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28.10.2017 Deutschland
Air Berlin
Junge Welt

Air Berlin
Betriebsschliessung
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Bruchlandung für Beschäftigte. Air Berlin stellt Betrieb ein. Tausenden Mitarbeitern droht Kündigung. Nach fast 40 Jahren Flugbetrieb ist nun endgültig Schluss. Am Freitagabend fanden die letzten Starts und Landungen der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin statt. Während sich die Lufthansa bereits einen Grossteil der Maschinen gesichert hat und die Verhandlungen über den Kauf weiterer Unternehmensteile anhalten, blicken viele der insgesamt rund 8‘000 Air-Berlin-Beschäftigten in eine unsichere Zukunft. Der Generalbevollmächtigte von Air Berlin, Frank Kebekus gab sich am Freitag hinsichtlich eines raschen Abschlusses der Gespräche mit Easyjet und Condor zweckoptimistisch: »Ich gehe davon aus, dass wir da hoffentlich innerhalb der nächsten Tage auch Vollzug melden können«, sagte er dem „ZDF-Morgenmagazin“. Dies könne dazu führen, „dass wir da möglicherweise weitere 1‘000 Arbeitsplätze anbieten können“, so Kebekus. Zudem nahm er die Lufthansa vor Kritik in Schutz, sie sichere sich nur attraktive Start- und Landerechte, kümmere sich aber nicht genug um die Beschäftigten. Kebekus verwies darauf, dass die Kranich-Airline die Air-Berlin-Tochterunternehmen Niki und LG Walter und damit auch 1‘700 Mitarbeiter übernehme. Zudem könnten sich die Beschäftigten auf 1‘300 neu ausgeschriebene Stellen bei der Lufthansa-Tochter Eurowings bewerben. Allerdings müssen beispielsweise die Piloten bei einem Wechsel zu Eurowings nach einer Analyse der Pilotengewerkschaft Vereinigung Cockpit mit drastischen (…).
Junge Welt, 28.10.2017.
Junge Welt > Air Berlin. Betriebsschliessung. Junge Welt, 2017-10-28.
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02.10.2017 Deutschland
Air Berlin
Junge Welt

Air Berlin
Finanzen
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Air Berlin gibt kein Geld zurück. Hunderttausend Kunden bleiben auf den Kosten für gestrichene Flüge sitzen. Rund 100‘000 Kunden der insolventen Fluggesellschaft Air Berlin bekommen für ihre gestrichenen Flüge erst einmal kein Geld zurück. Ein Unternehmenssprecher bestätigte diese Zahl von Betroffenen am Samstag der „Deutschen Presseagentur“. Es handelt sich vor allem um Fluggäste mit Fernzielen, die vor dem 15. August, dem Tag der Insolvenzanmeldung, Tickets gekauft haben. Deren Geld gehört zur Insolvenzmasse der Fluggesellschaft, es ist damit bis zum Ende des Verfahrens gesperrt. Im günstigsten Fall erhalten die Kunden dann als Gläubiger einen kleinen Teil des Kaufpreises zurück. Anders sei die Lage für Passagiere mit Flugscheinen, die sie nach dem 15. August erworben hätten, sagte der Sprecher. „Dieses Geld legen wir zur Seite.“ Sollte ein Flug ausfallen, werde der Ticketpreis komplett erstattet. Air Berlin hatte am vergangenen Montag angekündigt, die Langstreckenflüge bis zum 15. Oktober nach und nach einzustellen. Der Vorstand des Verbraucherzentrale-Bundesverbands, Klaus Müller, nannte es in der „Rheinischen Post“. (Samstagausgabe) „erschreckend, wenn so viele Menschen mit teuer bezahlten Langstreckentickets Opfer der Insolvenz von Air Berlin wurden“. Airlines sollten ebenso zum Abschluss einer Insolvenzversicherung verpflichtet werden, wie es bei Reiseveranstaltern für Pauschalreisen bereits der Fall sei. Air Berlin verhandelt derzeit mit Lufthansa und Easyjet über einen Verkauf grosser Teile des Unternehmens. (…).
Junge Welt, 2.10.2017.
Junge Welt > Air Berlin. Finanzen. Junge Welt, 2017-10-02.
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29.09.2017 Deutschland
Air Berlin
Junge Welt

Air Berlin
Personalbestand
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„Die Regierung duckt sich eher weg“. Vereinigung Cockpit will alle Arbeitsplätze bei Air Berlin retten. Gespräch mit Markus Wahl Sprecher der Vereinigung Cockpit (VC), des Berufsverbands des Cockpitpersonals in Deutschland. Ihr Verband hat das Ziel ausgegeben, alle Arbeitsplätze bei der insolventen Air Berlin zu retten. Die Forderung müssen Sie natürlich stellen, aber wie realistisch ist das angesichts des Verhandlungsstands? Ich halte das für absolut realistisch. Mittelfristig haben sämtliche der als Käufer gehandelten Fluglinien durchaus Bedarf an gut ausgebildeten Piloten. So schnell und so einfach wie bei dieser Gelegenheit kommt man sonst nicht an derart hochqualifiziertes Personal. Selbst für den Fall, dass im Moment der Personalbestand zu gross wäre, was ich nicht glaube, gibt es Mittel und Wege, alle Mitarbeiter mitzunehmen. Man könnte zum Beispiel über Teilzeitregelungen und Arbeitszeitverkürzungen reden. Vom Sachwalter der Gläubiger, Lucas Flöther, war zu hören, dass lediglich vier von fünf Beschäftigten gute Aussichten auf eine Übernahme durch die künftigen Besitzer hätten. Damit wird er auch die Piloten gemeint haben, oder nicht? Ich gehe fest davon aus, dass sämtliche Piloten eine Anstellung bekommen werden. Die Leute haben in der Vergangenheit tolle Arbeit geleistet, und sie werden das für ihre dann neuen Arbeitgeber auch weiterhin tun. Die Lufthansa-Group hat angekündigt, Air-Berlin-Piloten nur zu um 30 Prozent gekürzten Bezügen übernehmen zu wollen. Das wäre dann nicht der geordnete Betriebsübergang, den Sie sich (…).
Junge Welt, 29.9.2017.
Junge Welt > Air Berlin. Personal. Junge Welt, 2017-09-29.
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