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Anzahl gefundene Artikel: 7

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29.06.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Work
Christian Egg
99-Prozent-Initiative
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99-Prozent-Initiative: Jetzt unterschreiben und die Löhne entlasten. Mehr Steuern für Superreiche. Höhere Steuern auf Kapitalgewinnen als auf Einkommen: Das wollen die JUSO - und sammeln Unterschriften für die 99-Prozent-lnitiative. Eine JUSO-Gruppe zieht nach Meilen an die Zürcher Goldküste und blockiert die Zufahrt zum Haus von Magdalena Martullo-Blocher. „Gib uns unser Geld zurück, Magdalena“, so die unmissverständliche Botschaft an die SVP-Vizepräsidentin. Mit der Aktion lancieren die JUSO ihre 99-Prozent-Initiative: gerechte Steuern auf Kapitaleinkommen. Damit wollen die JUSO der wachsenden Ungleichheit Einhalt gebieten. Denn heute besitzt in der Schweiz das oberste Prozent mehr als die gesamte ärmere Hälfte der Bevölkerung. Der Grund: Die Reichen beziehen ihr Einkommen nicht mehr aus Arbeit, sondern aus Kapital. Aus Dividenden, Börsengewinnen und sonstigen Spekulationen. Diese werden weniger stark besteuert als Löhne oder sogar überhaupt nicht. Umverteilung. Die Forderung der Initiative ist einfach: Kapitaleinkommen soll anderthalbmal so stark besteuert werden wie Arbeit. Der Ertrag - die JUSO rechnen mit 5 bis 10 Milliarden pro Jahr - soll an die 99 Prozent der Bevölkerung zurückfliessen. Entweder durch tiefere Steuern oder als „soziale Wohlfahrt“. JUSO-Präsidentin Tamara Funiciello präzisiert: „Das können Prämienverbilligungen für die Krankenkasse oder Beiträge an die Kinderbetreuung sein.“ Rund die Hälfte der nötigen Unterschriften haben die JUSO bisher gesammelt. Das Echo auf der (…). Christian Egg.
Work, 29.6.2018.
Personen > Egg Christian. 99-Prozent-Initiative. Work, 2018-06-29.
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26.04.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
WOZ
Jan Jirat
99-Prozent-Initiative
Initiativen Schweiz
Volltext
99-Prozent-Initiative. Vor der Juso liegt noch viel Arbeit. Im letzten Herbst lancierte die Juso ihre 99-Prozent-Initiative mit einer gewohnt provokanten Inszenierung. Doch seither ist es ruhig geworden. Hat die erfolgsverwöhnte Jungpartei aufs falsche Thema gesetzt? Eigentlich lief alles rund, als die Juso im letzten Oktober ihre 99-Prozent-Initiative lancierte. Eine Gruppe von Juso-Aktivistinnen löste damals medienwirksam einen Polizeieinsatz aus, nachdem sie das Haus von SVP-Nationalrätin und Milliardärin Magdalena Martullo-Blocher in der Zürcher Goldküstengemeinde Meilen belagert hatte. Wenig später sprach sich die Mutterpartei SP an ihrer Delegiertenversammlung dafür aus, die Juso zu unterstützen. Parteipräsident Christian Levrat sitzt nun sogar im Initiativkomitee. Auch die GegnerInnen machten artig mit: Economiesuisse sprach sichtlich genervt von einer „absurden Idee“ und „reiner Willkür“, die dem „Standort Schweiz schadet“, ein Wirtschaftsprofessor bezeichnete die Initiative als „radikal“ und die Grundidee als „Denkfehler“, während die NZZ schon im ersten Satz zur Lancierung der Initiative beim Sozialismus landete. Zahlreiche Medienberichte, Support der Mutterpartei und schäumende GegnerInnen: Der Start der Initiative war geglückt. Doch seither ist das Anliegen praktisch aus der Öffentlichkeit verschwunden. Auch die WOZ hat bisher kaum eine Zeile darüber verloren. Wieso eigentlich? Schliesslich geht (…). Jan Jirat.
WOZ, 26.4.2018.
Personen > Jirat Jan. 99-Prozent-Initiative. WOZ, 2018-04-26.
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28.03.2018 Schweiz
Initiativen Schweiz
Juso
Personen
Tamara Funiciello
99-Prozent-Initiative
Initiativen Schweiz
Volltext
1:25-Stunden-Woche. Leben wir, um zu arbeiten oder arbeiten wir, um zu leben? Das ist hier die Frage. Der nächste grosse Kampf zwischen den Klassen wird sich auf dem Feld der Arbeitszeit abspielen. Es wird richtungsweisend sein, ob Profit oder Bedürfnis im Zentrum unserer Wirtschaft stehen soll. Wir müssen in diesem Kampf in die Offensive gehen. Wir müssen aufzeigen, wie eine Arbeitszeitflexibilisierung einzig in die Hände der Mächtigen spielt. Wir müssen dafür kämpfen, dass die steigende Profitrate in die Hände der bezahlt und unbezahlt arbeitenden Bevölkerung geht statt zu den Superreichen. Wir werden in unserer Gesellschaft immer wie produktiver. Maschinen nehmen uns mühselige Arbeit ab, Automatisierungen beschleunigt Prozesse, Computer erleichtern unser Leben. Die Digitalisierung ist bereits seit Jahren eine Realität. r längere und vor allem flexiblere Arbeitszeiten. Das ergibt gesamtgesellschaftlich gesehen überhaupt keinen Sinn und ist nur ein Vehikel, um die Menschen unter noch stärkeren Konkurrenzdruck untereinander zu setzen. (…).
Tamara Funiciello.
Juso Schweiz, 28.3.2018.
Personen > Funiciello Tamara. 99-Prozent-Initiative. Juso Schweiz, 2018-03-28.
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20.10.2017 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Work
Thomas Adank
Marie-Josée Kuhn
99-Prozent-Initiative
Nachruf
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Geld zurück! Allein dieses Jahr garnieren Ems-Chefin und Blocher-Tochter Magdalena Martullo und ihre Schwester Miriam Blocher sagenhafte 250 Millionen Franken. Die beiden sind die Mehrheitsaktionärinnen des Bündner Chemiekonzerns. Letztes Jahr strich Martullo über 106 Millionen Franken aus Dividenden ein. Damit es nicht so auffällt, lässt sie sich als CEO einen vergleichsweise bescheidenen Lohn von 1,3 Millionen Franken pro Jahr auszahlen. Und kassiert dafür via Anteile umso kräftiger ab. Was auch steuerlich viel interessanter ist, weil Einkommen aus Dividenden stark steuerbegünstigt sind. Ganz im Gegensatz zum Einkommen aus Arbeit: Wir müssen unseren Lohn zu 100 Prozent versteuern. 1 Prozent. Die Blochers gehören zu den Superreichen. Die „Bilanz“ schätzt Martullo-Blochers Vermögen auf rund 4 Milliarden. Seit 1989 haben die reichsten 300 in der Schweiz ihre Vermögen von 82 auf 589 Milliarden Franken versiebenfacht. Heute besitzt 1 Prozent mehr Nettovermögen als 90 Prozent der Bevölkerung. Das sagen nicht die Linken, das sagt die Credit Suisse. Umgekehrt sind in der Schweiz 145‘000 Männer und Frauen trotz Erwerbstätigkeit arm. Tendenz steigend. Seit Beginn der Finanzkrise 2007 hat sich die Umverteilung von unten nach oben rabiat beschleunigt. Ungleichheit explodiert. (…). In eigener Sache. Am 1. Oktober ist work-Mitarbeiter Thomas Adank viel zu früh gestorben. Seit 2014 schrieb er die Kolumne „workwort“ auf Seite 15. Im Gedenken an ihn wiederholen wir unten das workwort „Zeit“, das er im Juli 2016 verfasste, (…).
Work, 20.10.2017.
Personen > Kuhn Marie-Josée. 99-Prozent-Initiative. Work, 2017-10-20.
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19.10.2017 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Work
Oliver Fahrni
99-Prozent-Initiative
Einkommenssteuer
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Für die 99 Prozent. Die Juso starten eine Rückverteilungs-Initiative. Gerechtere Steuern auf Kapitalerträgen braucht das Land, sagen die Juso. Sonst zerbricht die Schweiz. Am südlichen Stadtrand von Paris laufen die Drähte zusammen, die dieser Tage den Internationalen Währungsfonds, die Weltbank und ein paar weitere globale Finanzinstitutionen in Panik versetzen. Hier, an der Paris School of Economics, hat eine Gruppe von Forschern um den Ökonomen Thomas Piketty die weltgrösste Datensammlung (wid.world) über Ungleichheiten bei Einkommen zusammengetragen und analysiert sie laufend. Was sie finden, nährt bei den Weltlenkern die Angst vor der grossen Revolte der Menschen. Eigentlich sind IWF und Weltbank Stützen und Antreiber des brutalen Finanzkapitalismus. Doch Einkommen und Vermögen sind inzwischen so krass ungleich verteilt, und die Armut wächst selbst in den reichsten Ländern so stark (Deutschland etwa hat 16 Prozent Working Poor), dass sie Alarm schlagen. Kern des Problems: Seit Beginn der grossen Krise 2007 hat sich die Umverteilung von unten nach oben rabiat beschleunigt. Und die Schweiz? Hier geht alles still und leise seinen üblichen Gang. Nach Pikettys „wid“- Daten steigt hier die Ungleichverteilung der Einkommen steil an und ist inzwischen auf historischem Rekordstand (noch schlimmer als in den 1930er Jahren). Der neusten Studie der Unia zur Lohnschere entnehmen wir, dass sich die obersten Chefs trotz Bonidiskussion und Abzockerinitiative mehr nehmen denn je: Im Schnitt der untersuchten (...). Oliver Fahrni. 
Work online, 19.10.2017.
Personen > Fahrni Oliver. 99-Prozent-Initiative. Work, 2017-10-19.
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12.10.2017 Schweiz
Initiativen Schweiz
Personen
Steuern
Vorwärts
Florian Sieber
99-Prozent-Initiative
Juso
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Leistungsfreies Einkommen besteuern. Die Juso hat Anfang Oktober mit der Sammelphase ihrer neuen Initiative begonnen. Das Sammeln der benötigten Unterschriften leitete die Jungpartei mit gleich zwei aufsehenerregenden Aktionen ein. Die Bürgerlichen bringen sich bereits gegen das Anliegen in Stellung. Bei der Berichterstattung zur neuen Juso-Initiative tischten die bürgerlichen Blätter mit dem grossen Löffel auf. Der „Tages-Anzeiger“ titelte „Klassenkampf Reloaded“ und schrieb von „der grössten Umverteilung in der Schweizer Geschichte“. Auch vom „Blick“ wurde die Geschichte aufgegriffen. Die Juso plane die „grösste anzunehmende Umverteilung“. Die Rede ist von der 99%-Initiative, die von den JungsozialistInnen (Juso) am 4. Oktober lanciert wurde. Was also hat die Juso vor, was den Bürgerlichen die Furcht vor Umverteilung und Klassenkampf in die Knochen jagt? Tatsächlich handelt es sich bei der 99%-Initiative um eine zwar fortschrittliche, aber nicht besonders radikale Initiative, die eine höhere Besteuerung von Kapitaleinkommen zum Ziel hat. Vermögenskonzentration bekämpfen. In einem 22-seitigen Argumentarium erklären die Jusos, weshalb sie ihre Initiative lanciert haben. Der Reichtum in der Schweiz balle sich immer mehr in den Händen einiger weniger. So waren 1981 noch ein Drittel aller Vermögenswerte in den Händen des reichsten Prozents. 2011 waren es schon mehr als 40 Prozent. Auf dieses eine Prozent von Superreichen beziehen sich auch die JungsozialistInnen mit ihrem der Occupy-Bewegung entlehnten (…). Florian Sieber.
Vorwärts, 12.10.2017.
Vorwärts > 99-Prozent-Initiative. Vorwärts, 2017-10-12.
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08.03.2017 Schweiz
Initiativen Schweiz
Juso

99-Prozent-Initiative
Einkommensverhältnisse
Volltext
Wir wollen unser Geld zurück! Ein immer grösserer Teil des gesellschaftlich erarbeiteten Wohlstandes fliesst als Kapitaleinkommen in die Tasche der Superreichen. Die 99%¬Initiative soll diesen Missstand beheben. Die Kassiererin in der Migros, der Krankenpfleger, der Lehrer oder die selbständige Handwerkerin – sie alle arbeiten, um ihr Einkommen zu erzielen. Es gibt aber auch Menschen, die nicht selbst für ihr Einkommen arbeiten müssen, sondern „ihr Geld für sich arbeiten“ lassen, sei das durch Zinsen auf dem Bankkonto, Wertsteigerungen bei Immobilien oder Dividenden. Von diesen Kapitaleinkommen profitiert hauptsächlich das reichste Prozent der Gesellschaft. Ihr Profit wird durch die restlichen 99% der Bevölkerung erarbeitet. Einseitige Vermögensverteilung. Durch die Kapitaleinkommen wuchsen die Vermögen in den letzten Jahren rasant. So hat sich das Gesamtvermögen aller SchweizerInnen in den letzten zehn Jahren um über 60% gesteigert. Doch die breite Bevölkerung hatte nicht viel davon, im Gegenteil: Personen mit unter 50’000 Franken Vermögen sind in derselben Zeit im Schnitt ärmer geworden. Die Bonzen profitierten derweil kräftig: Inzwischen sind schon über 40% des gesamten Wohlstandes in den Händen des reichsten Prozentes konzentriert. Aus diesen immer höheren Vermögen entstehen immer höhere Kapitaleinkommen. Die Superreichen horten schliesslich nicht Banknoten unter der Matratze, sondern legen ihr Geld zum Beispiel in Immobilien an. Mit Wuchermieten sorgen sie dann dafür, dass aus ihrem Geld noch mehr Geld wird. Oder sie kaufen sich Aktien und werden durch Dividenden noch reicher. Dabei hilft ihnen (…). Christian Gross.
Juso Schweiz, 8.3.2017.
Juso Schweiz > Einkommen. Initiative. Juso Schweiz, 2017-03-08.
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