausgepresste Zitrone. PTT-Präsident Dr. Hans-Werner Binz rief an der Jahresschlusskonferenz das PTT-Personal zur Besonnenheit auf. Kampfmassnahmen wegen der abgelehnten Arbeitszeitverkürzung wären kontraproduktiv. Gleichzeitig gab er bekannt, dass die Generaldirektion 15 Prozent der vom Parlament wegen des zu erwartenden Mehrverkehrs bewilligten zusätzlichen Stellen vorläufig sperrt. Wenn Präsident Binz feststellt, dass sich das Personal nur mit guten Dienstleistungen bei Bevölkerung und Behörden jene Voraussetzungen schafft, um den negativen Parlamentsentscheid umzustürzen, so stellen wir einfach fest, dass das PTT-Personal und das gesamte Bundespersonal in den letzten Jahren unter teils misslichen Umständen beste Dienstleistungen erbracht haben, ohne dass die Mehrheit des Parlaments bereit war, dies zu honorieren. Im Gegenteil, Otto Fischer hat im Nationalrat ganz klar festgestellt, das Bundespersonal erhalte die Arbeitszeitverkürzung dann, wenn es sie verdient habe! Also nicht jetzt. Für seine Arbeit wird das Bundespersonal angemessen entlöhnt. Es wird also nicht wie der Bär im Bärengraben um das „Rüebli“ Arbeitszeitverkürzung einen Betteltanz aufführen! Die Gewerkschaften des Bundespersonals argumentieren mit guten Gründen für die Arbeitszeitverkürzung. Wenn die Argumente nicht mehr gehört werden, müssen sie sich genau überlegen, welche Massnahmen sie einleiten. Sie werden dabei auch sehr genau abklären, ob allfällige Massnahmen nicht die Falschen treffen, oder ob sie sich schliesslich zuungunsten des Personals auswirken. Die PTT legen 15 Prozent der für 1983 zusätzlich bewilligten (…). Hans Ueli Ruchti.
Berner Tagwacht, 28.12.1988.
PTT-Union > Arbeitszeitverkürzung. PTT. TW, 1988-12-28.
Ganzer Text
09.12.1988 Schweiz
Abstimmung

Arbeitszeitverkürzung
Verpflichtung für die Arbeitgeber. Kommentar zur Abstimmung über die 40-Stunden-Woche-Initiative. Walter Renschler. OeD 9.12.1988
25.11.1988 Schweiz
Abstimmung

Arbeitszeitverkürzung
Mehr Zeit zum Leben! Vier gute Gründe , zur Urne zu gehen. OeD 25.11.88
24.11.1988 Schweiz
PTT-Union Schweiz

Arbeitszeitverkürzung
Kongress
Volltext
PTT-Union fordert Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich. Pöstler wollen 40-Stundenwoche. Mit der Forderung nach kürzeren Arbeitszeiten und mehr Ferien hat die Union Schweizerischer Post-, Telephon- und Telegraphenbeamter (PTT-Union) in Genf ihren Kongress abgeschlossen. Zentrales Thema der dreitägigen Veranstaltung war der streckenweise prekäre Personalmangel bei den PTT. Mit Nachdruck forderten die Postgewerkschafter attraktivere Arbeitsbedingungen, die das einzig wirksame Mittel gegen die Personalmisere darstellten. Im einzelnen verlangten die 300 Delegierten eine Verkürzung der Arbeitszeit von derzeit 42 auf 40 Wochenstunden bei vollem Lohnausgleich. Ausserdem wollen sie längere Pausen und eine bessere Abgeltung der Wochenende-, Nacht- und Schichtarbeit. Schliesslich soll es für die älteren Pöstler auch mehr Ferien geben - fünf Wochen ab dem 45. und sechs Wochen ab dem 55. Altersjahr. Über Arbeitszeitverkürzungen kann die PIT-Union allerdings nicht direkt mit dem Bund verhandeln. Zuständig dafür ist der Föderativverband des Personals öffentlicher Verwaltungen und Betriebe, dessen Präsident Georges Eggenberger zugleich Generalsekretär der PTT-Union ist. Wichtigste Massnahme im Kampf gegen den Personalmangel - gesamtschweizerisch sind weit über 1000 Stellen offen - sind nach Auffassung der Postgewerkschafter rasche Lohnerhöhungen. Dass die Pöstlergehälter im Rahmen einer Revision der Ämterklassifikation erhöht werden, ist zwar im Grundsatz bereits beschlossen. Umstritten ist jedoch der Zeitpunkt. Die PTT-Spitze will die Übung bis Ende 1990 durchziehen; die PTT-Union verlangt, die (…).
Berner Tagwacht, 24.11.1988.
PTT-Union > Kongress. Arbeitszeitverkürzung. TW, 1988-11-24.
Ganzer Text
17.11.1988 Schweiz
Biga

Arbeitszeitverkürzung
Wie starr ist die Arbeitszeitinitiative? Warnrufe der Gegner erweisen sich als unbegründet. Verena Thalmann. TA 17.11.1988
16.11.1988 Schweiz
Abstimmung

Arbeitszeitverkürzung
Die Wirtschaft als Selbstbedienungsladen? 40-Stunden-Woche: Bürgerliche möchten "Arbeitszeit nach Mass". Adrian Knöpfli. Helvetische Typographia 16.11.1988
14.11.1988 Schweiz
SGB
Personen
Arbeitszeit
Arbeitszeitverkürzung
Beat Kappeler
Arbeitszeit
SGB
Arbeitszeitverkürzung
Nur noch 40 Stunden für alle. Eine starke Wirtschaft schafft den Spielraum für Arbeitszeitverkürzung. Wie jedesmal in der langen Geschichte der Arbeitszeitverkürzungen wird nun auch gegen die 40-Stunden-Woche eingewandt, die Wirtschaft könnte sie nicht tragen, ja würde zusammenbrechen und im Saldo sogar Arbeitsplätze verlieren. Dieses so oft strapazierte Argument kann man ganz klar zurückweisen. Beat Kappeler. TW 14.11.1988
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